Kontingenztheorie der Führung: Modelle und Konzepte
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Kontingenztheorie der Führung
Diese Gruppe von Theorien versucht, Variablen oder bedingte Situationen zu isolieren, die einen Führungsstil gegenüber einem anderen bevorzugen. Um erfolgreich zu führen, müssen Führungskräfte die Eigenschaften der verschiedenen Faktoren, die das Unternehmen ausmachen, verstehen und entsprechend handeln.
Das Modell von Fiedler
Dieses Modell identifiziert drei Dimensionen, die als situative Schlüsselfaktoren die Führungseffektivität bestimmen:
- Leader-Member Relations: Zeigt den Grad des Vertrauens, der Sicherheit und des Respekts, den die Untergebenen dem Führer entgegenbringen.
- Struktur der Aufgabe: Beschreibt den Grad, in dem Arbeitsaufgaben systematisiert sind.
- Machtposition: Der Einflussgrad, den eine Führungskraft besitzt, etwa bei der Einstellung, Entlassung, Verhängung von Sanktionen, Beförderungen und Gehaltserhöhungen.
Laut Fiedler ist eine aufgabenorientierte Führungspersönlichkeit adäquat, wenn diese drei Variablen in hohem Maße ausgeprägt sind. In extremen Situationen sind hingegen mitarbeiterorientierte Führungskräfte am besten geeignet.
Das Hersey-Blanchard-Modell
Dies ist eines der am häufigsten verwendeten Führungsmodelle, auch wenn es bisher keiner gründlichen Evaluierung zur Beweisführung seiner Validität unterzogen wurde. Die situative Führung ist eine Kontingenztheorie, die sich auf den Anhänger (Mitarbeiter) konzentriert.
Die Bedeutung des Anhängers spiegelt die Tatsache wider, dass diese entscheiden, ob sie eine Führungskraft annehmen oder ablehnen. Gute Führung wird durch die Wahl des geeigneten Stils erreicht, der laut Hersey und Blanchard von der Reife der Anhänger abhängt. Die Reife wird in zwei Aspekten betrachtet: Motivation sowie Fähigkeiten und Kenntnisse.
- Anordnen: Empfohlener Führungsstil für Mitarbeiter, die weder motiviert noch geschult sind.
- Delegieren: Empfohlener Führungsstil, wenn Nachfolger motiviert und für die Arbeit qualifiziert sind.
- Überzeugen: Der richtige Stil, wenn Anhänger motiviert, aber noch nicht fähig sind.
- Partizipieren: Der Stil für Mitarbeiter, die zwar fähig, aber nicht motiviert sind.