Kirchengeschichte: Heilige, Reformation und Mission

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Thema 6: Glaubensentwicklung und Kirchengeschichte

1. Heilige Teresa von Ávila: Leben und Werk

Teresa wurde 1515 in Ávila geboren. Ihre Eltern waren kastilische Adlige. Teresa war die sechste von zwölf Geschwistern. Als sie 15 Jahre alt war, schickten die Eltern sie in ein Kloster in Ávila. Rodrigo und ihr Bruder zeigten eine besondere Sensibilität für Soldaten und das Gebet. Sie beschloss, zu Hause als Einsiedlerin zu leben.

Im Alter von 20 Jahren und gegen den Widerstand ihres Vaters trat sie in ein Kloster ein. Ein Jahr später legte sie ihr Gelübde ab. Ihre Klugheit, Güte, Liebe und ihr Charme gewannen die Achtung der Menschen, die sie kannten. Teresa vernachlässigte zeitweise das Gebet. Allmählich erkannte sie die fundamentale Bedeutung des lebenslangen Gebets.

Mit einem Zuschuss von einem ihrer Brüder gründete sie ein Kloster mit anderen Ordensfrauen. Teresa unternahm Reisen durch die Welt (ihre Region), war müde und erschöpft, und starb im Alter von 67 Jahren. Sie wurde 1622 heiliggesprochen und 1970 zur Kirchenlehrerin (Doctor Ecclesiae) ernannt.

2. Christen begegnen Gott

2.3. Martin Luther und die Reformation

Er war die Schlüsselfigur der religiösen und politischen Ereignisse des 16. Jahrhunderts. Dieser Augustinermönch deutscher Herkunft war Professor der Heiligen Schrift. Die Ausrufung eines vollkommenen Ablasses durch Papst Leo X., dessen wirtschaftlicher Nutzen den Bau der Basilika St. Peter finanzieren sollte, erregte Luthers Anstoß. Da er seine Thesen nicht widerrief, wurde er 1521 vom Papst exkommuniziert. Daraufhin begann eine Zeit seines Lebens voller Aktivität.

Luther argumentierte, dass:

  • Jeder Mensch der einzige Interpret der Heiligen Schrift ist (Sola Scriptura).
  • Das Einzige, was rettet, der Glaube an Gott ist (Sola Fide).
  • Er die Verehrung der Heiligen und der Jungfrau Maria abschaffte.
  • Nur zwei Sakramente gültig sind: Taufe und Eucharistie.
  • Die kirchliche Hierarchie keine Macht in der Kirche hat.

2.7. Katholische und Protestantische Lehre im Vergleich

Im 16. Jahrhundert wurde der Westen Zeuge der Spaltung in evangelische Christen (Protestanten) und Katholiken. Hinter dieser Teilung standen zwei unterschiedliche Vorstellungen des christlichen Lebens, insbesondere in Bezug auf das Heil und die Kirche.

Zum Heil: Protestanten und Katholiken sind sich einig, dass die Menschen Sünder sind. Luther behauptet jedoch, dass der Mensch völlig unfähig ist, sich durch Werke zu retten (Sola Fide).

Zur Kirche: Protestanten sehen die einzige Funktion der Kirche darin, die Schrift zu verkünden und zu lehren, damit Christen Zugang dazu haben. Katholiken glauben jedoch, dass die Kirche zusätzlich zur Schrift den christlichen Glauben mit Autorität verkündet.

3. Verteidigung des Glaubens und Missionarische Expansion

3.3. Die Evangelisierung der Welt nach 1492

Die großen Entdeckungen des 15. und 16. Jahrhunderts öffneten die Tür zur universalen Evangelisierung. Nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 begann eine missionarische Expansion. Die Könige von Spanien und Portugal baten den Papst um die Autorität, den Besitz der entdeckten Länder zu sichern, verbunden mit der Verpflichtung zur Evangelisierung.

Königliche Gesetze sahen die humane Behandlung der Indianer und die Unterdrückung von Missbrauch vor, aber viele Einheimische wurden von den Encomenderos ausgebeutet. Dieses Gegenzeugnis untergrub die Arbeit der Missionare, die mit großen Schwierigkeiten konfrontiert waren. Einige Missionare waren der Meinung, dass es zur Vermittlung des Glaubens besser sei, alle Zeichen der Kultur und Religion der Indianer zu zerstören und die Völker zum katholischen Glauben zu taufen. Dennoch trug die Arbeit einiger Missionare auch Früchte.

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