Klassifizierung und Analyse von Unternehmenssystemen
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Klassifizierung von Unternehmenssystemen
- Produktionssystem
- Vertriebssystem
- Verwaltungs- und Finanzsystem
1. Produktionssystem
Ziel ist die Verwaltung und Kontrolle aller Transaktionen in der Produktion oder bei Dienstleistungen. Dies umfasst Produktionsplanung, Terminierung, Rohstoffkontrolle sowie die Überwachung von Kosten und Produktionsprozessen.
2. Vertriebssystem
Dieses System steuert geschäftliche Aktivitäten wie Rechnungsstellung, Inkasso sowie Vertriebs- und Marketingkanäle.
Rechnungsstellung und Inkasso
- Rechnungsstellung:
- Preiskontrolle für jedes Erzeugnis
- Gütersystematik nach Gruppen und Untergruppen
- Ausstellung von Angeboten
- Definition von Zahlungsbedingungen
- Kontrolle von Kundenaufträgen
- Ausstellung von Rechnungen, Quittungen und Wechseln
- Inkasso:
- Registrierung von Forderungen
- Online-Registrierung von Teil- oder Vollzahlungen
- Überwachung des Mahnwesens
- Berechnung von Verkäuferprovisionen
- Analyse des Inkassos
- Ausstellung von Gut- und Lastschriften
3. Verwaltungs- und Finanzsystem
Dieses System integriert Funktionen wie Investitionsmanagement, Kreditorenbuchhaltung, Einkauf, Anlagevermögen, Vorräte, Bankwesen, Personalwesen und Rechnungswesen.
Lebenszyklus und Entwicklung von Systemen
Die Analyse eines Informationssystems umfasst folgende Schritte:
- Voranalyse: Reaktion auf Probleme oder Anforderungen der Anwender.
- Anforderungsdefinition: Festlegung der Bedürfnisse und Ziele des Systems.
- Systemdesign und -entwicklung: Festlegung der Logik und der Beziehungen zwischen den Komponenten.
- Implementierung: Inbetriebnahme des Systems. Hierfür gibt es drei Strategien:
- Pilotbetrieb: Einführung in einer einzelnen Unternehmenseinheit.
- Parallelbetrieb: Zeitgleicher Betrieb des alten und neuen Systems.
- Sofortige Installation: Kompletter Austausch an einem Stichtag.
- Wartung: Laufende Anpassungen und Instandhaltung.
Systemtypen
- Verwaltungssystem: Unterstützt Entscheidungen zur Erreichung der Unternehmensziele.
- Integrierte Systeme: Ermöglichen den Informationsaustausch zwischen zwei oder mehr Systemen.
- Nicht integrierte Systeme: Informationen werden erst nach Ablauf einer definierten Frist übertragen.
- Betriebssysteme: Steuern die Abwicklung aller Geschäftsvorfälle.
Elemente eines Buchführungssystems
- Hardware zur Datenverarbeitung
- Software und Programme
- Human Resources (Personal)
- Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Ziele der Systemanalyse
- Datenintegrität
- Korrekte Erfassung und Verarbeitung von Operationen
- Zuverlässige Finanzinformationen
- Rechtzeitige Berichterstattung
Analysebereiche
Die Analyse umfasst Technologie, Software, Rechnungslegung und Organisationsstruktur. Bei der Softwareanalyse sind folgende Ziele zu beachten:
- Dokumentation der Buchführungsprogramme
- Formelle Methodik bei Analyse und Entwicklung
- Prüfung auf Audit-Trails
- Methoden zur Softwarebewertung
- Schutz der Datenintegrität
- Richtlinien für die Datenverarbeitung
Definitionen
- Politik: Maßnahmen zur Entwicklung, Planung und Bewertung von Entscheidungen.
- Rechnungswesen: Reglementierte Tätigkeit zur Buchführung, Verarbeitung und Präsentation von Finanztransaktionen.
Organisationsstruktur
Die Gestaltung des Unternehmens zur Aufgabenerfüllung erfordert:
- Einen Mindestgrad an Spezialisierung
- Klare Abgrenzung der Organisationsstruktur
- Definition von Funktionen für die einzelnen Bereiche
- Wissen über die Struktur auf operativer Ebene
Klassifikation von Unternehmen
- Nach Tätigkeit: Landwirtschaft, Bergbau, Industrie, Handel, Dienstleistung.
- Nach Größe: Klein, mittel, groß.
- Nach Kapitalherkunft: Privat, staatlich, gemischt.
- Nach Eigentümeranzahl: Privatpersonen, Unternehmen.
Ein Unternehmen ist ein Konsortium potenziell autonomer, aber abhängiger Produktionseinheiten unter einem gemeinsamen Entscheidungszentrum.