John Locke — Erkenntnistheorie, Empirismus und politische Rechte

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Theorie des Wissens: Elemente

3 - Theory of Knowledge:

Einfache Ideen

Elemente: einfache Ideen (sie sind die Grundelemente des Wissens; in diesem Fall ist der Geist passiv: er kann sie weder erschaffen noch zerstören). Sie sind das Material unserer Erkenntnis. Das sind die wirklichen Ideen. Es gibt zwei Arten: Die eine Art kommt aus dem Gefühl, die andere aus der Reflexion.

Komplexe Ideen

komplexe Ideen (verschiedener Art) werden gebildet durch unser Verständnis von Kombinationen einfacher Ideen und durch die Freiheit, sie zu vereinigen. Sie sind ähnlich wie Kombinationen von Buchstaben des Alphabets gebildet. Sie sind potenziell unendlich. Man kann sie einteilen in: Modus, Beziehungen und Substanz. Sie gehören zur Erfahrung.

Politische Theorie

Politische Theorie: State of Art

Menschen sind frei, unabhängig und gleich. "Männer richten sich ausschließlich nach dem natürlichen Sittengesetz; es lehrt, dass Menschen frei und gleich sind und Rechte und Befugnisse besitzen." Männer finden darin ihre Grundlage. Die natürlichen Rechte sind Gleichheit, Freiheit, das Recht auf Selbsterhaltung und Eigentumsrechte. Die Pflicht dieses Gesetzes besteht darin, anderen nicht das Leben zu schaden.

Das Grundprinzip bei Locke ist die Suche nach Freiheit; Eigentum hängt mit Arbeit zusammen. Die zwei Zweige des Naturrechts sind: die Befugnis zur Gesetzgebung und die Befugnis zu bestrafen.

Gesellschaftsvertrag und Zivilgesellschaft

Der Gesellschaftsvertrag: Er schafft neue Rechte, hat aber auch Nachteile: "Es kann vorkommen, dass Individuen das Naturgesetz ignorieren oder Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Inhalts des ungeschriebenen Gesetzes auftreten." Man kann nicht bei jeder Verletzung des Gesetzes automatisch Strafen verhängen.

Es besteht die Notwendigkeit, die natürlichen Rechte in einer organisierten politischen Gesellschaft zu verteidigen. Die Zivilgesellschaft entsteht durch die freiwillige Zustimmung natürlicher Personen zu den Befugnissen einer Autorität, die im Namen aller handelt. Es geht darum, etwas zu schaffen, das in der Natur nicht vorhanden ist.

Die politischen Rechte sind eine Verfeinerung des Naturrechts. Locke geht davon aus, dass es eine Aufteilung der Zuständigkeiten im zivilen Staat geben muss:

  • gesetzgebende Gewalt (sie erzeugt alle anderen, ist die wichtigste und verantwortlich für die Schaffung der Gesetze);
  • Exekutive (die Macht, Strafen zu verhängen; sie macht das Gesetz verpflichtend und ist für seine Ausführung verantwortlich);
  • föderative Kraft (zuständig für die Beziehungen nach außen, also für die Außenpolitik).

Lockes Beitrag zur Philosophie

4 - Wir haben hier einen Ausschnitt aus der Arbeit von John Locke. Seine Studie über den Ursprung von Ideen und Wissen führte die Empiristen zu den einfachsten und grundlegendsten Elementen des Wissens. Diese psychologische Analyse betrachtet Wissen als zusammengesetzt aus Atomen.

Im Gegensatz zu Descartes sind die ersten Elemente des Wissens nach Locke keine angeborenen Ideen, sondern entstehen aus der Erfahrung. Empiristen bestreiten in der Regel die Existenz angeborener Ideen; sie sehen solche dunklen Ideen als nicht notwendig an, um das Bewusstsein zu erklären. Dies gilt für die Philosophie Lockes, die die Kristallisation des modernen Empirismus in einer Theorie des Wissens darstellt. Aus der Sicht der Erfahrung als Quelle der menschlichen Erkenntnis setzt Lockes Arbeit die Tradition von Bacon und Hobbes fort.

Allerdings stimmt Locke auch in mancher Hinsicht mit Descartes überein, insofern er die Rolle der Ideen für das Bewusstsein betont. Der neue Charakter seiner Philosophie gegenüber Bacon und Descartes ergibt sich aus seinem gemeinsamen Zugang zur Philosophie: Sowohl Bacon als auch Descartes wollten einen absoluten Maßstab der Wahrheit auf wissenschaftlicher Grundlage ermitteln. Auf Locke folgen kritisch und unmittelbar Berkeley und konsequent David Hume.


Geschichte der Gesellschaftsmodelle

5 - Im Laufe der Geschichte gab es mehrere Autoren, die über das Modell der Gesellschaft und ihrer Organisation gesprochen haben. Deshalb müssen wir an die Sophisten, Platon, Descartes und in diesem Fall Locke erinnern.

Für die Sophisten war die Gesellschaft etwas Künstliches, vom Menschen Geschaffenes. Für Locke war die Vorstellung, dass der Mensch zuvor in seinem Naturzustand frei war und eine Reihe von Rechten und Befugnissen besaß. Aufgrund einiger Nachteile beschlossen die Menschen, durch einen Pakt eine Zivilgesellschaft zu bilden, um diese Probleme zu lösen. In dieser Gesellschaft behält das Individuum seine Rechte, überträgt aber einige Befugnisse, damit das Gemeinwohl und die Interessen der Bürger geschützt werden.

Im Gegensatz dazu vertreten Descartes und Thomas von Aquin andere Auffassungen. Einige sahen im König die Instanz, die über seine Untertanen herrscht, was zu einer Rechtfertigung der absoluten Monarchie führte. Platon hingegen vertrat die Auffassung, dass die Regierung aus einer Person bestehen sollte, die intellektuell bereit und weise ist und die Ideen kennt.

Vorstellungen vom Menschen

In allen Fällen lassen sich folgende Konzeptionen des Menschen unterscheiden:

  • Platon (Dualismus von Leib und Seele);
  • Descartes (Seele = denkende Substanz, Körper = ausgedehnte Substanz; die Seele ist nicht von der Ausdehnung abhängig);
  • Thomas von Aquin (ähnlich Aristoteles: der Mensch besteht aus Materie und Form — die Seele als Form);
  • Locke (der Mensch ist ein naturgegebenes, freies Wesen, das im Naturzustand lebt und bestimmte Rechte und Befugnisse genießt).

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