Klassische Kunst: Griechische Kultur und Architektur
Eingeordnet in Geschichte
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,5 KB
Klassische Kunst: Griechenland
Kultur
Die griechische Kultur kann folgendermaßen zusammengefasst werden:
- Anthropozentrische Kultur: Dominiert von der Sorge um den Menschen als das vollkommenste Wesen auf der Erde und im Universum. Das Zentrum des Interesses ist die Schönheit, die rational und ausgewogen ist.
- Politische Organisation: Organisiert in der Stadt-Staat oder Polis.
- Politisches Ideal: Die Demokratie. Der Gedanke wird durch die Vernunft (razón) gegeben.
- Religiosität: Es gibt keine Dogmen oder Klerus. Die Religion fungiert als Bindeglied für alle Griechen. Alle Überzeugungen basieren auf Mythen, wobei die Götter wie Menschen gedacht werden, mit ihren Stärken, Schwächen und Leidenschaften.
Architektur: Die Architektonischen Ordnungen
Die griechische Architektur entwickelte sich ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Menschen und scheinen architraviert zu sein. Die Architektur nutzt die tragende Wand und sucht die visuelle Perfektion der Säule.
Es lassen sich drei klassische Ordnungen unterscheiden:
Dorische Ordnung
Entwickelt im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Sie ist die schwerste und nüchternste Ordnung. Sie besitzt einen Unterbau (Stylobat), keine Säulenbasen. Die Säulenschäfte sind geriffelt, und das Kapitell besteht aus dem Halsring (Trommel), dem Kissen (Echinus) und dem Deckplatte (Abakus).
Das Gebälk umfasste folgende Teile:
- Architrav: Breit und glatt.
- Fries: Besteht aus Triglyphen und Metopen, die mit Reliefs verziert sind.
- Kranzgesims (Cornisa): Der höchste Teil des Gesimses, der einen Überstand hat, um das Dach vor Regen zu schützen.
Die Dachbedeckung (Cubierta) schützt mit zwei Schrägen und bildet einen dreieckigen Raum, der als Giebel (Fronton) bezeichnet wird. An den Ecken des Giebels können dekorative Akrotere erscheinen.
Ionische Ordnung
Entwickelt Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. Sie ist schlanker, dekorierter und zeichnet sich durch elegante Abmessungen (Monumentalität) aus. Sie besteht aus:
- Basis: Ähnlich der attischen Basis (oder attisch-ionisch).
- Säule: Schlanker, der Schaft hat Rillen, die durch Stege (Estrias) getrennt sind.
- Kapitell: Gebildet durch den Halsring, Voluten (schneckenförmige Schnecken) und den Abakus.
- Gebälk: Der Architrav ist glatt, aber meist in drei Streifen (Franjas) unterteilt. Der Fries ist mit Reliefs verziert, und ein Kranzgesims trennt das Dach, das zwei Schrägen aufweist.
Korinthische Ordnung
Verwendet im späten 5. Jahrhundert und zu Beginn des 4. Jahrhunderts, sowie in der hellenistischen und römischen Zeit. Sie ist eine Weiterentwicklung der Ionischen Ordnung.
Das Hauptmerkmal ist das Kapitell, das eine Reihe von Akanthusblättern und eine Reihe von eingerollten Fortsätzen (Cauliculi) besitzt.
Der Tempel
Das wichtigste Gebäude ist der Tempel, konzipiert als das Haus Gottes und nicht als Ort für religiöse Zeremonien. Die Griechen betraten ihn normalerweise nur zu heiligen Anlässen.