Klimarisiken: Ursachen, Auswirkungen und Prävention

Eingeordnet in Geologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 7,12 KB

Klimarisiken: Temperaturen, Wind und Niederschlag

2.1 Thermische Gefahren und Temperaturextreme

Normalerweise sind Organismen an die Temperaturen ihrer Umgebung angepasst. Wenn die Temperaturen jedoch stark steigen oder sinken, spricht man von thermischen Gefahren. In Spanien werden jährlich etwa tausend Todesfälle aufgrund von Kältewellen und Hitze (Calor) geschätzt. Hitzewellen treten häufig Mitte Juli auf, wenn die Halbinsel unter dem Einfluss des Azoren-Antizyklons steht. Kältewellen treten in Spanien normalerweise in den ersten Monaten des Jahres auf, nach dem Einbruch polarer Kaltluftmassen aus Nordeuropa.

2.2 Windgefahren und atmosphärische Störungen

Windgeschwindigkeiten ab 70 Kilometern pro Stunde gelten als sehr gefährlich. Intensiver Wind hat viele Namen: tropische Wirbelstürme, Hurrikane, Tornados, Taifune usw. Sie entstehen durch große atmosphärische Tiefdruckgebiete. In den unteren Schichten füllt sich die Luft durch die oberen Schichten auf, was große turbulente Bewegungen mit hoher Geschwindigkeit erzeugt. Die katastrophalen Auswirkungen von Wirbelstürmen betreffen vor allem weniger entwickelte Länder, die nicht über ausreichende Schutzmaßnahmen verfügen.

Die wichtigsten Effekte sind:

  • Direkte Schädigung der Bevölkerung.
  • Zerstörung von zivilen Gebäuden und Forstflächen.
  • Verheerende Zerstörungen an Ackerland, Nutzpflanzen und Bodenverlust.

2.3 Niederschlagsrisiken und Extremwetter

Stürme und feste Niederschläge

Die wichtigsten negativen Auswirkungen von Stürmen sind Überflutungen in Ebenen, die durch steigende Flusspegel verursacht werden, sowie Ernteverluste. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt bei Hagelstürmen. Zudem kommt es zu Bodenverlust durch das Aufprallen der Regentropfen und den Abtrag (Drag), den der Regen verursacht. Niederschläge führen häufig zu Verkehrsunfällen mit zahlreichen Todesopfern. Niederschlag tritt auch in fester Form als Schnee oder Hagel auf. Bei Schnee besteht die Gefahr von Lawinen oder Erdrutschen durch die Anreicherung an Hängen.

Gewitter, Blitzeinschläge und Kaltlufttropfen

Gewitter erzeugen Blitze durch elektrische Entladungen, was ein erhebliches Risiko darstellt. Manchmal tritt ein Gewitter ohne Regen auf, aber mit zahlreichen elektrischen Entladungen – sogenannte trockene Gewitter. Blitze sind die direkte Ursache für zahlreiche Verletzungen, Waldbrände sowie den Tod von Viehherden und Menschen.

Ein Sonderfall ist das Phänomen Gota Fría (Kaltlufttropfen). Es tritt vor allem an den Mittelmeerküsten Spaniens auf. Dabei isoliert sich ein Sack kalter Luft in den oberen Atmosphärenschichten innerhalb einer antizyklonalen Situation, was zu einem starken Temperatursturz und heftigen Regenfällen führt.

Ein barometrischer Sumpf ist eine vorübergehende atmosphärische Situation, bei der Kälte zwischen dem Durchgang zweier Fronten (warm und kalt) auftritt. Die Wirkung besteht darin, dass immer wieder kalte Luft herangeführt wird.

Konvektive Systeme und Überschwemmungen

Konvektive Systeme sind große Massen beträchtlicher Gewitterwolken, die aus der Konvergenz subtropischer und polarer Strömungen entstehen und enorme Niederschlagsmengen verursachen. Überschwemmungen hängen mit diesen Niederschlägen und dem Anstieg des Durchflusses in Flusssystemen zusammen. Die überfluteten Gebiete können sehr umfangreich und die Schäden unberechenbar sein:

  • Direkte Tötung von Menschen und Tieren.
  • Vernichtung von Kulturen.
  • Zerstörung von Gebäuden, Häusern, Brücken und Straßen.
  • Lücken in Deichen, Erosion des Geländes und Gefahr von Epidemien.

Ramblas und Dürreperioden

Rambla: So werden Sturzbäche im Mittelmeerraum genannt. Diese sporadischen Wasserläufe haben in der Regel bei Starkregen einen extrem hohen Durchfluss, der oft über die schmalen und tiefen Kanäle hinausläuft.

Dürre: Man unterscheidet zwischen meteorologischer und landwirtschaftlicher Dürre. Hauptmerkmal ist der Rückgang der Niederschläge über einen längeren Zeitraum. Ursachen sind unter anderem:

  • Topographie: Berge, die feuchte Luftmassen austrocknen.
  • Antizyklonale Zellen: Fehlende atmosphärische Störungen.
  • Marine Einflüsse: Kalte Meeresströmungen.
  • Boden: Reduktion der Bodenfeuchte und Erhöhung der Reflektivität.
  • Atmosphäre: Staub in der Luft, der die Strahlung reduziert und Inversionen erzeugt.
  • Anthropogene Faktoren: Treibhauseffekt durch CO2-Emissionen.

Die Folgen der Trockenheit sind oft katastrophal: Reduzierung der Agrarproduktion, Probleme in der Wasserversorgung und eine große Gefahr von Waldbränden.

2.4 Planung und Management von Klimarisiken

Prädiktive Maßnahmen basieren auf der kontinuierlichen Beobachtung meteorologischer Variablen, vor allem in zuvor identifizierten Risikogebieten. Heute zeigt die Wettervorhersage positive Ergebnisse in der Kurzfristprognose, was die Einleitung von Korrektur- und Präventivmaßnahmen ermöglicht. Mechanismen basieren auf zwei Arten von Maßnahmen: strukturelle und funktionelle Maßnahmen.

Strukturelle Maßnahmen: Diese sind auf die Stabilisierung des Durchflusses gerichtet, etwa durch den Bau von Dämmen (hydraulische Laminierung) und Deichen, um das Überlaufen von Kanälen zu verhindern. Diese Konstruktionen können jedoch auch gegenteilige Effekte haben, wie das Risiko eines Dammbruchs oder die Bodenversiegelung. Die beste Vorbeugung gegen Überschwemmungen ist oft die Wiederaufforstung und der Erhalt der Böden, da Wälder das Wasser zurückhalten und die Bildung von Sturzbächen verlangsamen.

Funktionelle Maßnahmen: Diese beruhen auf Notfallplänen für den Katastrophenschutz (Warnung und Evakuierung) basierend auf Risikokarten. Die Raumordnung ist hierbei entscheidend. Da Flussterrassen sehr fruchtbar sind, werden sie oft landwirtschaftlich oder sogar für Siedlungen und Straßen genutzt. Dies ist aufgrund unerwarteter Überschwemmungen sehr gefährlich für Eigentum und Menschenleben.

In diesem Sinne legt die spanische Gesetzgebung (Wassergesetz / Ley de Aguas) Schutzzonen in Flussterrassen fest:

  • Area de Servidumbre (Dienstbarkeitszone): Ein Streifen von 5 m ab dem Ufer. Jede Art von Handlung ist untersagt.
  • Area de Policia: Ein Bereich innerhalb von 100 m Breite von den Rändern.
  • Inundable Zone (Überschwemmungsgebiet): Gebiete mit einer theoretischen Wahrscheinlichkeit einer Überschwemmung alle 500 Jahre. Hier ist eine Genehmigung für landwirtschaftliche Tätigkeiten oder Bauvorhaben erforderlich, um die Sicherheit von Personen und Eigentum zu gewährleisten.

Verwandte Einträge: