Klassifizierung und Auswirkungen von Doping-Substanzen
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Klassifizierung von Doping-Substanzen
Doping-Substanzen können wie folgt eingestuft werden:
Stimulanzien
Die Verwendung dieser Produkte im Wettbewerb ist heute indiskutabel und illegal. Beispiele sind: Amphetamine, Koffein, Kokain und Ephedrin.
Die Vorteile:
- Psychisch: Verbesserung der selektiven Aufmerksamkeit, Steigerung des Kampfgeistes und Euphorie.
- Physisch: Vermindertes Müdigkeitsgefühl, erhöhte Herzfrequenz, längere Belastungsdauer bei gleicher Intensität; zudem wird die Glykolyse erleichtert und Fett als Energiequelle gefördert, um dem Athleten mehr Leistung und eine bessere Atmung zu ermöglichen.
Negative Auswirkungen: Körperliche und geistige Abhängigkeit sowie Veränderungen in der Thermoregulation des Körpers. Letztere können einen Anstieg der Körpertemperatur verursachen, wenn eine Reaktion des Körpers ausbleibt, was zu Hitzschlag, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und anderen relevanten Erkrankungen sowie Veränderungen der Leber- und Nierenfunktion führen kann.
Narkotische Analgetika
Diese werden bei physischer Aktivität verwendet, um die psychologische und physiologische Reaktion auf Schmerzen zu dämpfen, die bei hochintensiver Muskelarbeit entstehen. Morphin wird in Situationen sehr schmerzhafter Erkrankungen oder postoperativ verwendet.
Negative Auswirkungen: Sie erzeugen eine hohe Abhängigkeit, weshalb ihre medizinische Verabreichung unter strenger Aufsicht stehen muss. Sie verursachen verringerte Testosteronspiegel, Hypotonie, eine verminderte Herzfrequenz, Atemdepression sowie Veränderungen im Verdauungstrakt (Übelkeit, Erbrechen usw.).
Anabole Steroide
Die wichtigste Funktion dieser Produkte ist der Gewebeaufbau sowie die Entwicklung und Festigung der Muskulatur. Diese Produkte werden von Testosteron abgeleitet.
Anabole Effekte auf die Leistung: Verbesserte Erholung nach dem Training, optimierte Proteinsynthese, Erhöhung der Glykogenspeicher, Zunahme der Knochendicke zur Vermeidung von Verletzungen, Steigerung der Aggressivität und Muskelhypertrophie.
Negative Auswirkungen: Übermäßige Aggressivität, verminderte Ausschüttung von Testosteron und Spermien aus den Hoden, Haarausfall, Akne sowie ein Ungleichgewicht zwischen der Größe von Muskeln und Sehnen, was zu Sehnenverletzungen führen kann. Zudem treten Bluthochdruck, erhöhte Leberenzyme und Leberfunktionsstörungen auf; langfristig erhöht sich das Risiko für Leberkrebs.
Peptidhormone
Wachstumshormon (GH): Es wird im Sport häufig verwendet, da Athleten davon große Vorteile haben: schnellere Genesung, besserer Fettstoffwechsel, Stärkung von Sehnen und Knochen sowie eine Erhöhung der Anzahl der Muskelfasern.
Erythropoetin (EPO): Eine Substanz, die im Körper produziert wird und die Produktion im Knochenmark stimuliert, wenn Sensoren erkennen, dass der Sauerstoffpartialdruck im Blut gesunken ist. Es ist verantwortlich für die Bildung roter Blutkörperchen, die Sauerstoff in das Gewebe transportieren (relevant für Ausdauersportler im Radsport, Laufsport oder Skilanglauf).
Negative Auswirkungen: Anämie, Stimulation des Tumorwachstums in den Eingeweiden, Vergrößerung flacher Knochen, Blutgerinnsel, Bluthochdruck und Kopfschmerzen.