Der Kommunikative Akt: Elemente, Kontext & Sprachliche Register

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Der kommunikative Akt ist ein bewusster und komplexer Prozess zwischen einem Sprecher (Sender) und einem Hörer (Empfänger). Er ist zeitlich und räumlich verortet und verfolgt einen bestimmten kommunikativen Zweck, der durch die Raumkoordinaten bestimmt wird.

Das Thema der Kommunikation

Das Thema bezieht sich auf den Inhalt oder Gegenstand der Kommunikation, der sich im Text oder im angenommenen Gespräch manifestiert.

Die Absicht der Kommunikation

Die Absicht ist der Zweck dieser Handlung und gibt Anlass zur Kommunikation. Die Zwecke sind vielfältig:

  • zu informieren,
  • zu beeinflussen,
  • das gesellschaftliche Leben zu regulieren,
  • jemanden zu gratulieren, etc.

Absichten werden als subjektiv oder objektiv klassifiziert. Der Grad der Subjektivität oder Objektivität wird durch die Distanz oder Beteiligung des Senders bestimmt.

Der Sender und die Kommunikationskanäle

Der Sender ist das Medium zur Übermittlung der Nachricht. Die Kommunikation wird in mündlich und schriftlich klassifiziert. Der aktive Kanal umfasst zwei sehr unterschiedliche Kommunikationswege: mündlich und schriftlich (vgl. S. 127).

Deixis: Personen, Zeit und Raum

Die Deixis ist ein kommunikatives Phänomen, das hauptsächlich mit dem mündlichen Kanal verbunden ist. Im vorliegenden Text wird die Präsenz von drei grundlegenden Elementen des kommunikativen Akts erkannt: die Personen, die Zeit und der Raum der Enunziation.

Kontext im Kommunikativen Akt

Der Kontext kann dargestellt werden durch:

Physischer Kontext

Alle Elemente der Umwelt, die vorhanden sind, wenn die Kommunikation erfolgt.

Nutzungskontext

Der Ort, an dem die Kommunikationssituation stattfindet, basierend auf der Formalität:

  • Privater Bereich: Kommunikation zwischen Personen in einem informell bekannten Umfeld.
  • Öffentlicher Bereich: Kommunikation im formalen Bereich.

Sender und Empfänger: Die Protagonisten

Sender und Empfänger sind die Protagonisten des kommunikativen Akts. Sie sind charakterisiert durch:

  • persönliche Merkmale (Alter, Geschlecht ...),
  • Grad der Verwandtschaft (mehr oder weniger Wissen und Vertrautheit),
  • ihre Rolle in der Kommunikation (Freund, Student, Lehrer ...).

Abhängig von der Beziehung zwischen Sender und Empfänger spricht man von hoher oder geringer Vertrautheit.

Die Rolle des Sprechers

Das sprechende Subjekt, das den Text produziert, ist der Autor. Der Referent ist die Person, die die Verantwortung für die Aussage übernimmt.

Die Präsenz des Sprechers im Text

Die objektive oder subjektive Absicht des Senders spiegelt sich im Text durch eine Reihe sprachlicher Zeichen wider, die dessen Präsenz oder Abwesenheit offenbaren.

Die Stimme des Sprechers und Redefiguren

Diese Stimmen sind Ausdrucksformen des Sprechers. Die Funktionen, die sie erfüllen, sind:

  • Eine andere Perspektive einzubeziehen.
  • Sich die Aussage einer anderen Person aneignen, um die Argumentation zu unterstützen.
  • Jemanden kritisieren und diskreditieren.
  • Ironie verwenden.
  • Einen Anspruch verweigern.
  • Eine Forderung direkt äußern.

Sprachliche Variation

Die Variation ist mit zwei Hauptfaktoren assoziiert:

Einflussfaktoren auf sprachliche Variation

  • Menschliche Gruppen:
    • Raum: Regionale Bereiche, geografische Variationen, Dialekte.
    • Zeit: Historische Variationen.
    • Soziale Faktoren: Generationen, Geschlecht, Herkunft.

Die Situation und ihre Rolle

Der kommunikative Kontext (Gegenstand, Ziel, Kanal, räumliche Beziehung) beeinflusst die Wahl des sprachlichen Registers. Die sozialen Funktionen der Sprache bieten dabei die nützlichsten Kommunikationsressourcen für die jeweilige Situation.

Sprachliche Register

Das Konzept der sprachlichen Register bezieht sich auf den Gebrauch der Sprache in der Kommunikation unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation. Der Kontext entscheidet die Wahl des Kommunikationsstils oder anderer Register.

Die informellen Register sind typisch für die soziale Interaktion des Alltags, die sich an allgemeinen Themen orientiert, in denen Subjektivität, Spontaneität und ein Mangel an Planung vorherrschen. Oft folgen sie nicht der Standardgrammatik.

Die formalen Register finden sich in Texten, in denen formale Ausarbeitung, Organisation und Planung vorherrschen, häufig im schriftlichen Kanal.

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