Der Kalte Krieg: Ursachen, Konflikte und die bipolare Welt

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Der Kalte Krieg: Ein globaler Konflikt (1947–1991)

Der Kalte Krieg war ein langer und komplexer Zeitraum zwischen 1947 und 1991, der das Gesicht der Welt maßgeblich veränderte. Es handelte sich um einen globalen Konflikt ohne direkte militärische Konfrontation der Supermächte, geprägt durch wirtschaftliche, politische, ideologische und kulturelle Rivalität zwischen den USA und der UdSSR.

Ursachen und die Entstehung der Feindschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben zwei Großmächte mit unterschiedlichen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsmodellen zurück. Die USA und die UdSSR begannen eine Phase dauerhafter Feindschaft. In politischer und wirtschaftlicher Hinsicht konkurrierten die beiden Mächte, um ihre Wirksamkeit zu beweisen: Eine freie Marktwirtschaft stand der staatlichen Planwirtschaft gegenüber. Diese Rivalität führte zu militärischen Spannungen sowie zum kontinuierlichen Wachstum und der Erneuerung der Waffenarsenale.

Nach dem Krieg half die UdSSR dabei, kommunistische Regierungen in vielen Teilen Osteuropas zu etablieren. Erste Reibungspunkte waren der Iran und Griechenland. Im ölreichen Iran zwangen die USA die UdSSR zum Rückzug. In Griechenland neigte sich die Waagschale durch US-Hilfe zur westlichen Seite.

Die bipolare Welt: Marshall-Plan und Berliner Blockade

Die Welt wurde in zwei von den USA und der UdSSR kontrollierte Blöcke unterteilt. Dies wurde durch zwei Ereignisse besonders deutlich:

  • Der Marshall-Plan: Die USA boten finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau und die Eindämmung der sowjetischen Expansion in Europa an. Das klare Ziel war es, den Kommunismus im verarmten Nachkriegseuropa zurückzudrängen. Die Sowjetunion reagierte darauf mit der Schaffung eines kommunistischen Gemeinsamen Marktes zur Koordinierung der Wirtschaftspolitik.
  • Die Berliner Blockade: Deutschland und Berlin waren in vier Besatzungszonen unterteilt. Da Berlin innerhalb der sowjetischen Zone lag, führte die Berlin-Krise zur endgültigen Trennung zwischen den USA und der UdSSR.

Bündnisse und Stellvertreterkriege

Im Jahr 1949 wurden zwei deutsche Staaten geschaffen: die Bundesrepublik Deutschland (unterstützt durch USA, Großbritannien und Frankreich) und die Deutsche Demokratische Republik (UdSSR). Der westliche Block gründete das Militärbündnis NATO zur Organisation der Verteidigung. Als Reaktion darauf entstand im Osten der Warschauer Pakt.

Der Korea-Krieg

Der Korea-Krieg war die erste militärische Auseinandersetzung zwischen den beiden Blöcken. Korea hatte zuvor zu Japan gehört, wurde aber nach Kriegsende entlang des 38. Breitengrades geteilt: Der Süden wurde von den Alliierten und der Norden von der UdSSR besetzt.

Der Vietnam-Krieg

Der Vietnam-Krieg war einer der schwerwiegendsten Konflikte des Kalten Krieges. Indochina war Teil des französischen Kolonialreichs in Asien und erlebte einen langen Befreiungskrieg. Ein kommunistischer Führer verkündete die Unabhängigkeit Vietnams. Frankreich akzeptierte dies nicht und begann einen Krieg gegen die Kommunisten. Schließlich wurden die Franzosen in der Schlacht von Dien Bien Phu besiegt und zum Rückzug aus Vietnam gezwungen.

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