Die Kolonnade des Petersplatzes: Berninis Meisterwerk
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Kolonnade des Petersplatzes
System:
Arquivolte
Abmessungen:
15 m hohe Säulen.
Elemente, die gestützt werden:
Die Kolonnade stützt ein Gebälk, eine Balustrade und eine große Sammlung von Statuen.
Innenraum überwunden durch:
Bernini war in der Lage, viele Probleme zu lösen:
- Platz und Kapazität: Der Platz musste eine große Anzahl von Pilgern aufnehmen können, was die grundlegende Vision für die perfekte Gestaltung war.
- Topografische Bedingungen: Der Platz wurde unter Berücksichtigung des unebenen Geländes entworfen.
- Sichtachsen: Es musste ein Bereich geschaffen werden, der niedrig genug war, um die Sicht auf die Basilika und die Fenster der Paläste nicht zu beeinträchtigen.
- Obelisk: Der ägyptische Obelisk sollte im Zentrum des neuen Platzes stehen.
Der Platz musste eine besondere Bedeutung haben, da er das Symbol der Kirche darstellt.
Bernini entwickelte eine erste Phase des Platzes, begrenzt durch zwei leicht konvergierende, leicht geneigte, ausgestreckte Arme, um den unebenen Boden auszugleichen. Anschließend öffneten sich die Arme zu einer großen Ellipse, deren Zentrum der Obelisk ist, flankiert von zwei Brunnen.
Der Portikus besteht aus vier Reihen dorischer Säulen mit einem ionischen Gebälk. Die 296 Säulen bilden einen scheinbar endlosen Wald, der sich vom Platz nach außen erstreckt, ohne dass ein Durchbruch sichtbar wird.
Krönung und Stil
Die Kolonnade wird von einer Balustrade gekrönt, die 140 Statuen von Heiligen beherbergt.
Stil:
Die Kolonnade weist Höhepunkte des Barock auf: Sie ist sehr funktional, reich an Symbolik, charakterisierend und dient als eine Art Bühne. Das Design erinnert an die geraden Arme auf der Piazza del Campidoglio. Beide teilen eine kleine optische Täuschung, die das Auge dazu bringt, die Dimensionen der Hauptfassade als größer wahrzunehmen.
Inhalt und Bedeutung
Bernini widmete einen großen Teil seines Berufslebens dem Petersdom und erhielt den Auftrag, einen würdigen Zugang zur Basilika zu schaffen. Beim Verlassen des Platzes zur Basilika wurde die Kuppel sichtbarer, und die Zusammenarbeit half, das Missverhältnis der Kirchenfassade zu korrigieren.
Laut dem Kunsthistoriker Argan wäre es ohne dieses Projekt nicht möglich gewesen, das Gebäude vollständig zu erfassen. Für Argan war die Art und Weise, wie Bernini die Vatikanische Basilika präsentierte, mehr zum Nachdenken anregend als nur zum Betrachten.
Funktion
Funktion:
Die Funktion des Petersplatzes war es, einen Zugang zu schaffen, der der Würde seiner Kirche entsprach. Der Petersplatz wurde als natürliche Verbindung zwischen der Basilika und der Stadt konzipiert und definierte gleichzeitig einen privilegierten Zugang zum heiligen Boden.