Islam: Glaube, Kultur und Kunst

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Der Islam: Glaube, Lehre und Tradition

Grundpfeiler des Islam

Der Islam basiert auf dem Koran, dem heiligen Buch, das Muslimen als das offenbarte Wort Gottes gilt. Die Sunna, die Traditionen und Lehren des Propheten Mohammed, dient als zweite wichtige Quelle. Die Überlieferungen der Sunna werden als Hadith bezeichnet.

Zu den wichtigsten Pflichten eines Muslims gehört die Haddsch, die Pilgerfahrt nach Mekka, die mindestens einmal im Leben unternommen werden sollte, sofern Gesundheit und finanzielle Mittel dies erlauben. Später kam der Begriff des Dschihad hinzu, der die Verteidigung des Islam, auch mit kriegerischen Mitteln, rechtfertigen kann.

Der Koran

Der Koran wurde Mohammed über einen Zeitraum von 23 Jahren offenbart. Anfangs wurden die Offenbarungen mündlich überliefert und später auf vergänglichen Materialien niedergeschrieben. Nach Mohammeds Tod wurden sie gesammelt. Der Koran, der im 7. Jahrhundert im Osten entstand, ist in 114 Suren (Kapitel) unterteilt, die wiederum in Verse unterteilt sind. Er weist Bezüge zum Christentum und Judentum auf.

Islamische Herrschaft und Kultur

Der Islam begründete eine theokratische Kultur. Der Kalif, als Nachfolger Mohammeds, vereinte politische und religiöse Führung. Das Islamische Reich erlebte eine rasche territoriale Expansion, die mit der des Römischen Reiches vergleichbar war. Es umfasste sehr unterschiedliche Gebiete, die durch den Islam und die arabische Sprache verbunden waren, wobei lokale Dialekte fortbestanden.

Die Expansion wurde durch die Anpassungsfähigkeit der Araber begünstigt, die kulturelle Elemente der unterworfenen Völker aufnahmen. So wurde das Islamische Reich zu einem Bewahrer des kulturellen Erbes der klassischen Welt. Die islamische Kultur war empfänglich für Einflüsse, aber die Sprachbarriere und religiöse Vorurteile erschweren die Forschung.

Konzeptionelle Bedingungen der Islamischen Kunst

Geographie und Abstammung

Der Islam entstand in der Wüste der Arabischen Halbinsel (heutiges Saudi-Arabien). Die Kunst spiegelt dies wider, indem sie Wasser, Gärten und Pflanzen als Symbole für das Paradies und den Luxus der Oase darstellt.

Die frühen Anhänger des Islam waren oft Nomaden, was die Kunst des Mobiliars (Textilien, Teppiche, Keramik) prägte, da diese leicht transportiert werden konnten.

Vier Konstanten im Islam

  • Sinn für Privatsphäre: Zeigt sich in der Stadtplanung (verwinkelte Straßen, Sackgassen), in der Architektur (Säulenhallen, Raumaufteilung in Moscheen, Labyrinthe in Palästen) und im Wohnungsbau (schlichte Fassaden, vergitterte Fenster).
  • Religiöser Ursprung: Der Islam prägt alle Lebensbereiche.
  • Städtische Tradition: Der Islam ist eng mit der Entwicklung von Städten verbunden.
  • Politisches Symbol: Städte und Gebäude, insbesondere Moscheen, dienten als Ausdruck von Macht und Prestige.

Die Moschee

Die Moschee (arabisch: "Ort der Niederwerfung vor Gott") ist ein zentrales Element der islamischen Kultur und dient als Ort des Gebets.

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