Journalistische Sprache: Merkmale und Funktionen
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Journalistische Artikel
Einführung: Die journalistische Sprache
Journalistische Informationen dienen dazu, auf die Informationsbedürfnisse der Menschen zu reagieren. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, fungiert die Kommunikation als Kanal der Massenmedien oder Massenkommunikationsmittel. Es gibt drei wesentliche Funktionen des Journalismus: informieren, bilden und unterhalten.
Die Informationen müssen zuverlässig, aus erster Hand, direkt gegenübergestellt, ausreichend und objektiv sein.
Bildung: Die tägliche Realität wird verfolgt und schafft einen Zustand der Meinungsbildung, indem den Lesern Informationen mit kontrastierenden ideologischen oder wertenden Elementen, Ideen und Argumenten bereitgestellt werden.
Die Unterhaltung tritt in der Presse eher in den Hintergrund; sie wird meist durch Hobbys und Ergänzungen (in der Regel in Sonntagsausgaben) repräsentiert.
Journalistische Artikel sind letztlich das Ergebnis eines Kommunikationsprozesses, der einige charakteristische Merkmale aufweist, die ihn von anderen Texten unterscheiden:
- Der Sender: Die Tätigkeit des Emittenten ist der Journalismus. Der Sender ist als Journalist, Presseagentur oder regelmäßiger Mitarbeiter bekannt.
- Der Empfänger: Er ist anonym, vielfältig und heterogen (unterschiedliche Kulturen und Fähigkeiten). Er nimmt eine passive Rolle im Prozess ein und kann die Authentizität der übertragenen Daten oft nicht unmittelbar prüfen.
- Verschiedene Codes: Es werden sprachliche, typografische (unterschiedliche Größe und Farbe des Drucks) und ikonische Codes (Bilder, Grafiken, Karten) verwendet. All diese Codes sind an der Informationsvermittlung und Bewertung beteiligt. Je nach Genre werden verschiedene Sprachebenen (Umgangssprache, Literatur etc.) genutzt.
- Ziele: Die Nachricht besteht sowohl aus dem konkreten Inhalt als auch aus dem Ziel, zu überzeugen, zu informieren oder einen Geisteszustand zu bilden.
- Situativer Kontext: Dieser setzt sich aus der Gesamtheit der Umstände zusammen, die mit dem Thema verbunden sind: Ort, Zeit des Auftretens, die beteiligten Personen sowie die Bedeutung und Auswirkungen der Tat.
Einfluss der Massenmedien
Die Massenmedien haben im Leben einen enormen Fortschritt in der Verbreitung von Kultur und Information sowie in der Möglichkeit der öffentlichen Teilhabe bewirkt. Dennoch gibt es in ihrer Konzeption einige negative Aspekte:
- Die Verformung von Inhalten durch Vereinfachung, um sie einem Durchschnittspublikum anzupassen.
- Das Ignorieren der Tatsache, dass Empfänger keine homogene Masse sind, sondern individuelle kulturelle Besonderheiten besitzen.
- Ihre konservative Natur und der mangelnde kritische Diskurs als Folge der einfachen Übertragung kultureller Ereignisse durch höhere Ebenen.
- Die Unterordnung unter die Grundsätze der Konsumgesellschaft.
- Die außerordentliche Macht (oft als vierte Gewalt bezeichnet), die als Instrument zur Durchsetzung einer Ideologie dienen kann.
- Die passive Art der Rezeption und die Unmöglichkeit des Dialogs, was zu einer gefilterten Einwegkommunikation führt.
Sprachliche Besonderheiten der Artikel
Irrtümer, Fehler und unangemessene Ausdrücke: Die am weitesten verbreiteten Merkmale sind im Folgenden aufgeführt.
Unsachgemäße Verwendung des Vokabulars: Zum Beispiel beobachtete Angriffe statt Angriffe sehen, oder priorisieren statt Priorität einräumen. Unangemessene Anwendung von Neologismen und Fremdwörtern: Begriffe wie Licht, Leasing, Betrieb, Apartheid, das Thema oder Personation (statt Auftreten). Euphemismen: Verwendung von Begriffen wie Sozialpartner für Gewerkschaften oder Vertreter des Volkes für Politiker. | Verallgemeinerungen: Formulierungen wie gut informierte Quellen oder die gesamte Presse sammelt Informationen. Schöpfung neuer Begriffe: Wortbildungen durch Affixe oder Komposition wie Anklageschrift, Euroskeptiker oder Trash-TV. Übermäßiger Gebrauch von Abkürzungen: Oft ohne Erklärung des Inhalts, wie IVA, Airtel, Fenosa, REPSOL. |