Katalanische Literatur des 20. Jahrhunderts

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Kredite

Estrangerismes – nicht im Standardwörterbuch anerkannt; in unsere Sprache eingeführte Wörter. Beispiel: Affäre, natürlich.

Bulgarismes

Bulgarismes – Wörter, die Teil des Lexikons sind, jedoch volkstümlich oder defekt und umgangssprachlich verwendet werden. Beispiel: Llavonses.

Avantgarde-Poesie

Die Avantgarde-Poesie: In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts vollzog sich ein Übergang und eine Umkehrung in der künstlerischen und literarischen Praxis. Diese Strömungen waren gekennzeichnet durch den Wunsch, mit der bestehenden Ordnung zu brechen und zu experimentieren. Dies ist ein Bruch mit traditionellen Ausdrucksformen: grammatische Verstöße gegen Regeln und Konventionen, die Veränderung der gewohnten Bedeutung von Wörtern, die Einbeziehung poetischer Sprache und visueller Mittel. Innerhalb dieser Strömungen wurden verschiedene Namen geprägt, etwa die Betonung von Realismus und Futurismus.

Futurismus

Futurismus entstand im Jahr 1909 mit der Veröffentlichung des futuristischen Manifests des italienischen Schriftstellers Filippo Tommaso Marinetti. Diese Bewegung forderte die Abschaffung sentimentaler Elemente in der Kunst und schlug eine direkte, teils aggressive Sprache vor; sie zeigte Wagemut, eine Vorliebe für Gewalt, die Verherrlichung der Maschinen, Geschwindigkeit, Bewegung und Freiheit. Kalligramme und Collagen sind Formen dieser Bewegung. Autor: Joan Salvat-Papasseit.

Surrealismus

Surrealismus erschien im Jahr 1924 mit dem Manifest des Surrealismus von André Breton. Diese Bewegung setzte auf die Kraft origineller, irrationaler, aber stets evokativer Bilder. Die Dichter greifen oft auf den Schlaf zurück, in dem sich alle verborgenen Wünsche des Unterbewusstseins offenbaren. Das automatische Schreiben versucht, Gedanken möglichst genau zu transkribieren; hier sind Namen wie Porcel Rosselló zu nennen.

Die Literatur des Krieges

Im Jahr 1939, als der Bürgerkrieg beendet war, wurden viele Intellektuelle und Schriftsteller, die der Republik treu geblieben waren, ins Exil in anderen Ländern gezwungen. Die Situation der katalanischen Sprache und Kultur durchlief in den folgenden rund 20 Jahren eine kritische Phase. Franco wollte die Kultur des Katalanischen, Galicischen und Baskischen zugunsten einer einheitlichen spanischen Kultur auslöschen. Katalanisch wurde sogar in Telefonaten verboten. Unsere Autoren setzten ihre Arbeit in den Dienst der katalanischen Sprache und Kultur. Viele Werke wurden im Verborgenen präsentiert. Die Verbannten in Europa oder Amerika verarbeiteten ihre Erfahrungen in zahlreichen Werken und thematisierten das Gefühl der Niederlage.

Surrealismus (Wiederholung)

Surrealismus erschien im Jahr 1924 mit dem Manifest des Surrealismus von André Breton. Diese Bewegung zog den vollen Wert origineller, irrationaler, aber stets evokativer Bilder. Die Dichter greifen oft auf den Schlaf zurück, in dem sich alle verborgenen Wünsche des Unterbewusstseins offenbaren. Das automatische Schreiben versucht, Gedanken genau zu transkribieren; hier ist erneut Porcel Rosselló erwähnt.

Die Literatur des Krieges (Wiederholung)

Im Jahr 1939, als der Bürgerkrieg beendet war, wurden viele Intellektuelle und Schriftsteller, die der Republik treu geblieben waren, ins Exil gezwungen. Die Lage der katalanischen Sprache und Kultur durchlief in den folgenden 20 Jahren eine extrem kritische Phase. Franco wollte die Kultur des Katalanischen, Galicischen und Baskischen vernichten, um die „einzigartige“ spanische Kultur zu etablieren. Katalanisch wurde sogar bei Telefongesprächen verboten. Unsere Autoren setzten ihre Arbeit in den Dienst der katalanischen Sprache und Kultur. Werke wurden in den eigenen Häusern vertreten. Die Verbannten in Europa oder Amerika reflektierten ihre Erfahrungen in zahlreichen Werken, in denen das Gefühl der Niederlage erkennbar ist.

Lyrik

Lyrik: Dieses literarische Genre wurde bevorzugt verbreitet: durch Aufführungen, private Lesungen, Publikationen oder Ausgaben in Zeitungen, oft toleriert trotz heimlicher Zensur, da die Dichtung als Minderheitsgenre galt. Häufige Themen: Kriegskonflikte, Exil, Klagen über eine verlorene Welt und die Treue zu Sprache und Kultur.

  • Dichter: Carles Riba (z. B. Elegien von Bierville), Miquel Martí i Pol? (Hinweis: im Original stand "Michael Sweet" — hier wurde der Name nicht geändert, außer orthografisch), JV Foix, Salvador Espriu.

Narrative

Narrative: Trotz einiger Rückschläge wie Zensur oder fehlender Schulbildung auf Katalanisch entwickelte sich die erzählerische Form bemerkenswert weiter. Häufige Themen sind Krieg, Konzentrationslager und Exil.

Autoren: Pere Calders, Agustí Bartra (Cris Arme 200000 wird im Original genannt), Vicens Riera Llorca.

Katalanische Fiktion bereichert sich durch die Orte und Länder, in denen die Figuren selbst im Exil leben.

Theater

Theater: Seit 1946 traten wieder Vertreter der katalanischen Klassik und aktive Autoren hervor, obwohl die politische Lage unsicher war. Damit konnten Theaterunternehmen kommerzielle Aktivitäten wieder aufnehmen und die bürgerliche Komödie gefördert werden.

Es entstanden auch Werke, die vor dem Krieg geschrieben wurden: etwa Die Herrlichkeit der Herberge / CFE Marine. Im Nachkriegsdrama wurden die Stücke zunehmend kritischer und zeitgemäßer, und die Figuren erhielten eine größere psychologische Tiefe. Beispiel: La Fortuna de Silva.

Auf den Balearen wurde die Theaterkunst in Katalanisch erst 1947 wieder aufgenommen, und dann meist in Aufführungen, in denen Katalanisch für komische oder melodramatische Aktivitäten verwendet wurde. Autor: Llorenç Villalonga (Faust).

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