Konzentrationsmaße und Titration: Normalität, Molalität & mehr

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Normalzustand

Normalzustand: Er drückt die entsprechende Anzahl von Gramm des gelösten Stoffes aus, die in einem Liter Lösung enthalten sind.

Bestimmung der entsprechenden Gramm pro Liter

Bestimmung der entsprechenden Gramm pro Liter: Um die entsprechenden Gramm (Äquivalente) zu bestimmen, teilt man die Masse in Gramm durch die Molekularmasse und berücksichtigt die Zahl der austauschbaren H‑Atome oder die Wertigkeit, je nach Art der Verbindung.

Base oder Hydroxid

Base oder Hydroxid: Um das Grammäquivalent einer Base oder eines Hydroxids zu bestimmen, teilt man die Molekularmasse (in Gramm) durch die Anzahl der OH‑Gruppen.

Salz

Salz: Um das Äquivalent eines Salzes zu bestimmen, teilt man die Molekularmasse durch die Wertigkeit des Metalls.

Molalität

Molalität: Die Molalität ist die Anzahl der Mol des gelösten Stoffes pro 1 kg (1000 g) Lösungsmittel. Eine molare Lösung (Molarität) dagegen enthält ein Mol des gelösten Stoffes pro Liter Lösung (Unterschied zwischen Molalität und Molarität beachten).

Molenbruch

Molenbruch (Molenanteil): Der Molenbruch bezieht sich auf den Anteil der einzelnen Komponenten in einem Mol einer Lösung. Er wird berechnet, indem die Anzahl der Mol jeder Komponente durch die Gesamtanzahl der Mol in der Lösung geteilt wird.

Titration

Titration: Die Titration (auch Titrierung genannt) ist ein Verfahren, bei dem zu einer genau abgewogenen Menge einer Probe eine definierte Menge eines Reagens zugegeben wird, bis sich eine sichtbare Veränderung (z. B. eine Farbänderung durch einen Indikator) einstellt. Der Endpunkt zeigt an, dass die Reaktion abgeschlossen ist.

Azidimetrie und Alkalimetrie

Azidimetrie und Alkalimetrie: Diese beiden Verfahren sind Varianten der Säure‑Base‑Titration:

  • Azidimetrie: Beurteilung bzw. Bestimmung von Basen (Hydroxiden) durch Zugabe einer Säure.
  • Alkalimetrie: Der umgekehrte Prozess: Beurteilung bzw. Bestimmung von Säuren durch Zugabe einer Base.

Neutralisation

Wenn eine Säure und eine Base in Kontakt kommen, erfolgt eine Doppelverdrängungsreaktion, die als Neutralisation bezeichnet wird. Bei dieser Reaktion entstehen in der Regel ein Salz und Wasser. Das Grundprinzip der Neutralisation ist, dass ein Äquivalent Säure ein Äquivalent Base neutralisiert.

Indikatoren

Indikatoren: Indikatoren sind Substanzen, die durch eine Farbänderung den Charakter oder das Ende einer Reaktion anzeigen. Wichtige Anforderungen an Indikatoren sind unter anderem:

  • deutliche Farbänderung
  • geeigneter Umschlagsbereich (pH‑Mitte)
  • möglichst farblose Form in einer Phase, um Störungen zu vermeiden
  • keine starke Beeinflussung der Reaktion

Beispiele für gebräuchliche Indikatoren:

  • Methylblau
  • Bromthymolblau
  • Methylrot
  • Phenolphthalein (Phenoltalein)

Kolligative Eigenschaften

Kolligative Eigenschaften: Kolligative Eigenschaften sind Eigenschaften von Lösungen, die von der Zahl der gelösten Teilchen abhängen und nicht von deren chemischer Natur. Dazu gehören:

  • Dampfdruckerniedrigung
  • Siedepunktserhöhung
  • Gefrierpunktserniedrigung
  • Osmotischer Druck

Diese Eigenschaften sind besonders nützlich, um die molare Masse unbekannter gelöster Stoffe zu bestimmen.

Dampfdruck

Dampfdruck: Der Dampfdruck bezieht sich auf die Kraft bzw. den Druck, den die Gas‑ oder Dampfteilchen einer Substanz auf deren Oberfläche ausüben. In Lösungen führt die Anwesenheit gelöster Teilchen in der Regel zu einer Verringerung des Dampfdrucks des Lösungsmittels im Vergleich zum reinen Lösungsmittel.

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