Klassifizierung und Morphologie von Substantiven

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Semantische und morphologische Klassifizierung

Die materiellrechtliche Klassifizierung aus einer semantisch-morphologischen Perspektive unterscheidet zwischen Eigennamen und Gattungsnamen. Ein Eigenname bezieht sich auf ein einzelnes, eindeutiges Objekt. Der Gattungsname (polyvalent) bezieht sich hingegen auf viele eigene Objekte. Ein Name bezeichnet ein signifikantes Objekt, während ein gemeinsamer Name eine Bedeutung trägt.

Konkret vs. Abstrakt

Der spezifische Name identifiziert konkrete Objekte. Die abstrakte Bezeichnung bezieht sich auf Abstraktionen, die durch den Verstand wahrgenommen werden. Typische Endungen hierfür sind -ura, -ing oder -eza (z. B. Weiße, Güte, Schönheit). Dies sind Substantive, die in die Welt der Ideen eintreten, manchmal jedoch praktisch werden können.

Einzel- vs. Gruppenbezeichnungen

Der kollektive Name bezieht sich auf eine Menge oder die Summe von Einzelpersonen. Es gibt zudem eine Reihe von Klassem: Substantive können als belebt oder unbelebt sowie menschlich oder nicht-menschlich klassifiziert werden.

Wortbildung: Einfach, Zusammengesetzt und Derivate

Einfache und zusammengesetzte Substantive

Verbindungen (Komposita) wie „Korkenzieher“ werden durch mehrere Lexeme geformt und können auch iterativ sein (z. B. „echter Kaffee“). Die einfachste Form besteht aus einem einzigen Lexem.

Primitive und Derivate

Derivate sind Substantive, die aus anderen Wörtern gebildet werden. Sie entstehen durch Präfixe, Suffixe und Affixe (z. B. Vorraum, Ladenbesitzer, kleiner Laden). Aus einfachen Substantiven kann durch Hinzufügen eines Morphems ein neues Wort entstehen. Das ursprüngliche (primitive) Nomen ist eines, das keine Zusammensetzung oder Ableitung aufweist; diese haben keine morphologischen Änderungen erfahren, sondern sich nur klanglich weiterentwickelt.

Das Genus-System (Geschlechtsmorpheme)

Beim Thema Gender-Morpheme sind Morpheme beteiligt, die ein Substantiv kategorisieren. Das Genus ist oft als sexuelle Unterscheidung konzipiert: männlich und weiblich für die belebte Welt sowie Neutrum (beispielsweise für Tiere). Es gibt jedoch Ausnahmen, wie das Wort „Maus“, das das biologische Geschlecht nicht unmittelbar repräsentiert.

Arten des Genus

  • Reales Genus: Die maskulin/feminin Unterscheidung ist an die Realität der Lebenswelt angepasst.
  • Abstraktes Genus: Dies entspricht nicht der biologischen Realität (z. B. unbelebte Welt wie „Stylus“).

Man unterscheidet zudem das morphologische Geschlecht (durch Morpheme wie -a / -o) und den Wortschatz (durch Lexeme, genannt Heteronyme, z. B. Vater/Mutter). Die meisten spanischen Substantive nutzen nur wenige morphologische und lexikalische Unterscheidungen.

System der geschlechtsspezifischen Gegensätze

Es lassen sich drei Arten von Geschlecht unterscheiden: männlich, weiblich und neutral.

  • Männlich und Weiblich: Verwendung in der belebten Welt.
  • Neutrum: Verwendung in der unbelebten Welt. Es handelt sich um eine privative Opposition (eines hat ein Merkmal, das dem anderen fehlt).

Das System ist neutralisierbar (z. B. „Der Mensch ist sterblich“). Das Weibliche ist semantisch markiert und kann meist nicht für Männer verwendet werden. Bei Tieren wird das Geschlecht oft über Namen wie Adler oder Elefant bestimmt.

Besondere Genus-Formen

  • Genus Commune: Bezieht sich auf Personen, wobei maskulin oder feminin je nach Geschlecht genutzt wird (z. B. der/die Kontrolleur/in).
  • Ambigenes Genus (zweideutig): Wörter können sowohl männlich als auch weiblich verwendet werden (z. B. der/das Meer). Hier tritt eine interne Zentralisierung auf.
  • Deverbativa: Neutrale Substantive können deverbal sein (z. B. Student, Sänger). In der Praxis gibt es jedoch kaum rein neutrale Substantive.

Neutralisierungstypen

  1. Häuslicher Durchbruch: Wenn das Sprachsystem dies gestattet (z. B. „das Meer“ oder „der See“), oft abhängig von der Position des Sprechers.
  2. Untergrabung der Weite: Dies geschieht im Diskurs. Beispiel: Mit „Studenten“ beziehen wir uns oft auf die ganze Klasse (generisches Maskulinum).

Klassifikation nach Anderson

Laut Anderson wird das Geschlecht wie folgt unterteilt:

  • Variable: Besitzen ein geschlechtsspezifisches Morphem.
    • Beugungen: Ein Morphem wird an die Wurzel angehängt.
    • Derivationsmorpheme: Ein Infix-Morphem steht zwischen Wurzel und Genus.
  • Unveränderlich: Keine Änderung für männlich und weiblich.

Beispiele für Endungen: Männlich: -o (book), -e (Man), -0 (Papier-Tag). Weiblich: -a, interne -e (Mutter), -0 (Frau), -o (Hand). Es existiert eine defekte Verteilung von Morphemen, bei der Wörter ein Geschlecht halten, ohne zwischen männlich und weiblich zu differenzieren.

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