Die internationale Dimension des Spanischen Bürgerkriegs

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Die internationale Dimension des Konflikts

Der Spanische Bürgerkrieg rückte ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Er verursachte eine tiefe Spaltung der öffentlichen Meinung und führte zu gegensätzlichen Positionen zwischen den Regierungen weltweit.

Beide Seiten – die faschistischen Regime sowie der Bund der Volksfront – erhielten Unterstützung, die vor allem in Form von Waffen und Soldaten von großem Wert war. Die Hilfe für die Rebellen war jedoch regelmäßiger und erheblich umfangreicher.

Die Politik der Nichteinmischung

Frankreich und Großbritannien verfolgten eine Politik der Neutralität und der Nichteinmischung, der sich offiziell auch Deutschland, Italien, Portugal, Belgien, die UdSSR und andere Länder anschlossen. Diese Politik wirkte sich jedoch zum Nachteil der Republik aus. Tatsächlich war der im September 1936 in London geschaffene Nichteinmischungsausschuss völlig wirkungslos.

Unterstützung für die Republikanische Seite

Von den potenziellen Verbündeten der Republik kamen nur Mexiko und die UdSSR ohne Zögern zu Hilfe. Die republikanische Seite verteidigte die Demokratie und hoffte auf die Unterstützung der demokratischen Mächte. Da diese jedoch den Ausbruch eines weiteren Weltkriegs fürchteten, hielten sich die Demokratien zurück. Die Republik erhielt bedingungslose Unterstützung von der UdSSR, die durch die Entsendung von Männern (vor allem politischen Kommissaren) und Waffen entscheidend war. Als Garantie für die Bezahlung der sowjetischen Hilfe diente das Gold der Spanischen Bank, das nach Moskau transferiert wurde. Franco verurteilte diese Verwendung der Goldreserven durch die UdSSR scharf. Mexiko lieferte ebenfalls Waffen, Nahrungsmittel und diplomatische Unterstützung, wobei die finanzielle Hilfe wesentlich geringer ausfiel als die der UdSSR. Zudem wurden die Internationalen Brigaden mobilisiert.

Unterstützung für die Rebellen (Nationalisten)

Die Rebellen erhielten bedingungslose Unterstützung von Deutschland, das unter anderem die Legion Condor entsandte, die für die Bombardierung von Guernica verantwortlich war. Deutschland schickte zudem Männer und wirtschaftliche Hilfe. Italien steuerte ebenfalls Soldaten und Waffen bei. Portugal leistete diplomatische Hilfe und entsandte Freiwillige. Die USA befürworteten zwar offiziell die Neutralität, verboten es Unternehmen wie Texaco, Ford und General Motors jedoch nicht, Treibstoff und Fahrzeuge an die Rebellen zu verkaufen. Schließlich leistete auch der Vatikan diplomatische Unterstützung. Die Verteidigung der Religion als ideologisches Banner wurde durch ein Schreiben der Bischöfe und die Anerkennung des Franco-Regimes durch den Papst belohnt. Ohne diese massive Hilfe von außen hätten die Rebellen den Krieg nicht gewonnen.

Mediale Aufmerksamkeit und Intellektuelle

Das Interesse am Krieg im Ausland wurde durch eine außergewöhnliche mediale Darstellung verstärkt. Insbesondere engagierte Intellektuelle verteidigten die republikanische Sache, darunter bedeutende Namen wie Albert Einstein, Thomas Mann, William Faulkner, Ernest Hemingway, George Orwell und André Malraux. Unter den Befürwortern der „Nationalen“ fanden sich Persönlichkeiten wie Charles Maurras, Ezra Pound und Paul Claudel.

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