Kants Kategorischer Imperativ: Pflicht, Moral und Gesellschaftsvertrag
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Herausforderungen: Die Notwendigkeit des Handelns
Eine Notwendigkeit ist ein Befehl, ein praktisches Prinzip, das uns vorschreibt, wie wir handeln sollen. In der Kantischen Ethik sind diese Befehle die kategorischen Imperative.
Der Kategorische Imperativ: Ein moralisches Mandat
Der kategorische Imperativ ist ein moralisches Mandat, das uns verlangt, nur dem zu folgen, was unsere Vernunft diktiert. Dies ist ein einzigartiges und universell gültiges Mandat für alle.
Allgemeine Formulierungen des Kategorischen Imperativs
Weitere allgemeine Formulierungen des kategorischen Imperativs besagen:
- Handle so, dass die Maxime deines Handelns zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.
- Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person als auch in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.
- Handle so, als ob du durch deine Maximen ein gesetzgebender Angehöriger eines möglichen Reichs der Zwecke wärst.
Pflicht und moralisches Gesetz
Der kategorische Imperativ ist die Grundlage der Pflicht. Er ersetzt jede Art von äußerem Zwang auf das Individuum und basiert auf der Achtung vor dem moralischen Gesetz.
Pflicht bedeutet, aus Achtung vor allen Menschen zu handeln, zu jeder Zeit, ohne persönliches Interesse oder andere Motive. Wir dürfen nur auf der Grundlage unseres Gewissens handeln, das uns die Pflicht auferlegt:
- Wir müssen die Wahrheit sagen, weil unser Gewissen es uns gebietet. Wir müssen die Wahrheit sagen, ohne weitere Überlegungen – nicht weil es uns passt, weil wir es angenehm finden oder weil es unsere religiösen Überzeugungen vorschreiben.
Die Notwendigkeit einer vernünftigen sozialen Ordnung
Wir müssen eine vernünftige soziale Ordnung auf der Grundlage von Gesetzen finden, die sowohl die Freiheit des Einzelnen als auch den Wunsch nach Frieden und die Abwesenheit von Despotismus garantieren.
Kants Gesellschaftsvertrag
Dieser Gesellschaftsvertrag, von dem Kant spricht, ist ebenfalls eine hypothetische Situation, in der Individuen, die ihre Sicherheit und ihr Überleben im Naturzustand garantiert haben, vereinbaren, einen Rechtsrahmen zu schaffen, der respektiert werden muss und der Gleichbehandlung für alle Individuen sicherstellt.
Frieden durch Überwindung egoistischer Tendenzen
Nur so können die Menschen ihre egoistischen und aggressiven Tendenzen überwinden und einen Horizont des Friedens genießen.