Katalanische Literatur: Salvador Espriu & Vicent Estellés
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Lektion 8: Salvador Espriu
Salvador Espriu war ein katalanischer Dichter, Dramatiker und Romancier. Sein Werk ist gekennzeichnet durch eine Mischung aus extremem Intellektualismus, deskriptiven Abfragen und einer oft ätzenden Singularität. Sein idiomatischer Reichtum, die komplexen Themen und Quellen sowie die Fähigkeit, transzendente Themen in der Geschichte zu beschreiben, führen dazu, dass er gemeinsam als einer der bedeutendsten Autoren der katalanischen Literatur des 20. Jahrhunderts betrachtet wird.
In seinem ersten Gedichtband, Friedhof von Sinera, beschwor Espriu eine durch den Krieg zerstörte Welt herauf. Die folgenden vier Bücher (Frau Tod, Spaziergang und Mauer sowie Das Ende des Labyrinths) wurden als lyrischer Zyklus bezeichnet und stellen einen Pfad dar, der zur Internalisierung der mystischen Erfahrung von Das Ende des Labyrinths führt.
Das Buch mit der größten Resonanz des Autors ist Die Stierhaut, das den Charakter eines bürgerlichen Diskurses annahm und in dem der Autor über allgemeine Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz sprach. Das Stück wurde im Geiste als realistisch eingestuft. Die große Resonanz führte dazu, dass seine Gedichte vertont und von Raimon gesungen wurden. Dies trug zur Popularisierung eines Werkes bei, das praktisch bis zum Tode des Dichters gelesen wurde und das patriotische Bewusstsein sowie die nationale Moral in der katalanischen Gesellschaft stärkte.
Top 7: Vicent Andrés Estellés
Vicent Andrés Estellés begann nach dem Krieg, Lyrik zu schreiben, wurde aber vor allem in den 70er Jahren bekannt. Seine Dichtung ist nicht leicht einzuordnen, da sie fruchtbar, originell und überschwänglich ist. Er ist ein Dichter der wunderbar leidenschaftlichen Darstellung des Alltags. Seine Themen sind:
- Liebe
- Tod
- Sex
- Angst
- die Frau
In seinen Beschreibungen ist er ein Dichter der Details, der Zärtlichkeit, Wut, Sarkasmus und Liebe zum Ausdruck bringt, um die Herrlichkeit und das Elend eines Landes darzustellen. Er baut seine literarische Sprache auf der klassischen valencianischen Poesie des 15. Jahrhunderts, der Sprache zeitgenössischer Werke der katalanisch-valencianischen Literatur und der Umgangssprache auf, die er in seiner Kindheit in Horta lernte.
Er präsentiert sich als Interpret der Forderungen des Volkes. Die Heimat ist für ihn das kollektive Drama einer Sprache, die Tragödie der Kultur. Für Estellés wird der spezifische Tod seiner Tochter zu einem Friedhof, einer Nische usw. Doch auch eine zwanghafte Anziehungskraft der Liebe erscheint in seinen Gedichten in einer vielfältigen Palette an Gefühlen, die vom direkten Ausdruck der Sexualität bis hin zu komplexeren Erscheinungsformen des Begehrens reicht.
Die Poesie zeigt auch Estellés' besonderen Stil und seine Rhetorik sowie eine Parodie auf die klassische Tradition der Eklogen oder Themen der valencianischen Renaixença. Estellés ist eine sehr persönliche Stimme in der zeitgenössischen katalanischen Literatur Valencias. Dank seines Stils, des klaren Sprachgebrauchs bei der Formulierung und der Beherrschung der Ausdrucksform ist er eng mit Leidenschaft verbunden und leicht als populärer Dichter wahrzunehmen.