Kants Transzendentale Ästhetik: Raum und Zeit erklärt

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Kants Transzendentale Ästhetik

Raum und Zeit sind für Kant A-priori-Formen der Sinnlichkeit, reine Anschauungen oder transzendentale Bedingungen der Sinnlichkeit. Der Raum ist die A-priori-Form der äußeren Sinnlichkeit. Die Zeit ist die A-priori-Form der inneren Sinnlichkeit.

Definition der Formen und Anschauungen

Formen sind: Während Inhalte Sinneseindrücke wie Farben oder Töne darstellen, sind Raum und Zeit die Art und Weise, wie wir diese bestimmten Eindrücke wahrnehmen.

  • A priori: Sie stammen nicht aus der Erfahrung. Es handelt sich um Anschauungen, die keine Begriffe des Verstandes, sondern sinnliche Daten sind.
  • Rein: Sie sind leer von empirischem Inhalt. Raum und Zeit fungieren wie zwei leere Koordinaten, in denen Sinneseindrücke sortiert werden.
  • Transzendental: Sie befinden sich im erkennenden Subjekt und stehen über den sensorischen Daten.

Die Rolle der Sinnlichkeit

In der Sinnlichkeit: Dies bezeichnet das sinnliche Wissen. Kant unterscheidet zwischen externer und interner Sinnlichkeit. Unsere Eindrücke aus der externen Sinnlichkeit (wie Farben und Töne) werden nach Raum und Zeit geordnet. In der inneren Sinnlichkeit hingegen werden unsere internen Eindrücke (Erfahrungen, Vorstellungen, Erinnerungen etc.) rein zeitlich geordnet. Die Ordnung der sinnlichen Daten durch Raum und Zeit produziert Phänomene oder – was dasselbe ist – Erfahrung.

Synthetische Urteile a priori

Kant vertritt die Meinung, dass die Möglichkeit der synthetischen Urteile a priori in der Mathematik genau davon abhängt, dass Raum und Zeit reine Anschauungen sind. Die Arithmetik und die Geometrie befassen sich jeweils mit der Zeit und dem Raum. Dass die Geometrie für die Bestimmung der Eigenschaften des Raums verantwortlich ist, scheint leicht akzeptabel zu sein. Dass die Arithmetik mit der Zeit zu tun hat, ist jedoch eine speziellere Erklärung.

Mathematik und Erfahrung

Mathematische Urteile basieren auf Raum und Zeit. Da Raum und Zeit transzendentale Bedingungen sind, die unabhängig von jeder besonderen Fachkenntnis existieren, sind die Urteile der Mathematik a priori. Da alle Gegenstände unserer Erfahrung in Raum und Zeit gegeben sind, unterliegen sie notwendigerweise den Studien der Mathematik. Das bedeutet, sie sind universell und notwendig ohne Ausnahme möglich.

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