ITIL-Prüfungsvorbereitung: Incident, Problem & Change Management
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Frage 1: Incident Management
1A. Aktivitäten des Incident Managements
Incident Management umfasst die folgenden sechs Aktivitäten:
- Incident Detection und Recording
- Klassifizierung und First-Level-Support
- Forschung und Diagnostik
- Auflösung und Wiederherstellung
- Incident-Abschluss
- Eigentümerschaft, Überwachung, Verfolgung und Kommunikation
Für jede dieser Aktivitäten sind hier zwei Beispiele für erforderliche Informationen als Ausgang aufgeführt:
- Incident Detection und Recording:
- Incident-Details
- Benachrichtigung über die Auflösung für Benutzer/Kunden
- Klassifizierung und First-Level-Support:
- RFCs zur Lösung des Vorfalls
- Aktualisierte Incident-Details
- Forschung und Diagnostik:
- Detaillierte Incident-Informationen
- Workarounds (Problemumgehungen)
- Auflösung und Wiederherstellung:
- RFCs für die Auflösung des Incidents
- Aktualisierte Incident-Details
- Incident-Abschluss:
- Aktualisierte Incident-Details
- Abschluss-Register
- Eigentümerschaft, Überwachung, Verfolgung und Kommunikation:
- Management-Berichte über den Fortschritt des Incidents
- Kommunikation mit dem Benutzer/Client
1B. Ziele der Incident-Klassifizierung
Die Klassifizierung ist entscheidend für folgende Ziele:
- Verbesserung der Effizienz
- Verbesserung der Servicebereitstellung für Kunden
Beispiele für die Bedeutung der Klassifizierung:
- Steigerung der Effizienz:
- Die Klassifizierung ermöglicht den Abgleich mit bekannten Problemen und Fehlern (Known Errors, KE) aus der Wissensdatenbank.
- Durch gezielte Klassifizierung und Kontrastierung kann das Incident Management schneller und ressourcenschonender agieren.
- Besserer Service:
- Schnellere Bewertung und Bereitstellung von Lösungen durch den First-Level-Support.
- Priorisierung basierend auf den Auswirkungen auf das Unternehmen.
Frage 2: Release Management
2A. Risiken bei "Ready-to-Use" Software-Delivery
Hier sind vier Risiken bei der Umstellung auf ein "Ready-to-Use"-Modell:
- Mögliche Nicht-Erkennung von Abhängigkeiten zwischen Software und Hardware.
- Einführung von Viren durch Umgehung korrekter Verfahren.
- Fehlende zentrale Registrierung in der CMDB, wodurch die Kontrolle durch das Change Management entfällt.
- Fehlende vollständige Tests und Regressionstests, was das Risiko von Bugs erhöht.
2B. Hardware-Management (DHS)
Vorteile der lokalen Verwaltung:
- Schnelle Nachschubversorgung durch Lagerung vor Ort.
- Verfügbarkeit von Ansprechpartnern in jedem Verkaufsbüro.
Vorteile des Outsourcings:
- Kein Platzbedarf für Lagerhaltung in den lokalen Büros.
- Höhere Sicherheit des Materials vor Sachschäden durch externe Lagerung.
Empfehlung: Aufgrund mangelnder interner Expertise bei CTI ist das Outsourcing des Definitive Hardware Stores (DHS) zu bevorzugen.
Frage 3: Problem Management
3A. Performance-Indikatoren
- Verhältnis von reaktivem zu proaktivem Support: Misst die operative Effizienz.
- Bearbeitungszeit von Problemen: Hohe Werte deuten auf Schulungsbedarf bei Spezialisten hin.
- Anzahl der geschlossenen Probleme: Misst die operative Effizienz des Prozesses.
3B. Audits im Problem Management
Weitere mögliche Untersuchungen bei einem Audit:
- Überprüfung der Einhaltung von Eskalationsschwellenwerten.
- Analyse der Ergebnisse aus Trendanalysen zur Identifizierung präventiver Maßnahmen.
- Prüfung der Dokumentationsqualität und Aktualität.
- Überprüfung der Schulungsaufzeichnungen des Personals.
3C. Argumente gegen die Einführung
- Fehlende CMDB: Die Infrastruktur ist nicht erfasst.
- Keine Incident-Aufzeichnungen: Trendanalysen sind unmöglich, Kosten-Nutzen-Rechnungen nicht belegbar.
- Keine Knowledge Base (KB): Wissen kann nicht wiederverwendet werden.
Frage 4: Change Management
4A. KPIs für externe Dienstleister
- Anzahl und Prozentsatz erfolgreicher Changes: Misst die Erfolgsquote.
- Anzahl der durch Changes verursachten Incidents: Misst die Qualität der Implementierung.
- Verhältnis von geplanten zu implementierten Changes: Identifiziert Schwachstellen in der Prozesssteuerung.
- Anzahl der Rollbacks: Misst die Zuverlässigkeit des Prozesses.
Frage 5: Allgemeine Vorteile
5A. Vorteile der Service-Support-Prozesse
- Business: Höhere Servicequalität durch bessere Kommunikation.
- Finanzen: Bessere Bewertung von Abschreibungen durch Configuration Management.
- Mitarbeiter: Höhere Motivation durch klare Erwartungshaltung.
- Innovation: Service Desk als zentrale Anlaufstelle für neue Geschäftsideen.
- Interne Organisation: Effizientere Arbeitsweise durch prozessorientierte Strukturen.