Keltische Kreuze, Inschriften und westgotische Architektur

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Klösterliche und kirchliche Skulpturen

Vor allem im klösterlichen oder kirchlichen Kontext findet sich eine große Zahl von Reliefs und Kreuzdarstellungen. Viele Werke sind sehr einfach gehalten. Zahlreiche Autoren wollten sie sehen; die Technik des Schnitts erinnert fast an die Holzschnitzerei. Viele Stücke wurden aus Holz gefertigt, und einige sind bis heute erhalten geblieben.

Wichtige Inschriften auf Steinen (Ogham)

Wichtig sind die sogenannten Stones Ogham (Inschriften auf den Steinen):

  • Drumaqueran: darauf ist ein Chrismon eingraviert.
  • Geruch
  • Neuanfragen

Komplexer ist ein lateinisches Kreuz mit dem Alpha und Omega, die an den horizontalen Armen des Kreuzes hängen. Diese Teile sind als symbolische Elemente zu verstehen und erinnern an einige der Goldarbeiten.

Monumentale Kreuze

Auffällig sind die monumentalen Kreuze, die sich an den Außenseiten der Klöster, in den Innenhöfen und auf ländlichen Friedhöfen befinden. Sie treten in großer Zahl auf; in ihnen sehen wir viele Details, die die keltische Kunst prägen.

Monumental kreuze (spätes 7. bis 12. Jahrhundert)

Die Herkunft ist nicht genau bekannt. Die Ausführung und die Aufmerksamkeit für Ornamentik ähneln vielen Schmuckstücken; man nimmt an, dass viele allgemeine, verbreitete Exemplare als Prozessionskreuze dienten (liturgische Gegenstände und Möbel). Die Herkunft bleibt unklar und liegt irgendwo zwischen Skulptur und Gravur.

Ab dem 13. Jahrhundert sind kaum noch neue Steinkreuze bekannt, daher ist nicht genau festzustellen, wie sie sich später entwickelten. Bereits im 11. Jahrhundert treten Paneele und dekorative Elemente deutlicher hervor.

Südliches Kreuz — Monasterboice (frühes 10. Jh.)

Im 10. Jahrhundert beginnt die Komposition solcher Kreuzdarstellungen komplizierte und komplexe Zyklen biblischer Szenen zu zeigen, wie im Fall des südlichen Kreuzes von Monasterboice (frühes 10. Jahrhundert). Das Kreuz ist auf beiden Seiten gearbeitet. Es erscheint wie die Rekonstruktion eines Tempels mit Satteldach (ähnlich der Kapelle von St. Peter in Broadwell-on-Sea, Essex). Viele Werke sind im Freien Erosion durch Verwitterung ausgesetzt.

Darstellung des Jüngsten Gerichts

In der Mitte befindet sich eine Figur mit einem Kreuz, die das neuralgische Zentrum des Kreuzes markiert: Christus. Es ist eine szenische Darstellung des Jüngsten Gerichts.

Über ihm sitzt ein Vogel, der den Heiligen Geist darstellt. Die drei oberen Figuren zeigen den Vater, flankiert von zwei Engeln.

Auf der rechten Seite Christi erscheint eine Figur: König David, der die Leier spielt.

Unter Christus ist der Erzengel Michael mit der Waage der Seelen dargestellt.

Auf dem rechten Arm (links von Christus, aus Betrachterperspektive) drängt ein Teufel mit einem Dreizack die Seelen.

Auf dem linken Arm (rechts von Christus) spielt ein Engel die Posaune und führt die geretteten Seelen.

Panels am Fuß des Kreuzes

In den Panels am Fuß des Kreuzes sieht man von oben nach unten unter anderem:

  • Die Anbetung der Könige (gleich unterhalb von San Miguel)
  • Mose mit dem auffälligen Felsen
  • Eva, die Adam die verbotene Frucht reicht
  • Kain und Abel als zwei Figuren

Auf der Basis finden sich Tierkreiszeichen, und unten, im letzten Fries, hebt sich wieder das typische keltische Geflecht (Interlace) hervor.

Diese Bildwelt wiederholt sich; Kapellen und Leichenhallen zeigen ähnliche Szenen, oft im Zusammenhang mit dem Friedhofskontext.

Europa der Invasionen und Hispania

Europa in der Zeit der Invasionen: die Westgoten in Hispania.

Architektur und hispano-westgotisches Gold: 5.–7. Jahrhundert

Seit dem Einfall der Westgoten siedelten sie sich auf der Iberischen Halbinsel an, bildeten das Reich von Toledo und standen zunächst unter arianischen Königen. Später traten Umwandlungen zur katholischen Kirche auf.

Allerdings sind nur wenige architektonische Ausgestaltungen der Westgoten erhalten; auch künstlerische oder religiöse Goldarbeiten sind rar.

Wichtige historische Quellen

Die wichtigsten historischen Quellen sind Werke der lateinischen Kirchenväter und zeitgenössischer Historiker:

  • Idacio: Im 5. Jahrhundert ein Historiker, der vor allem von der Zeit der Invasionen berichtet.
  • Paulus Orosius: Ebenfalls im 5. Jahrhundert; ein Historiker, der über die Invasionen und die neue Situation nach dem Niedergang Roms schrieb. Die Autoren reflektieren die Umbrüche dieser Zeit und die Folgen für die römische Periode.

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