Kolonialismus und Imperialismus: Definition, Merkmale & Folgen
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Beziehung zwischen Kolonialismus und Imperialismus
Unterschiede und Verbindungen zwischen Imperialismus und Kolonialismus
Im Kolonialismus wurden die Gebiete wirtschaftlich ausgebeutet. Es wurden Kontakte mit den indigenen Völkern der Region geknüpft, wobei in deren Strukturen und Lebensformen eingegriffen wurde. Es bestand der Wunsch, Kontrolle über Routen und strategische Standorte zu gewinnen, um Einflusszonen zu schaffen. Der Kolonialismus definierte jedoch nicht zwingend die Position der kontinuierlichen und systematischen Eroberung.
Der Imperialismus hingegen versucht, so viel Land wie möglich zu erobern, um eine Weltmachtstellung zu erreichen. Er ist primär durch politische, wirtschaftliche und militärische Ziele bestimmt, weniger durch die kulturelle Transformation der eroberten Gebiete.
Die fünf Merkmale des modernen Imperialismus (Wirtschaftsgeschichte)
Der moderne Imperialismus zeichnet sich durch folgende wirtschaftliche Entwicklungen aus:
- Die Konzentration der Produktion und des Kapitals hat einen so hohen Entwicklungsstand erreicht, was zur Entstehung von Monopolen geführt hat, die eine entscheidende Rolle im Wirtschaftsleben spielen.
- Die Verschmelzung des Bankkapitals mit der Industrie, auf deren Grundlage die neue Finanzoligarchie entsteht.
- Der Export von Kapital, im Gegensatz zum Export von Waren, gewinnt besondere Bedeutung.
- Die Bildung internationaler Monopolkapital-Vereinigungen, die die Welt unter sich aufteilen.
- Der Höhepunkt der territorialen Aufteilung der Welt unter den größten kapitalistischen Mächten.
Politische und soziale Folgen des Kolonialismus
Die direkten politischen und sozialen Folgen des Kolonialismus sind umstritten und fraglich. Die Europäer beendeten zwar lokale Konflikte und bauten moderne Straßen, Krankenhäuser und Schulen. Gesundheitsverbesserungen führten ebenfalls zu einer geringeren Sterblichkeit in der indigenen Bevölkerung.
Eine zentrale negative Folge war jedoch die wirtschaftliche Abhängigkeit der kolonisierten Gebiete.
Formen des Kapitalismus im historischen Kontext
Der Manufakturkapitalismus zeichnet sich dadurch aus, dass Fabriken entstehen und Arbeiter in den Städten konzentriert werden.
Im Merkantilkapitalismus tritt die Bourgeoisie in Erscheinung und beginnt mit der zinsbasierten Kreditvergabe.
Der Industriekapitalismus begann nach der Industriellen Revolution.