Kants Philosophie: Kritik der reinen und praktischen Vernunft einfach erklärt

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Immanuel Kant: Eine Einführung in seine Philosophie

Die Philosophie Immanuel Kants wird traditionell in zwei Hauptteile unterteilt:

  • Die Kritik der reinen Vernunft, in der er die Bedingungen der Möglichkeit menschlichen Wissens untersucht.
  • Die Kritik der praktischen Vernunft, in der er die menschliche Moral erforscht und eine neue Ethik begründet, die auf dem praktischen Vernunfteinsatz basiert.

Analyse des theoretischen Vernunftgebrauchs

Kant geht davon aus, dass weder der Empirismus noch der Rationalismus allein Recht hatten, die Quellen menschlicher Erkenntnis oder Erfahrung zu bestimmen. Für Kant ist die menschliche Erkenntnis das Ergebnis der Zusammenarbeit beider:

Die Rolle von Sinnlichkeit und Verstand

Die menschliche Sinnlichkeit kann äußere Wirklichkeit durch fünf Sinne erfassen und ein inneres Bild dessen (das Phänomen) bilden. Die äußere Realität an sich (das Noumenon) bleibt uns unerkennbar, da unsere Wahrnehmung begrenzt ist. Wir wenden eine apriorische Struktur unserer eigenen Sinnlichkeit – Raum und Zeit – auf die wahrgenommenen Eindrücke an. Das Phänomen ist somit eine Schöpfung des Subjekts.

Aus diesen Phänomenen entwickelt der Verstand unsere empirischen Begriffe. Dies geschieht durch angeborene Formen bestimmter Begriffe, die wir in uns tragen: die Kategorien. Diese Kategorien ergeben nur dann Sinn, wenn sie auf Phänomene angewendet werden. Die Begriffe der allgemeinen Urteile werden durch den Verstand gebildet und suchen zunehmend die Verbindung untereinander.

Grenzen der Metaphysik

Auf der Suche nach dem Unbedingten, dem Grund für die Verfolgung der drei Ideen der Metaphysik (Gott, Seele und Welt), kommt Kant zu dem Schluss, dass diese nicht erkannt werden können.

Kants Ethik und Moral

Die Autonomie des Willens

Für die Ethik rücken die drei genannten Ideen wieder in den Vordergrund. Kant schlägt eine Ethik vor, die das Glück nicht primär definiert, da dies den sittlichen Wert mindern würde. Entscheidend ist nur, dass Handlungen als wertvoll gelten.

Förderung der moralischen Autonomie

Kant legt Wert darauf, dass jeder Mensch seine spezifischen Handlungen danach beurteilt, ob sie mit der formalen Regel der Ethik übereinstimmen. Die Universalität der Handlungen ist das Kriterium der Rationalität. Die Tugend besteht darin, dem Ruf der rationalen Erkenntnis zu folgen, der durch den Kategorischen Imperativ geprägt ist.

Die Rolle der Metaphysik im Verhalten

Die Metaphysik wird von Kant als ein unerreichbares Objekt für unsere Vernunft betrachtet, dessen bloße Anwesenheit jedoch sowohl das Wissen als auch das menschliche Verhalten utopisch prägt.

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