Klassifizierung von Sätzen: Struktur und Arten

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Klassifizierung von Sätzen (Oraciones)

Die Einteilung von Sätzen erfolgt nach verschiedenen Kriterien, um ihre Funktion und Struktur zu bestimmen.

1. Nach der Haltung des Sprechers

  • Deklarativ (Aussagesatz): Bericht einer Tatsache, entweder bejahend oder verneinend.
  • Fragesatz: Stellt eine Frage; diese kann direkt, indirekt, vollständig (Totalfrage) oder teilweise (Partialfrage) sein.
  • Ausrufsatz: Drückt Gefühle oder die Affektivität des Sprechers aus.
  • Optativ: Drückt einen Wunsch aus.
  • Zögernd (Dubitativ): Drückt Zweifel oder Unsicherheit aus.
  • Mahnend/Auffordernd: Drückt eine Bitte oder Anfrage aus.
  • Imperativ (Obligatorisch): Drückt einen Befehl oder ein Mandat aus.

2. Nach der internen Struktur des Satzes

  • Bimembre (Zweigliedrig): Sätze, die vollständig aus Subjekt und Prädikat bestehen.
  • Unimembre oder unpersönlich: Sätze ohne ein bestimmtes Subjekt.
    • Grammatikalisiert: Konstruiert mit Verben wie sein, tun oder haben (meist in der 3. Person Singular).
    • Naturphänomene: Gebildet mit Verben, die natürliche Ereignisse beschreiben.
    • Reflexiv-unpersönlich: Konstruiert mit der Form se und dem Verb in der 3. Person Singular.
    • Verben in der 3. Person Plural: Wenn das Subjekt unbekannt oder unwichtig ist.

3. Nach der Art des Prädikats

Attributive oder kopulative Prädikate

Diese bestehen aus einem Kopula-Verb (wie sein oder werden) als Kern und einem Wort mit lexikalischer Bedeutung, das als Träger der Eigenschaft fungiert (Prädikatsnomen).

Prädikative oder verbale Prädikate

Diese bestehen aus einem verbalen Kern, der das Zentrum des Lexikons bildet, sowie verschiedenen Adjazenten (Satzgliedern).

  • Transitiv: Erfordert ein direktes Objekt (CD).
  • Intransitiv: Benötigt kein direktes Objekt.
  • Passiv: Besteht aus einem Patient-Subjekt, dem Verb im Passiv (sein/werden + Partizip) und einem Agens (C. Agente).
  • Passiv-Reflex: Gebildet mit se + Verb in der 3. Person Singular oder Plural. Das Subjekt kann theoretisch ins Passiv gesetzt werden, und der Satz behält seinen Sinn.
  • Unpersönlicher Reflex: Gebildet mit se + Verb in der 3. Person Singular ohne Subjekt. In diesem Fall ergibt eine Umwandlung ins Passiv keinen Sinn.
  • Reflexiv und Reziprok: Diese Formen sind formal sehr ähnlich.
    • Reflexiv: Die Pronomen (me, te, se) und das Verb stimmen in Person und Zahl mit dem Subjekt überein (Handlung auf sich selbst).
    • Gegenseitigkeit (Reziprok): Subjekt und Verb stehen im Plural; die Beteiligten verstärken sich gegenseitig in der Handlung.

4. Koordinierte Sätze (Satzverbindungen)

Zwei oder mehr Sätze gelten als koordiniert, wenn jeder für sich allein funktionieren kann, ohne den Sinn zu verlieren:

  • Kopulativ: Drücken eine Beziehung der Addition oder Summe aus (z. B. und, sowie).
  • Alternativ (Disjunktiv): Ein Verhältnis des Ausschlusses (z. B. oder).
  • Adversativ: Drücken einen Widerspruch oder eine Gegensätzlichkeit aus (z. B. aber, sondern).
  • Distributiv: Drücken ein Verhältnis des Wechsels aus (z. B. mal... mal, teils... teils).
  • Explikativ (Begründung): Drücken ein Verhältnis der Äquivalenz oder Erklärung aus (z. B. das heißt, sprich).

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