Kants Transzendentaler Idealismus und die Aufklärung

Eingeordnet in Philosophie und Ethik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,32 KB

Kants Transzendentaler Idealismus

Die philosophischen Strömungen des transzendentalen Idealismus Kants. Der Begriff Idealismus klingt zwar nach der platonischen Ideenlehre, aber Kant verwendet ihn in einem anderen Sinne. Kant kritisiert und analysiert die Kräfte des menschlichen Wissens durch die Vernunft.

Die Rolle des Subjekts im Erkenntnisprozess

Der Idealismus macht geltend, dass das erkennende Subjekt (das cognosciente) bestimmte Strukturen oder Formen des Wissens (die transzendentalen Formen) besitzt, die die Erfahrung des Wissens erst ermöglichen. Das heißt, die Dinge müssen durch diese Formen hindurchgehen, um erkannt zu werden, und werden so zu Objekten des Wissens. Für Kant sind diese Strukturen leere, allgemeingültige Formen des Inhalts, die uns allen als Menschen eigen sind: Sie sind menschliche Formen des Wissens. Diese leeren Strukturen werden genau im Moment der Erkenntnis gefüllt. Die Formen machen Dinge zu Objekten des Wissens (Dinge, die durch die sogenannten transzendentalen Formen des Wissens erkannt werden können).

Kants Kopernikanische Wende der Erkenntnis

Vor Kant gab es zwei unabhängige Elemente in der Erkenntnis: das Subjekt und der Gegenstand. Kant kehrt diese Elemente um, indem er feststellt, dass sich die Gegenstände nach den Formen des Wissens richten, die das Subjekt vorgibt. Dies wird als die Kopernikanische Revolution in Kants Erkenntnistheorie bezeichnet.

Kant und die Aufklärung

Man darf nicht vergessen, dass Kant der Vater der deutschen Aufklärung ist. Die Aufklärung ist eine Bewegung, die in England begann und durch das Vertrauen in die Macht und Autonomie der Vernunft gekennzeichnet ist. Die Aufklärung ist die Befreiung des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.

Merkmale der Aufklärung

Der kritische Geist ist vielleicht das typischste Merkmal der Aufklärung. Diese kritische Haltung drückt sich vor allem in der entschiedenen Ablehnung der Tradition aus, die eine schwere Last darstellt und Überzeugungen sowie Vorurteile aufrechterhält, die der Emanzipation des Menschen entgegenstehen.

Die Kritik der Vernunft und Toleranz

Die Vernunft soll die Grenzen der eigenen Vernunft festlegen. Kants Kritik würde die Vernunft vor ihr eigenes Gericht stellen. Ein weiteres Ideal ist die religiöse Toleranz, die nicht nur eine friedliche Koexistenz verschiedener Glaubensrichtungen erfordert, sondern auch verhindern soll, dass die Kirche (oder die „Mönche“) zu einem Instrument der Regierung wird.

Wissenschaft als neues Ideal

Die Bewunderung gilt der Wissenschaft, verstanden als praktische und experimentelle Wissenschaft. Die Physik beginnt, die Metaphysik zu verdrängen, und die Wissenschaft nimmt das von Newton dargelegte System als Ideal an.

Philosophen und Wissenschaftler des achtzehnten Jahrhunderts beschreiben die Welt ohne Gott. Die Aufklärungswissenschaft verkündete die Autonomie der Welt gegenüber Gott und proklamierte die Autonomie der menschlichen Vernunft.

Wichtige Vertreter der Aufklärung

Die wichtigsten Vertreter der Aufklärung sind:

  • In England: Hume und Locke.
  • In Frankreich: Montesquieu, Rousseau, Voltaire und Diderot.
  • In Deutschland: Wolff, Lessing und Kant.

Verwandte Einträge: