Internationaler Handel: Absoluter und komparativer Vorteil

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Internationaler Handel

INTERNATIONAL TRADE beschreibt den Austausch von Waren und Kapital zwischen Ländern. Länder stehen in vielfältigen Handelsbeziehungen; daher ist der Handel international. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde der Handel durch die Entwicklung des Verkehrs intensiver, und dadurch wurde Know-how zwischen diesen Ländern ausgetauscht.

Hintergrund

Main Hintergrund: Kein Land kann völlig autark überleben. Aufgrund von Autarkie haben manche Länder nicht genügend natürliche Ressourcen; die Produktion im Inland kann teurer sein und/oder es fehlt an Technologie. Als Folge spezialisieren sich entwickelte Länder (Nordamerika, Europäische Union, Japan) auf technologieintensive Industriegüter und industrielle Produktion.

Außenhandel Spaniens

Spanien hat im Fall des Außenhandels anhaltende Handelsbilanzdefizite. Der Exportwert beträgt nur 78 % des Wertes der Importe. Die wichtigsten Exportbranchen der spanischen Wirtschaft sind die Automobilindustrie, Lebensmittel, Möbel und Schuhe.

Theorie des internationalen Handels

Absoluter Vorteil

Theorie des internationalen Handels — absoluter Vorteil: Jedes Land sollte sich auf die Produktion der Güter spezialisieren, bei denen es einen absoluten Vorteil hat. Das bedeutet, dass ein Land ein Gut effizienter herstellen kann, weil es weniger Ressourcen einsetzt.

Adam Smith verteidigte diese Idee und stellte sie 1776 in seinem Buch The Wealth of Nations vor. Ein Land hat einen absoluten Vorteil bei der Herstellung eines Produkts, wenn es zur Produktion der gleichen Menge weniger Produktionsfaktoren benötigt als andere Länder. Folglich führt internationale Spezialisierung zu niedrigeren Kosten und letztlich zu mehr Wohlstand für alle durch Handel.

Diese Theorie ist heute noch relevant: Länder neigen dazu, die Produkte zu produzieren und zu exportieren, die sie relativ günstiger herstellen können. Fazit: Es ist vorzuziehen, dass ein Land ein Gut aus dem Ausland kauft, wenn dessen inländische Produktion teurer ist.

Komparativer Vorteil

Comparative Advantage: Jedes Land sollte sich auf die Herstellung jener Güter spezialisieren, für die es einen komparativen Vorteil besitzt. David Ricardo entwickelte diese Theorie 1817 in seinen Arbeiten zur politischen Ökonomie. Die Theorie des komparativen Vorteils erklärt, wie Austausch zwischen zwei Ländern sinnvoll sein kann, selbst wenn eines von ihnen in allen Gütern einen absoluten Vorteil hat; sie erweitert damit die Grenzen von Smiths Ansatz.

Fazit: Jedes Land profitiert, wenn es sich auf die Produktion der Güter spezialisiert, bei denen es relativ effizienter ist. Durch Spezialisierung und Handel steigt die Gesamteffizienz und die Wohlfahrt beider Handelspartner.

Zusammenfassung
  • Internationaler Handel fördert den Austausch von Gütern, Kapital und Know-how.
  • Kein Land ist vollständig autark; Spezialisierung erfolgt oft aufgrund von Ressourcen und Technologie.
  • Der absolute Vorteil (Adam Smith) erklärt Effizienzvorteile bei der Produktion einzelner Güter.
  • Der komparative Vorteil (David Ricardo) zeigt, wie Handel vorteilhaft sein kann, auch wenn ein Land in allen Gütern überlegen ist.
  • Spanien: Exportwert entspricht ca. 78 % des Importwerts; wichtige Exportbranchen sind Automobilindustrie, Lebensmittel, Möbel und Schuhe.

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