Islam und das Mittelalter: Von Muhammad bis zum Feudalismus
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Islam: Ursprung und Ausbreitung
Die Anfänge des Islam auf der Arabischen Halbinsel
Der Islam entstand im 7. Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel durch den Propheten Muhammad. Er verkündete, dass ihm die Offenbarung durch den Erzengel Gabriel zuteilwurde. Die Doktrin entwickelte sich zu einer monotheistischen Religion, die sich schnell ausbreitete und schließlich als Staatsform auf der gesamten Halbinsel etabliert wurde.
Nach dem Tod Muhammads einigten die Kalifen die Araber und entschieden sich für die Verbreitung der neuen Religion (Islam). Der Heilige Krieg war eine Auseinandersetzung zwischen Ost und West, vermischt mit politischen und wirtschaftlichen Faktoren.
Islamische Lehre (Doktrin)
- Es gibt nur einen Gott (Allah).
- Muslime müssen sich fünfmal täglich in Richtung Mekka verbeugen (beten).
- Sie sollen während des Fastens (Ramadan) enthaltsam sein.
- Sie sollen Almosen an die Armen geben.
- Einmal im Leben soll eine Pilgerfahrt nach Mekka unternommen werden.
Die Zeit nach dem Römischen Reich und die Karolinger
Germanische Völker und das Ende des Weströmischen Reiches
Nach dem Fall des Weströmischen Reiches siedelten sich germanische Völker innerhalb der Grenzen des ehemaligen Römischen Reiches an. Sie übernahmen den Schutz der Grenzen im Austausch gegen Land und wurden teilweise in die Armee integriert. Der Handel kam weitgehend zum Erliegen.
Karl der Große und das Karolingische Reich
Karl der Große hatte die Idee, ein Reich nach dem Vorbild des Römischen Reiches wiederaufzubauen. Er konvertierte zum Christentum und zwang seine Untertanen ebenfalls dazu. Ihm gelang es, ein riesiges Reich zu formen, in dem auch die erste Universität gegründet wurde.
Folgen des Karolingischen Reiches
Nach dem Tod Karls des Großen zerfiel das Reich, da es keinen starken Monarchen mehr gab, der es beschützen konnte. Das Reich spaltete sich, was dazu führte, dass sich die Menschen verstärkt dem Adel zuwandten. Dies leitete den Prozess der Feudalgründung ein.
Die Feudale Gesellschaft
Ursachen und Struktur des Feudalismus
Diese Gesellschaft war von großer Unsicherheit geprägt. Die europäische Bevölkerung suchte Schutz bei Personen, die über die notwendigen Mittel verfügten, da die Wirtschaft rückläufig war. Dies führte zur Etablierung der neuen politischen Machtstruktur des Feudalismus.
Vasallenverhältnisse
Aufgrund ihrer Schwäche boten die Untertanen ihren Lehnsherren Treue, Rat und Hilfe im Austausch für Schutz. Der Vasall übergab sein Land an den Herrn, der wiederum Teile davon an seine eigenen Diener weitergab.
Jede Burg bildete eine eigenständige wirtschaftliche Einheit. Dieses System bot zwar Bedingungen für gesellschaftlichen Aufstieg und Wohlstand, die Gesellschaftsstruktur war jedoch starr und die vermittelten Werte waren stark hierarchisch geprägt.
Die Ständegesellschaft
Die Gesellschaft gliederte sich in verschiedene Stände mit geringer Mobilität:
- Der Adel: König, Herren, Ritter und Vasallen.
- Der Klerus: Die religiösen Funktionsträger.
- Die Bauern und Schurken: Sie hatten soziale und kulturelle Funktionen. Man unterschied zwischen freien Bauern (dem Herrn unterstellt) und den Sklaven (Sero, die dem Herrn vollständig dienten).
Wirtschaft und Kirche
Die Wirtschaft des Dorfes
Die Basis der Wirtschaft bildete das Dorf und die Ländereien, die den Vasallen zugeteilt wurden. Der wichtigste Ort war die Burg.
Die Rolle der Christlichen Gemeinde
Die Kirche war die wichtigste einigende Kraft und spielte eine zentrale Rolle in der bürgerlichen Verwaltung. Dank des Zehnten und von Landspenden besaß die Kirche großen materiellen Reichtum. Die Kirche war bei allen Lebensereignissen präsent (von der Geburt bis zum Tod).
Die Kirche verfügte über ein eigenes Gerichtswesen: die Inquisition. Ihre mächtigste Waffe war die Exkommunikation.