Konsum und Globalisierung: Merkmale moderner Gesellschaften
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Konsum in modernen Gesellschaften
Der Konsum ist ein zentrales Merkmal moderner Gesellschaften. Die Entwicklung kapitalistischer Wirtschaftssysteme basiert auf der Aktivierung des Konsums. In den letzten zwei Jahrhunderten hat sich die Welt stärker verändert als in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor.
Kulturelle, politische und wirtschaftliche Faktoren haben dazu geführt, dass wir heute in einer Welt leben, in der alle sozialen Gruppen miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Die Art und Weise, wie wir konsumieren, prägt die Entwicklung einer Gesellschaft, ihrer sozialen Gruppen und ihrer verschiedenen Lebensstile. Durch die Analyse der Werbung können wir erkennen, wie diese das ökonomische System und unser tägliches Leben verändert hat.
Globalisierung: Vernetzung und Wandel
Globalisierung bedeutet die Erkenntnis, dass wir in einer Welt leben, in der alles miteinander verbunden ist (Nationen, Völker). Sie befasst sich hauptsächlich mit der wirtschaftlichen Dimension, insbesondere durch Multinationale Unternehmen (MNU), welche nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft (Kultur, Handel usw.) transformieren.
Fortschritte in Forschung und Kommunikation haben zu einer integrierten Wirtschaft geführt, die durch Aktivitäten wie das Internet, Elektronik und Forschung getragen wird. Die Entwicklung globaler sozialer Beziehungen bringt jedoch große Unterschiede zwischen Industriegesellschaften und der Dritten Welt mit sich.
Die Globalisierung verändert das Leben der Menschen aller Länder, ob reich oder arm. Sie transformiert nicht nur gesamte Systeme, sondern auch den Alltag. Entgegen der Erwartung hat die Globalisierung nicht zu einer einheitlichen Welt geführt, sondern im Gegenteil einige der wichtigsten Spaltungen und Konflikte geschaffen.
Drei Perspektiven zur Globalisierung
Skeptiker
Sie glauben nicht, dass die Globalisierung etwas grundlegend Neues ist und halten sie für überschätzt. Sie bezweifeln die Existenz einer wirklich globalen Wirtschaft. Politisch argumentieren sie, dass der Nationalstaat kaum an Kraft verloren hat und die Menschen sich weiterhin stark mit ihrer Nation identifizieren.
Hyperglobalisten
Sie glauben, dass die Veränderungen innovativ und radikal sind. Es gibt keine Grenzen mehr. Sie argumentieren, dass kein Staat die Wirtschaft seines Landes kontrollieren kann und der Nationalstaat somit seine wirtschaftliche Souveränität verloren hat.
Transformationisten
Sie sehen sich in der Mitte der bisherigen Theorien. Die Globalisierung sei weder völlig neu noch so begrenzt, aber sie habe die Welt radikal verändert. Sie bewegt sich in entgegengesetzte, manchmal widersprüchliche Richtungen und wird nicht von einem einzigen Ort kontrolliert.