Kants Erkenntnistheorie und Evolutionäre Erkenntnistheorie im Vergleich

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Grundlagen der Erkenntnistheorie

Definitionen

  • These: Behauptet, stellt fest.
  • Prämisse: Geht von der Prämisse aus.
  • Bsp.: Veranschaulicht.

Immanuel Kants Erkenntnistheorie

Kants Grundsätze zur Erkenntnis

Kant: Alle unsere Erkenntnis fängt mit der Erfahrung an. Außerdem sagt Kant Folgendes: Der Zeit nach geht keine Erkenntnis in uns vor der Erfahrung vorher, und mit dieser fängt alle an. Nichtsdestotrotz behauptet Kant, dass nicht alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anhebt, sondern dass selbst unsere Erfahrungskenntnis ein Zusammengesetztes aus dem sei, was wir durch Eindrücke empfangen, und dem, was unser eigenes Erkenntnisvermögen aus sich selbst hergibt.

Grenzen der Erkenntnis

  • Was über Erfahrung hinausgeht, kann zu keiner Erkenntnis führen.

Quellen der Erkenntnis

Unsere Erkenntnis entspringt aus zwei Grundquellen des Gemüts: Die Vorstellung zu empfangen (Rezeptivität) und das Vermögen (Spontaneität).

Anschauung und Begriffe machen also die Elemente all unserer Erkenntnis aus; sodass weder Begriffe ohne Anschauung, noch Anschauung ohne Begriffe, eine Erkenntnis abgeben können. Dazu sind aber gleichzeitig die Sinnlichkeit und der Verstand nötig.

Raum und Zeit

Wahrnehmungen sind nur im zeitlichen und räumlichen Rahmen möglich.

  1. Raum ist kein empirischer Begriff, sondern dient nur zur Beobachtung.
  2. Es handelt sich um apriorische Erkenntnis.
  3. Bezieht sich auf unendliche Größe.
  4. Ist eine Idee oder Vorstellung.

Evolutionäre Erkenntnistheorie

Grundannahmen der Evolutionären Erkenntnistheorie

Bei der evolutionären Erkenntnistheorie wird behauptet, dass die meisten „Programme“ (wo unser Vorwissen steckt) bei der Geburt schon längst in den Sinnesorganen, im Zentralnervensystem und im Gehirn eingebaut sind. Das heißt, dass wir diese genetischen Informationen unabhängig von aller Erfahrung haben, also a priori besitzen. Nichtsdestotrotz wird gesagt, dass sich diese fast fertigen Programme mit individuellen Informationen, die wir mit der Erfahrung bekommen, ergänzen können.

Außerdem wird gesagt, dass da diese genetischen Informationen erst im Laufe der Evolution entstanden sind und da diese Informationen das Ergebnis aus guten und schlechten Erfahrungen aus Tausenden und Millionen Jahren sind, diese als phylogenetisch oder a posteriori bezeichnet werden können.

Hauptthese der Evolutionären Erkenntnistheorie

Die Hauptthese der Evolutionären Erkenntnistheorie ist folgende: Der Mensch ist ein Produkt der Evolution, also müssen auch seine Denk- und Erkenntnisstrukturen evolutiv entstanden sein. Das heißt, wenn es eine genetische Evolution der Lebewesen gegeben hat, dann müssen auch das Denken des Menschen und sein Erkenntnisvermögen Teil dieser Evolution gewesen sein. Dann war es nicht nur möglich, sondern notwendig, dass sich unser Denken an die realen Strukturen der Welt angepasst hat.

Falsifikation und das Induktionsproblem

Das Induktionsproblem

Die Frage, ob und wann induktive Schlüsse berechtigt sind, bezeichnet man als Induktionsproblem (Ejemplo Schwäne: von Einzelfällen wird auf ein allgemeines Gesetz geschlossen – Verifikation unmöglich).

Falsifikation nach Popper

  • Alle Theorien sind Hypothesen.
  • Wissenschaft ist das Suchen nach Fehlern in ihren Hypothesen (Falsifikation).
  • Keine Theorie ist wahr, sondern immer nur wahrheitsähnlich.
  • Solange ein System oder eine Theorie der Falsifikation standhält, bewährt sie sich.

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