Kants Philosophie: Analytische und synthetische Urteile
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Philosophie-Wörterbuch: Analytische und synthetische Urteile
Analytische Urteile (auch als analytische Auswahl bezeichnet) sind all jene, deren Prädikat im Subjekt enthalten ist und deshalb keine zusätzlichen Informationen bietet. Ein Beispiel wäre der Satz: "Das Dreieck hat drei Winkel."
Synthetische Sätze und Urteile
Synthetische Sätze, auch als synthetische Urteile bekannt, sind solche, bei denen das Prädikat dem Gegenstand zusätzliche Informationen gibt, die über das komplette Prädikat hinausgehen. Ein Satz dieser Art wäre: "Dieser Abend ist kalt."
A priori und kontingente Sätze
Notwendige Sätze (Auswahl erforderlich): Als Teil einer Studie namens a priori sind dies all jene, die wir alle kennen; sie sind universell und notwendig, um zur Kenntnis zu gelangen. In diesem Fall müssen notwendige Sätze zu den analytischen gehören, da beide nicht durch Erfahrung gekennzeichnet sind.
Kontingente Sätze (Selection Quoten): Wie der Name schon sagt, sind diese kontingent und partikulär; es handelt sich dabei um solche aus der Erfahrung.
Kants Erkenntnistheorie und Vorstellungen
Kant und die nachfolgend genannten Sätze entsprechen den synthetischen Urteilen; beide Arten müssen auf der Grundlage von Erfahrung und Wissen betrachtet werden. Vorstellungen sind der Weg zum Bewusstsein des Selbst in sich und werden mit der empirischen Anschauung identifiziert.
Das Verständnis (die Fakultät des Verstandes) erlaubt es uns, ein empirisches Objekt durch Denken und die Darstellungen der Empfindlichkeit zu erkennen. Wissen ist hierbei völlig abhängig von der Erfahrung und stammt aus ihr (a posteriori) durch den Prozess der Abstraktion und Verallgemeinerung.
Metaphysik und Transzendentale Dialektik
Die Metaphysik untersucht das Verhalten jenseits dessen, was in der Erfahrung gegeben ist (Noumena). Das heißt, sie findet keine Anwendung auf die Gruppen der Phänomene und bezieht sich nicht auf das empirische Wissen.
In der transzendentalen Dialektik interessiert Kant das Studium der Metaphysik. Er will herausfinden, ob Metaphysik als eine Wissenschaft gelten kann oder nicht, und beschäftigt sich dabei mit dem Reich der Vernunft.
Die Fakultät der Vernunft und das A priori
Die Vernunft ist die Fakultät, die es uns erlaubt, Zusammenhänge herzustellen und das Wissen des Verstandes zu vereinen. A priori sind die Elemente, Grundsätze und Strukturen des Wissens, die keinen empirischen Ursprung haben, sondern in der Natur der Vernunft selbst liegen.
Dieses Vorwissen ist universell und notwendig. Es ist kein Teil der Erfahrung, aber dennoch notwendig, um gründliche Kenntnisse über sie zu erlangen. Deshalb nennt Kant diese Identifikation transzendental, da sie Erfahrung erst ermöglicht. Beispiele hierfür sind Raum und Zeit (Mathematik).
Erfahrung und Kategorien
Erfahrung bezieht sich auf alles, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Kant nennt dies genauer Empfindlichkeit (Sinnlichkeit), welche die Quelle unseres Wissens ist.
A priori Begriffe beziehen sich auf Wahrnehmungen oder reine Begriffe, die spontan aus dem Verstand entstehen, das heißt, sie entstehen nicht aus der Erfahrung. Diese A-priori-Konzepte nannte Kant Kategorien, welche die Realität der Urteile erst möglich machen. In der Physik entsprechen sie den synthetischen Konzepten.
Skeptische Philosophie
Die skeptische Philosophie basiert auf der Idee, dass absolutes Wissen durch Experimentieren unmöglich ist und nichts eine feste Basis hat.