Karl Marx: Leben, Werk und das Erbe Hegels

Eingeordnet in Sozialwissenschaften

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,82 KB

Karl Marx: Biografie und politisches Handeln

Zusammenarbeit und Exil

Im Herbst 1844 lernte Marx in Paris *Friedrich Engels* kennen. Unter dem Druck der preußischen Regierung wurde Marx aus Paris nach Brüssel ausgewiesen. Dort verfassten Marx und Engels die umfangreiche Schrift *Die deutsche Ideologie*. Diese Arbeit wurde zwar nicht veröffentlicht, diente aber dazu, die Ideen der beiden Philosophen zu klären und sich vom Idealismus und Materialismus der deutschen Philosophie abzugrenzen.

Die Revolutionen von 1848

Im Jahre 1848 brach die revolutionäre Bewegung aus, die sich von der Schweiz über Italien bis nach Frankreich (wo die Zweite Republik ausgerufen wurde) und Preußen sowie den Rest Deutschlands und Österreichs ausbreitete. Marx griff in diese Ereignisse ein und wurde aus Brüssel vertrieben. Er reiste nach Köln, um die Revolution zu unterstützen, und kehrte später nach Paris zurück, wo er 1849 den *Verein der deutschen Arbeiter* gründete.

London, Kapitalismus und die IAA

1849 reiste Marx nach London, das zu seinem ständigen Wohnsitz wurde. Nach den gescheiterten Volksbewegungen von 1848 sah Marx die Notwendigkeit einer Arbeiterpartei, die alle Arbeitnehmer gruppierte. In London studierte er eingehend die politische Ökonomie seiner Zeit und analysierte das kapitalistische System aus erster Hand. Marx gab der Arbeiterbewegung entscheidende Impulse und gründete 1864 die *Internationale Arbeiterassoziation* (IAA).

Hauptwerk und Tod

Während er am ersten Band seines Hauptwerks *Das Kapital* schrieb, verfasste er 1871 auch *Der Bürgerkrieg in Frankreich*, um die revolutionäre Bewegung der Pariser Kommune zu unterstützen. Marx starb 1883 in London.

Das Erbe Hegels und die Spaltung der Schüler

Die Rezeption des Hegelschen Systems

Die Anhänger des Hegelschen Systems unterschieden sich in ihrer Interpretation. Die *Hegelsche Rechte* wollte Hegels Vorstellung vom Staat bewahren, wie sie war, und legitimierte damit das preußische Regime. Sie verteidigten den Staat als die Beendigung des objektiven Geistes und den Raum, in dem Freiheit realisiert wird. Diese Position, die auch die Religionsfreiheit des Christentums befürwortete, wurde von der Macht wohlwollend aufgenommen, obwohl ihre Wirkung als beschränkt galt. Zu dieser Gruppe gehörten Gabler, Erdmann und Fischer.

Die Hegelsche Linke und die Kritik

Die *Hegelsche Linke* hingegen rechtfertigte die bestehende Situation nicht. Sie argumentierte, dass die Bewegung der Geschichte noch nicht abgeschlossen sei. Sie verstand die Dialektik nicht als Rechtfertigung des aktuellen Zustands, sondern als Motor der Veränderung, die über Hegels Rationalitätsvorschlag hinausging. Vertreter der Hegelschen Linken waren unter anderem *Bruno Bauer*, *David Strauß* und *Karl Marx*.

Verwandte Einträge: