Islamische Kunst: Architektur, Dekoration und Einfluss
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**Islamische Kunst**
Die islamische Kunst entstand als spezifische künstlerische Sprache, beeinflusst von der Religion und der neuen politischen Organisation, in der die politische und religiöse Macht des Kalifen angenommen wurde. Die islamische Lehre verbietet die Verehrung von Bildern, weshalb die Malerei ausgeschlossen wurde.
**Architektur**
Die islamische Architektur ist durch Eklektizismus gekennzeichnet, d.h. durch ihre Fähigkeit, Elemente aus verschiedenen Kulturen zu adaptieren, neu zu interpretieren und mit ihren eigenen Wurzeln zu verschmelzen, um neue Elemente zu schaffen. Sie übernahmen Formen der westgotischen und römischen Welt und verwendeten Säulen und Pfeiler römischen Ursprungs. Die Bögen waren spitz, halbkreisförmig, hufeisenförmig, gelappt, mixtilinear und verschränkt. Für Decken und Bögen wurde geschnitztes Holz verwendet, wobei Gewölbe und Kuppeln entwickelt wurden. Es gab verschiedene Arten von Kuppeln, wie z.B. die bauchige Kuppel des Kalifats, die aus Nerven gebildet wurde, die sich nicht in der Mitte kreuzen, oder die Gallonada, die aus Gallonen oder konkaven Segmenten besteht.
**Dekoration**
Die Dekoration spielt eine dominierende Rolle in der islamischen Kunst und nimmt die gesamte Oberfläche des dekorierten Objekts ein. Die verwendeten Materialien waren Gips, Holz, Stein, glasierte Keramik und Wandmalerei. All dies ist das Ergebnis eines großen technischen und chromatischen Reichtums. Sie verwenden byzantinische Mosaike, Stuck und Fliesen, immer mit einem Schema, das auf Wiederholung basiert. Es handelt sich um eine flache Dekoration, deren Motive geometrisch sind. Zwei Arten sind Atauriqe (pflanzliche Motive) und Epigraphik (Schriften).
**Kunst von Córdoba**
**Die Kalifenmoschee**
Die Moschee von Córdoba ist doppelt wichtig, da sie einerseits als Schmelztiegel dient und andererseits das Symbol der Macht der großen Kalifen ist. Sie erfuhr sukzessive Erweiterungen unter der Herrschaft von al-Hakam II., Abd al-Rahman III. und Almanzor. Diese Erweiterungen zeigen die Konsolidierung der Kunst des Kalifats in diesem Gebiet. Jede Moschee muss bestimmte Vorgaben erfüllen, um für das kollektive Gebet nützlich zu sein: Sie muss einen gemeinsamen Gebetsraum (Haram) haben, einen Brunnen (Sabil), der sich normalerweise im Hof (Sahn) befindet, eine Umfassungsmauer (Qibla), die nach Mekka ausgerichtet ist und durch eine Nische im Haram (Mihrab) gekennzeichnet ist, einen Platz vor dem Mihrab, die Maqsura, die dem Kalifen vorbehalten ist, und einen Turm, um die Gläubigen zu rufen (Minarett). Die Anlage besteht aus zwei Teilen: dem Hof mit dem Minarett und dem Brunnen sowie dem Gebetsraum.
**Nasridenkunst**
**Die Alhambra von Granada**
Jeder muslimische Palast hat eine doppelte Funktion: Einerseits befindet sich dort die Residenz des Herrschers und andererseits die Verwaltung. Die muslimischen Paläste haben keine Hauptfassade, sondern eine Achse, um die sich die übrigen Räume strukturieren. Man geht von einem Hof zum anderen und die Räume sind um sie herum angeordnet, wobei der Hof als Zentrum dient. In der Alhambra sind drei Einheiten im Grundriss zu erkennen: der Verwaltungsbereich namens Mechouar, der Palastbereich, der für Empfänge reserviert ist, und schließlich der Wohnbereich, der dem Monarchen vorbehalten ist. In der Alhambra spielen natürliche Elemente eine besonders wichtige Rolle: Wasser und die Präsenz von Pflanzen. Ein weiteres bestimmendes Merkmal ist die Dekoration. Die Ornamente der Moschee von Córdoba sind immer noch vorhanden, beherrschen aber den Raum vollständig.