Interventionistische Wirtschaftspolitik: Ziele, Mittel und Instrumente
Classified in Wirtschaft
Written at on Deutsch with a size of 3,61 KB.
Interventionistische Wirtschaftspolitik
Die interventionistische Wirtschaftspolitik des Staates nutzt eine Reihe von Mitteln oder Instrumenten, um bestimmte Ziele zu erreichen. Kurzfristig werden Maßnahmen ergriffen, um mit der aktuellen Situation umzugehen. Dies sind kurzfristige Maßnahmen. Langfristig wirken sich Maßnahmen auf die wirtschaftliche Struktur eines Landes aus und sind strukturelle Maßnahmen.
Ziele und Mittel des öffentlichen Sektors
Ziele
Soziale Ziele:
- Wirtschaftsraum
Kurzfristige (zyklische) Ziele:
- Preisstabilität
- Vollbeschäftigung
- Handelsbilanz
Langfristige (strukturelle) Ziele:
- Verbesserung der Einkommensverteilung
- Wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung
Konjunkturzyklen
Die periodischen Schwankungen in der Produktion erleben Aufschwung und Abschwung.
Mittel
Makroökonomische Politik: Mit dieser Politik wird versucht, die Gesamtnachfrage zu steuern und Vollbeschäftigung zu erreichen. Sie umfasst vor allem Währungs- und Finanzpolitik.
Mikroökonomische Politik: Hierbei ist das Kriterium die effiziente Zuweisung von Ressourcen.
Einkommenspolitik: Sie kann sowohl makroökonomische (funktionale Einkommensverteilung) als auch mikroökonomische (personelle Einkommensverteilung) Funktionen haben.
Instrumente der Intervention
Direkte Instrumente: Regulierung individuellen Verhaltens durch die Einführung von Beschränkungen. Diese Instrumente liegen außerhalb des Preismechanismus.
Indirekte Instrumente: Es wird in die Märkte eingegriffen, indem die Preise verändert werden, aber es wird den Individuen überlassen, ihr Verhalten freiwillig an diese Preise anzupassen. Sie nutzen den Preismechanismus.
Die zwei wichtigsten Instrumente des staatlichen Handelns in der Wirtschaft sind die Geldpolitik und die Fiskalpolitik:
Geldpolitik
Die Geldpolitik konzentriert sich hauptsächlich auf die Steuerung der Geldmenge und der Zinssätze.
Fiskalpolitik
Die Fiskalpolitik umfasst alle Instrumente im Zusammenhang mit Steuern und Staatsausgaben.
Maßnahmen im Konjunkturzyklus
Automatische Stabilisatoren: Diese wirken automatisch verlangsamend auf Rezessionen und Expansionen. Beispiel: Steuern.
Diskretionäre Maßnahmen:
- Expansive Maßnahmen: Diese Maßnahmen dienen zur Förderung der Steigerung der Produktion und einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung.
- Restriktive Maßnahmen: Diese Maßnahmen dienen zur Eindämmung einer übermäßigen wirtschaftlichen Aktivität, um unbeabsichtigte Folgen zu vermeiden.
Finanzpolitik
Haushaltsplan des öffentlichen Sektors: Einnahmen - Ausgaben.
Diese Differenz kann sein:
- Keine: Ausgeglichener Haushalt.
- Positiv: Haushaltsüberschuss.
- Negativ: Haushaltsdefizit.
Wenn die öffentlichen Ausgaben die Einnahmen übersteigen, kann die Lücke durch die Ausgabe von Wertpapieren, also durch Staatsverschuldung "Treasur"), gedeckt werden.
Maßnahmen
Expansive Finanzpolitik: Erhöhung der Ausgaben, Steuersenkungen.
Restriktive Finanzpolitik: Reduzierung der Staatsausgaben, Erhöhung der Steuern.