Jazz-Geschichte: Von Cool Jazz bis Fusion und Soul

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Die Entwicklung des Jazz ab den 1950er Jahren

In den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in der Welt des Jazz zwei Trends: die Innovatoren, Anhänger des Bebop, und die Vertreter des neuen Klassizismus, die maßgeblich zur Weiterentwicklung des Jazz beitrugen.

Die Innovatoren suchen neue Wege

  • Cool Jazz: Erschien im Jahr 1950, als der hektische und nervöse Bebop einem ruhigeren und ausgewogeneren neuen Stil wich. Er ist kühl, nüchtern, ohne Vibratos oder emotionale Ausdrücke (Miles Davis – Trompete, Dizzy Gillespie).
  • Third Stream: Eine Bewegung, die sich der klassischen europäischen Musikkomposition annähern will. Hierbei steht die Komposition vor der Interpretation (Gil Evans, Dave Brubeck – Klavier, Miles Davis).
  • Hard Bop: Erschien in New York in der Mitte der fünfziger Jahre. Er wurde von jungen schwarzen Musikern initiiert, die Verfahren und Formen des Bebop aufgriffen, jedoch mit einer noch radikaleren und perfekteren Instrumentalkunst. Er vermeidet das Chaos und ist tanzbar (Jazz Messengers, gebildet vom Schlagzeuger Art Blakey).
  • Free Jazz: Erschien in den sechziger Jahren und manifestierte sich als bewusstes Chaos (Ornette Coleman).
  • Modal Jazz: Ein Stil der sechziger Jahre, der nicht nur auf Dur- und Moll-Tonleitern basiert, sondern alle anderen verfügbaren sogenannten Modi nutzt. Er verwendet charakteristische Modi der griechischen und mittelalterlichen Musik sowie anderer Traditionen und Kulturen (Saxophon: John Coltrane, Miles Davis).

Fusion und Latin Jazz

Fusion: Ein Jazz-Stil, der sich mit Merkmalen anderer Musikrichtungen mischt (brasilianisch, lateinamerikanisch, Rock). Bekannte Vertreter sind Miles Davis und Chick Corea. Eine Unterform ist der Latin Jazz, der Jazz mit karibischer Musik verbindet (Michel Camilo).

Der neue Klassizismus und das Revival

  • Revival: Dieser Stil basiert auf Einfachheit, Klarheit, Melodie und Swing (Al Cohn, Quincy Jones).
  • Rhythm 'n' Blues: Ein einfacher, lebendiger Jazz-Stil, meist mit Gesang, Tanz und Rhythmus, der oft dem Muster des Blues folgt (James Brown, Booker T. & the MG's).
  • Rock 'n' Roll.
  • Gospel: Gesang von Negro Spirituals (Thomas Dorsey, Pianist und Komponist).
  • Soul: Dieser Stil entstand in den späten fünfziger Jahren und übernimmt Merkmale des Gospel, jedoch ohne religiöse Themen (Ray Charles, Otis Redding).
  • Funk: Im Mittelpunkt steht eine Rhythmusgruppe, die mit einem markanten Groove interpretiert wird.

Der Jazz in Katalonien

The Jazz KATALONIEN: Jamboree-Lokal (Pianist Tete Montoliu).

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