Klima, Erosion und Nachhaltigkeit: Föhn, Treibhauseffekt & Erneuerbare Energien

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Föhn-Effekt

Föhn-Effekt: Benannt ist das Phänomen, dass bei Föhnwinden eine Erhöhung der Temperatur und eine Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit auftritt, wenn Luftmassen über schroffe Berge strömen. Dieser Prozess erklärt die Asymmetrie der Niederschlagsverteilung zwischen Luv- und Leeseite.

Treibhauseffekt

Treibhauseffekt: Die Analyse der planetaren Energiebilanz zeigt, dass der Fluss der langwelligen Strahlung aus der Troposphäre wesentlich durch Wolken und absorbierende Gase wie Wasserdampf und Kohlendioxid beeinflusst wird. Wolken und Treibhausgase wirken für diesen Strahlungstransport wie Emittenten und Absorber langwelliger Strahlung. Ohne Wolken und Treibhausgase läge die effektive Temperatur des Erdsystems in Strahlungsbilanz bei etwa −18 °C statt der heutigen durchschnittlichen Oberflächentemperatur von etwa +15 °C. Diese Differenz ist der natürliche Treibhauseffekt, der unseren Planeten bewohnbar macht, ähnlich wie in einem Gewächshaus. Eine andere wichtige Frage ist die Verstärkung dieses natürlichen Effekts durch anthropogene Emissionen bestimmter Gase, ein Prozess, der zum gegenwärtigen Klimawandel beiträgt.

Klima

Klima: Das Klima ist von Natur aus variabel. Seit Entstehung der Erde prägen verschiedene Mechanismen der globalen Zirkulation das Klima, und natürliche Ursachen hinterlassen Spuren in den Klimaelementen. Die einstrahlende Sonnenenergie in die Erdatmosphäre unterliegt Veränderungen durch astronomische Faktoren; daneben können Vulkanausbrüche und andere geophysikalische Faktoren das Klima wesentlich beeinflussen. Veränderungen in der Neigung der Erdachse zur Ekliptik (Zyklen von etwa 41.000 Jahren), in der Exzentrizität der Erdbahn (etwa 100.000 Jahre) und in der Präzession der Erdachse (etwa 23.000 Jahre) — beschrieben unter anderem durch den serbischen Wissenschaftler Milutin Milanković — führen zu Schwankungen der solaren Einstrahlung und beeinflussen langfristige Klimamuster. Heute wird der Begriff "Klimawandel" meist auf die derzeit beobachtete, seit den 1970er-Jahren deutlich erkennbare Erwärmung angewandt, die größtenteils als anthropogen beeinflusst angesehen wird.

Erosion

Erosion: Erosion ist der Prozess der Abtragung und des Transports von Gesteinsmaterial durch exogene geologische Prozesse wie Oberflächenabfluss, Gletscherbewegung, Wind oder die Wirkung lebender Organismen. Erosion bezeichnet den Transport abgetragener Partikel, nicht den Zerfall des Gesteins selbst (Verwitterung). Das abgetragene Material kann bestehen aus:

  • Gesteinsfragmenten, die durch mechanische Beanspruchung, Abrieb sowie durch Wind-, Wasser- und Gletscherwirkung entstehen; auch thermische Ausdehnung und Kontraktion bei saisonalen oder täglichen Temperaturschwankungen tragen bei,
  • Bodenbestandteilen, die durch chemische Umwandlung von Gestein gebildet werden, beispielsweise durch die Wirkung schwacher Säuren in Oberflächengewässern, Hydrolyse, organische Säuren sowie durch Aktivität von Bakterien und Pflanzen.

Vulkankegel

Ein Vulkankegel ist eine vulkanische Aufschüttung. Er entsteht durch das Auswerfen von Material aus einer vulkanischen Öffnung, das sich um den Schlot ablagert und einen Kegel mit zentralem Krater bildet. Die Zusammensetzung und Form des Kegels hängen von der Art des ausgeworfenen Materials ab. Häufige Typen sind Schlackenkegel, Tuff- und Aschenkegel.

Makaronesien

Makaronesien ist der Sammelbegriff für mehrere Inselgruppen im Nordatlantik, die mehr oder weniger nahe am afrikanischen Festland liegen. Dazu gehören fünf Inselgruppen: die Azoren, die Kanaren, die Kapverden, Madeira und die Selvagens-Inseln. Diese Regionen teilen viele natürliche Merkmale (botanisch und zoologisch), geologische Eigenschaften und klimatische Besonderheiten, zum Beispiel das Vorkommen von Lorbeerwäldern, einem subtropischen Waldtyp.

Nationalpark

Ein Nationalpark ist ein geschütztes Gebiet mit einer bestimmten Rechtsform, das dem Schutz der Fauna und Flora sowie der Erhaltung ökologisch und fitozoogeografisch bedeutsamer Regionen dient. Nationalparks sind Vertreter charakteristischer Landschafts- und Lebensraumtypen und von wissenschaftlichem Interesse.

Lorbeerwald

Der Lorbeerwald (Laurisilva) ist ein subtropischer Nebelwald, wie er in Teilen Makaronesiens vorkommt. Er besteht aus Baumarten der Lorbeergewächse (Lauraceae), die zusammen als Lorbeerwald bezeichnet werden und eine wichtige ökologische Einheit bilden.

Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung bezeichnet eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Intuitiv ist eine nachhaltige Tätigkeit eine, die langfristig aufrechterhalten werden kann. Ein Beispiel: Das selektive Fällen von Bäumen mit anschließenden Wiederaufforstungsmaßnahmen kann nachhaltig sein. Im Gegensatz dazu ist der derzeitige Verbrauch fossiler Öle nach heutigem Kenntnisstand nicht nachhaltig, da keine bekannten natürlichen Prozesse in akzeptabler Zeitskala fossile Ölressourcen in vergleichbarer Menge regenerieren.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die sich nach Nutzung auf natürliche Weise erneuern oder regeneriert werden können. Viele dieser Quellen unterliegen zyklischen Prozessen, die in der Natur mehr oder weniger konstant auftreten. Zu den erneuerbaren Energien zählen unter anderem:

  • Gezeitenenergie (Tide)
  • Wasserkraft (Staudämme)
  • Windenergie
  • Sonnenenergie (Solar)
  • Biomasseenergie (Pflanzen)

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