Klinische Klassifikationen: Lymphödem, Schlaganfall & Plegien

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Lymphödeme: Klinik und Symptome

Symptome und klinische Zeichen

  • Erhöhtes Volumen des betroffenen Körperteils (Volumenzunahme).
  • Verschlechterung im Laufe des Tages, Besserung in der Nacht (bei Hochlagerung).
  • Die Schwellung nimmt bei Belastung zu.

Lokalisation und Erscheinungsbild

Betrifft oft die unteren Extremitäten, beginnend an den Knöcheln und kann sich bis zum sogenannten Elephantiasis (Elefantenfuß) entwickeln. Lymphödeme sind meist schmerzfrei.

Klinische Klassifikation des Ischämischen Schlaganfalls

Transitorische Ischämische Attacke (TIA)

  • Kurzfristige Episode fokaler neurologischer Ausfälle.
  • Vollständige Genesung des Patienten innerhalb von 24 Stunden.
  • Keine zerebrale Parenchymnekrose (kein Infarkt).
  • Aktuelle Definitionen beinhalten standardisierte Bildgebungstests.

Reversibles Ischämisches Neurologisches Defizit (RIND)

  • Neurologisches Defizit, das länger als 24 Stunden, aber weniger als 4 Wochen anhält.

Festgestellter (Abgeschlossener) Schlaganfall

  • Fokales neurologisches Defizit, das seit seinem Beginn unverändert bleibt.

Progressiver oder Sich Entwickelnder Schlaganfall (Stroke in Evolution)

  • Verschlechterung der Herdsymptome in den Stunden nach dem Beginn.

Neurologische Schädigungen: Klassifikation nach Funktionsverlust

Die folgenden Begriffe beschreiben das allgemeine Niveau der Schädigung und den daraus resultierenden Funktionsverlust.

Pentaplegie

Verletzungshöhe: Medulla und erster Halswirbel (C1)

Betroffene Bereiche:
  • Nackenmuskulatur (außer Platysma, innerviert durch den Gesichtsnerv).
  • Obere und untere Extremitäten.
  • Thorax und Zwerchfell.
  • Beckenorgane (Harn- und Stuhlinkontinenz, sexuelle Dysfunktion).
  • Anästhesie des gesamten Körpers und des Kopfes (mit Ausnahme des perioralen und bulbären Bereichs, innerviert durch sensible Kerne des Trigeminus).
Überleben und Therapie:

Das Überleben ist abhängig von der Beatmungspflichtigkeit und, falls möglich, der elektrischen Zwerchfellstimulation.

Hohe Tetraplegie (C2/C3)

Verletzungshöhe: C2 und C3

Betroffene Bereiche:
  • Obere und untere Extremitäten.
  • Thorax und Zwerchfell.
  • Beckenorgane.
Überleben und Therapie:

Das Überleben ist abhängig von der Beatmungspflichtigkeit und, falls möglich, der elektrischen Zwerchfellstimulation.

Niedrige Tetraplegie (C4–C7)

Verletzungshöhe: Zervikalsegmente C4 bis C7

Abnahme oder Verlust der motorischen und/oder sensorischen Funktion der zervikalen Rückenmarkssegmente (C4–C7).

Betroffene Bereiche:
  • Obere Gliedmaßen.
  • Rumpf (Truncus).
  • Beine.
  • Beckenorgane.
Atemfunktion:

Das Zwerchfell und die Atemmuskulatur funktionieren.

Paraplegie

Verletzungshöhe: Thorakal, Lumbal oder Sakral

Abnahme oder Verlust der motorischen und/oder sensorischen Funktion der thorakalen, lumbalen oder sakralen Rückenmarkssegmente.

Funktionserhalt:

Die Funktion der oberen Extremitäten bleibt erhalten.

Betroffene Bereiche:
  • Rumpf (Truncus).
  • Beine.
  • Beckenorgane.

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