Kants Transzendentale Ästhetik und Analytik

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Transzendentale Ästhetik

Transzendentale Erkenntnis ist alles, was sich mit unseren Vorstellungen a priori beschäftigt. Beispiel: Raum und Zeit. Dies ist das Studium der reinen a priori Bedingungen der Sinnlichkeit.

Die Struktur der Erkenntnis gliedert sich in zwei Teile:

  1. A priori
  2. A posteriori

Kant beginnt das Spiel mit der Annahme der Existenz synthetischer Urteile a priori in der Physik und Mathematik. Diese Versuche werden untersucht, um festzustellen, ob solche Urteile möglich sind. Aus dieser Forschung wird sich zeigen, ob die Existenz solcher Urteile in der Metaphysik möglich ist.

Das a priori kommt durch die Sinne. Der Beitrag liegt vor den Sinnen. Wo ist das a priori in der Mathematik? Kant sagte, dass es von vornherein als Möglichkeit in unserem Geist existiert, dass es mathematisch möglich ist, Raum und Zeit zu organisieren. Es muss eine Vorschul-Erfahrung als Raum-Zeit- oder temporäre Speicherfähigkeit geben.

Die kopernikanische Wende

Im Laufe der Geschichte hat das abendländische Denken Theorien der Erkenntnis entwickelt (realistische Theorien). Die kopernikanische Wende bedeutet eine Änderung der Perspektive: Es basiert nicht darauf, dass die Realität zu uns kommt, sondern darauf, dass wir die Wirklichkeit organisieren. (Dies ist transzendental).

Traditionell glaubten Denker wie Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin usw., der Mensch sei das Zentrum und andere Dinge kämen zu ihm. Kopernikus sagte, wir seien nicht im Zentrum, wenn wir Teil des Äußeren sind.
Kant sagte, die Welt komme nicht zu uns, es sei denn, wir organisieren sie nach unseren Fähigkeiten, aber sie konfiguriert sich nicht selbst.
Descartes ging noch weiter und verneinte diese Möglichkeit radikaler, indem er sich nur auf die Mathematik stützte, d. h. wir dürfen nicht menschlich sein, wenn keine Zahlen existieren.

Transzendentale Analytik

In der Transzendentalen Analytik untersucht Kant die Vermögen des Geistes und zeigt, welche die Bedingungen sind, die synthetische Urteile a priori in der Physik ermöglichen.

Die Transzendentale Analytik ist die Wissenschaft des Verstandes und die Kenntnis der Grundlage, aus der wir Objekte oder Dinge a priori denken.

Um ein Objekt zu erkennen, müssen durch den Verstand synthetische Urteile a priori gefällt werden. Nach Kant gibt es im Geist folgende Kategorien:

  • 1. Kategorien der Quantität: basieren auf Einheit, Pluralität und Totalität.
  • 2. Kategorien der Qualität: basieren auf Realität, Negation und Limitierung.
  • 3. Kategorien der Relation: basieren auf Substanz und Akzidens, Kausalität und Gemeinschaft/Reziprozität.
  • 4. Kategorien der Modalität: basieren auf Möglichkeit/Unmöglichkeit, Existenz/Nichtexistenz und Notwendigkeit/Kontingenz.

1. Kategorien der Quantität

Diese ermöglichen es, zwischen Ereignissen zu unterscheiden, die nur einmal (Einzelheit), mehrmals (Pluralität) oder immer (Totalität) auftreten können. Diese Fähigkeit muss vor der Erfahrung im Verstand vorhanden sein.

2. Kategorien der Qualität

Dies beschreibt die Art und Weise, wie wir uns ein Ereignis vorstellen. Die Eigenschaften können in der Natur der Realität (Erfüllung aller Spezifikationen), der Art der Limitierung (nur einige Spezifikationen erfüllend) und der Art der Negation (keine Eigenschaft erfüllend) vorkommen.

3. Kategorien der Relation

Dies ist die a priori Fähigkeit, ein Objekt mit Eigenschaften zu identifizieren. Bezüglich Substanz und Akzidens besteht die Fähigkeit, im Voraus zu bestimmen, ob diese Stoffe Akzidentien sind. Bezüglich Kausalität und Wirkung besteht die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung von etwas. Bei Gemeinschaft und Reziprozität gibt es eine einheitliche Wirkung und gegenseitige Beziehungen, bei denen etwas eine Wirkung auf das Ding hat.

4. Kategorien der Modalität

Dies betrifft die Möglichkeit, die wir für eine bestimmte Komponente haben können.

  • Möglichkeit oder Unmöglichkeit: Ein Ereignis ist möglich oder unmöglich, Dinge, die nicht vorher betrachtet werden.
  • Existenz oder Nichtexistenz: Es kann analysiert werden, wie etwas durchführbar existieren kann oder nicht.
  • Notwendigkeit oder Kontingenz: Die Fähigkeit zu analysieren, ob etwas als notwendig oder zufällig entsteht.

Die Kategorien sind die Bedingungen der Möglichkeit, und parallel dazu stehen folgende Urteile:

Urteile zu den Kategorien
  • Kategorie Einheit: Allgemeine Urteile
  • Kategorie Mehrzahl: Partikulare Urteile
  • Kategorie Totalität: Einzelurteile
  • Kategorie Realität: Negative Urteile
  • Kategorie Negation: Studien zur Verweigerung
  • Kategorie Limitierung: Urteile der Unbestimmtheit
  • Kategorie Substanz/Akzidens: Kategorische Urteile
  • Kategorie Ursache/Wirkung: Trial-Szenarien
  • Kategorie Gemeinschaft und Reziprozität: Disjunktive Urteile
  • Kategorie Möglichkeit und Unmöglichkeit: Problematische Urteile
  • Kategorie Existenz/Nichtexistenz: Assertorische Urteile
  • Kategorie Notwendigkeit/Kontingenz: Apodiktische Urteile

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