Karl Marx: Philosophie, Geschichte und Bedeutung
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Karl Marx: Philosophie, Geschichte und Bedeutung
Marx' Philosophie und ihre Bedeutung
Wir können die Gestalt von Marx als einen deutschen Philosophen einordnen, aus den Reihen der hegelianischen Bewegung, die aus einer kritischen Perspektive analysiert, in manchen Fällen zustimmt und in anderen Fällen die Bedeutung verändert. Er übernahm und veränderte verwendete Begriffe von Ökonomen wie Smith und Ricardo und entwickelte eine neue Kategorisierung, die als Kritik des Kapitalismus verstanden wird. Der Kapitalismus ist eine widersprüchliche Gesellschaft, engagiert in einem unvermeidlichen Klassenkampf, in dem das Proletariat eine wichtige Rolle spielt, weil es in der Produktion eine privilegierte Stellung einnimmt.
Dieser Klassenkampf als objektive Möglichkeit kann zu einer sozialen Revolution führen, die dazu führt, dass eine neue Gesellschaft nach sozialistischen Prinzipien organisiert wird. In dieser neuen Gesellschaft können die Ausbeutung und die Entmenschlichung, die der bürgerlichen Gesellschaft innewohnen, beseitigt werden.
Der Begriff der Arbeit
Der Begriff der Arbeit spielt eine zentrale Rolle in der Theorie von Marx. Der Schlüssel für die Struktur der Gesellschaft liegt in ihrer Ökonomie, und sie ist vor allem durch die Entwicklung ihrer Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse gekennzeichnet. Schon vor Marx hatten Smith und Hegel die wichtige Rolle der Arbeit im Leben der Menschen erkannt, aber beide betrachteten sie als abgeleitet und letztlich abhängig von anderen, wesentlichen Kategorien.
Marx behauptet, dass es in der Produktion des Lebens ist, wo das Wesen der menschlichen Welt offenbar wird: Die sozialen Beziehungen sind das Merkmal jeder Gesellschaft, und die Menschen erhalten eine bestimmte Nutzung der natürlichen Kräfte, die sowohl im Menschen als auch in der Natur vorhanden sind.
Darüber hinaus charakterisiert Marx den Kapitalismus als eine historische Produktionsweise, die in Krisen getrieben wird und radikale strukturelle Veränderungen hervorruft. Die Idee des Kommunismus ist der neue historische Zustand, eine neue Organisation des Lebens der Menschen, die die Entwicklung ihrer eigenen Kräfte und Fähigkeiten ermöglicht. Der Übergang von einer Gesellschaftsform zur anderen erfolgt nicht automatisch, sondern erfordert ein revolutionäres Subjekt.
Für Marx ist das Proletariat nur dann wirklich die revolutionäre Klasse. Der Kommunismus ist bei Marx als eine Gesellschaft gedacht, die nach einer Phase der Transformation erreicht wird. Zunächst nimmt er die Form der "Diktatur des Proletariats" an, die den Weg für eine neue soziale Ordnung frei macht und das Ende der Ausbeutung, der politischen Unterdrückung und der entfremdeten Arbeit einleitet.
Der Begriff des Kommunismus bezeichnet nicht nur eine neue Form der Sozialpolitik, sondern auch eine neue Stufe der menschlichen Entwicklung, die die Verwirklichung aller Forderungen ermöglicht, die sich aus der menschlichen Spezies ergeben.
Kurz: Die Einheit von Marx' Gedanken
Kurz: Marx' Gedanken entwickeln sich zu einer untrennbaren Einheit:
- a) als ökonomische Theorie, die kritisch die Gesetze untersucht, die das Funktionieren der kapitalistischen Gesellschaft und die Kategorien der politischen Ökonomie erklären sollen;
- b) als politische Theorie, die den Kommunismus als ein Ergebnis der Widersprüche und Krisen der kapitalistischen Produktionsweise postuliert und dem Proletariat die Rolle des Subjekts in diesem revolutionären Prozess zuschreibt;
- c) in der Philosophie der menschlichen Erfüllung: Marx kritisiert die kapitalistische Welt als entmenschlichend und ausbeuterisch und schlägt eine Verbesserung hin zu einer humaneren Welt vor.
Max Castell charakterisiert die kapitalistische Welt als entmenschlichende und ausbeuterische Welt und schlägt die Hinwendung zu einer versöhnteren, humaneren Welt vor.
Historischer Hintergrund und Biographie
Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier (Preußen) geboren. Marx entstammte einer wohlhabenden, gebildeten Familie, war aber nicht von Geburt an revolutionär. Nach dem Schulabschluss in Trier setzte er seine Ausbildung an verschiedenen Universitäten fort. Marx war damals dem Hegelschen Idealismus zugewandt und gehörte in Berlin dem Kreis der "Linkshegelianer" an.
Im Herbst 1843 zog Marx nach Paris, um an einem radikalen wirtschaftspolitischen Magazin mitzuarbeiten. Dort lernte er Friedrich Engels im Jahr 1844 kennen; Engels wurde sein engster Freund. Beide gehörten revolutionären Gruppen in Paris an, wo sie die Theorie des Kommunismus weiterentwickelten. Marx wurde aus Paris als gefährlicher Revolutionär ausgewiesen.
Im Frühjahr 1847 traten Marx und Engels dem Bund der Kommunisten bei, der das berühmte "Kommunistische Manifest" verfasste.
Das Elend erstickte beinahe Marx und seine Familie: Hätte Engels die finanzielle Unterstützung nicht fortgesetzt, wäre Marx zwangsläufig der Last der Armut erlegen.
Marx wurde aus Deutschland ausgewiesen; er kehrte nach Paris zurück, wurde dort ebenfalls ausgewiesen und ging dann nach London, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.
Die Eskalation der demokratischen Bewegung führte Marx zur praktischen Tätigkeit. Im Jahre 1864 wurde in London die berühmte Erste Internationale, der Internationale Arbeiterverband, gegründet. Marx war die treibende Kraft dieser Organisation und ihr führender Kopf bis 1874.
Seine umfangreiche Arbeit in der Internationalen und seine theoretischen Arbeiten untergruben seine Gesundheit; Marx starb schließlich am 14. März 1883.
Die Geschichte der Menschheit im zwanzigsten Jahrhundert ist in vielerlei Hinsicht unter dem Einfluss der Diskussionen um Marx' Ideen ausgetragen worden, vor allem für oder gegen Politiker, die Marx' Lehren als gemeinsame Richtlinien nutzten (Sowjetunion, China usw.).