Die Komponenten des Immunsystems: Angeboren und Adaptiv

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Phagozyten: Die zweite Verteidigungslinie

Phagozyten gehören zur zweiten Verteidigungslinie des Körpers. Einige dieser Zellen sind unspezifisch, das heißt, sie greifen eine Vielzahl von Mikroben an. Diese Abwehrreaktion wird durch Zellen mit phagozytischer Kapazität repräsentiert. Dazu gehören:

  • Makrophagen
  • Neutrophile
  • NK-Zellen (Natürliche Killerzellen)

Plasmaproteine der angeborenen Immunität

Plasmaproteine stellen ein weiteres Hindernis in den Prozessen der natürlichen Immunität dar. Bestimmte Proteine werden als Zytokine, Interleukine oder Lymphokine bezeichnet. Sie sind an der Induktion der Reaktion der weißen Blutkörperchen beteiligt.

Interferone und das Komplementsystem

Andere Proteine im Blut, die an der angeborenen Abwehr des Organismus beteiligt sind, sind:

  • Interferone (Proteine, die von Zellen freigesetzt werden, die durch Viren infiziert wurden).
  • Proteine des Komplementsystems (bestehend aus etwa zwanzig Plasma- und membrangebundenen Proteinen, die normalerweise inaktiv sind).

Wenn diese Proteine aktiviert werden, ergänzen und verstärken sie spezifische Immunreaktionen, allergische und entzündliche Prozesse, die der Verteidigung des Körpers dienen. Die Komplementaktivierung kann durch eine Immunreaktion oder durch eindringende Mikroorganismen erfolgen. Bei Aktivierung bilden sie große Proteinkomplexe, den sogenannten Membran-Angriffs-Komplex (MAC).

Adaptive oder erworbene Immunität

Die wichtigsten Merkmale der adaptiven (oder erworbenen) Immunität sind die Spezifität und die Fähigkeit, sich zu erinnern und auf wiederholte Angriffe desselben Mikroorganismus zu reagieren (Gedächtnis). Sie wird auch als spezifische Immunität bezeichnet.

Schlüsselkomponenten der adaptiven Abwehr

Die Komponenten der adaptiven Immunität sind Lymphozyten (die an den durch fremde Erreger ausgelösten Reaktionen beteiligt sind) und ihre Produkte:

  • B-Lymphozyten: Produzieren Antikörper (Proteine, die Antigene erkennen und zerstören).
  • T-Helferzellen: Setzen Zytokine frei, welche die Proliferation und Spezialisierung anderer Lymphozyten fördern.

Humorale Immunität: Antikörper und Immunglobuline

Die humorale adaptive Immunität resultiert aus der Herstellung hochspezifischer Proteine als Reaktion auf ein bestimmtes Antigen. Diese Proteine werden Antikörper (entsprechend Immunglobuline) genannt und zirkulieren im Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Antikörper haben die Fähigkeit, die Infektionskapazität von Krankheitserregern zu neutralisieren und deren Beseitigung zu erleichtern.

Zelluläre Immunität: Die Rolle der T-Lymphozyten

Intrazelluläre Erreger können innerhalb von Phagozyten und anderen Zellen überleben und sich vermehren, wo zirkulierende Antikörper sie nicht erreichen können. In diesem Fall ist die Verteidigung gegen diese Erreger Aufgabe der zellulären Immunität. Sie ist durch die Beteiligung von T-Lymphozyten gekennzeichnet.

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