Karl Marx: Anthropologie, Arbeit und die Entfremdung im Kapitalismus
Eingeordnet in Philosophie und Ethik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,75 KB
Anthropologie und das Wesen des Menschen bei Marx
Für Marx ist der Mensch ein natürliches Wesen, das aus der Natur kommt. Er unterscheidet sich vom Tier dadurch, dass er die Mittel zur Veränderung der Natur produziert, um zu überleben.
Diese Transformation wird durch die Arbeit geleistet. Wir sind produktive, aktive Wesen, die die Notwendigkeit haben, die Natur zu verwandeln, um zu überleben. Durch diese Tätigkeit treten wir in Beziehung zu anderen Menschen.
So formuliert Marx: „Nicht das Bewusstsein der Menschen bestimmt ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein bestimmt ihr Bewusstsein.“
Darüber hinaus ist der Mensch für Marx dem Menschen überlegen; es gibt nichts über dieses Leben hinaus. Der Glaube an Gott ist nur eine Illusion, die aus der Unzufriedenheit der Menschen mit schlechten Lebensumständen entsteht.
Die Entfremdung im Kapitalismus
Die Situation der Menschen im Kapitalismus ist eine Situation der Entfremdung, weil der Mensch, der im Wesentlichen ein arbeitendes Wesen ist, seine Arbeit unter unwürdigen Bedingungen verrichtet. Er verdient nur genug, um zu überleben, was ihm nicht erlaubt, ein wirklich menschliches Leben zu führen.
Diese Situation muss sich ändern, damit die Arbeiter sich in ihrer Arbeit selbst verwirklichen können. Es ist notwendig, dass das Produkt ihrer Arbeit ihnen gehört, um ihre materiellen Bedürfnisse zu erfüllen und ihnen gleichzeitig Zeit zu geben, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ein Mensch zu sein.
Die ökonomische Entfremdung in der Arbeit
Die Entfremdung ist die grundlegende Situation des Arbeitnehmers im Produktionsprozess bei der Durchführung seiner Arbeit.
Marx unterscheidet hierbei zwischen dem Produktionsprozess und dem Produktiven. Der Arbeitnehmer unterliegt bei der Herstellung des Objekts oder Produkts einer Externalisierung: Er tritt aus sich heraus, kommt in Kontakt mit der Natur und mit anderen und unternimmt alle Anstrengungen bei der Entwicklung des Produkts. Dies führt zu einem Verlust von Energie und Verausgabung, was Marx als „Transfer“ bezeichnete.
Die negativen Aspekte des Produktionsprozesses fasst Marx in zwei Hauptpunkten zusammen:
- Das erzeugte Objekt gehört nicht dem Arbeitnehmer, sondern dem Arbeitgeber. Dies führt zur Expropriation des Subjekts.
- Die Arbeit wird als reines Produktionsmittel in einer Produktionskette verwendet, als ein Objekt. Dies bezeichnet Marx als Verdinglichung des Subjekts.
Das Ergebnis ist, dass der Arbeitnehmer in seiner Arbeit nicht erfüllt wird, physisch und psychisch ausgebeutet wird und nicht sich selbst, sondern einem Arbeitgeber gehört.