Die Krankensalbung und das Priestertum: Biblische Grundlagen und Rituale
Eingeordnet in Religion
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 5,12 KB
Die Salbung der Kranken
Biblische Grundlagen: Haltung Jesu zu den Kranken.
Human Experience: Die Salbung der Kranken begegnet der Begrenzung der menschlichen Natur und dem Gefühl der Endlichkeit des Daseins. Die Person sucht die Begegnung mit Gott in einer Zeit des persönlichen Leidens. Aus christlicher Hoffnung glauben wir, dass Gott den Kranken von dieser Krankheit befreien kann.
- Die Krankensalbung wird vor einer Operation oder einem schweren Eingriff, bei schwerer Erkrankung und bei Menschen mit hohem Alter verabreicht.
Wie wird sie verwaltet?
- Individuell: Bei Operationen.
- Gemeinsam: Meistens. Wenn jemand bereits 80 Jahre alt ist, wird sie einmal jährlich verabreicht, oder bei Kranken jeden Alters, die eine schwere Krankheit erleiden.
Was bietet sie?
- Vergebung aller Sünden, die Vergebung Gottes. Sie gibt dem Patienten das Vertrauen, genesen zu können, und bereitet Sterbende darauf vor, ihr Vertrauen auf Gott zu setzen und sich auf die endgültige Begegnung mit ihm vorzubereiten.
Zeichen
Stirn: Der Priester verwaltet das Öl und zeichnet mit einem Kreuz auf die Stirn der Person, der er das Sakrament spendet. Dies drückt die Stärkung durch den Empfang des Heiligen Geistes aus, um Krankheit oder Leid zu überwinden.
Ministerialverordnung (Priestertum)
Biblische Grundlagen: Jesus hat die Bereitschaft zum Dienst vorgelebt.
Menschliche Erfahrung: Volles Engagement und Dienst am Nächsten (Christliche Gemeinschaft).
Ritus des Priesters: Der Priester ist freiwillig verpflichtet zum Aufbau des Reiches Gottes und zur Lebenshingabe.
Der Priester hat folgende Verpflichtungen:
- Verkündigung des Wortes Gottes
- Zeugnis des Evangeliums Christi
- Aufbau, Begegnung und Erhöhung des Volkes Gottes
- Sich dem Dienst an den Bedürfnissen anderer widmen
Symbole:
Das einzige Symbol, das als Anker für die Kaplansweihe bleibt, ist die Handauflegung des Bischofs, damit er alles oben Genannte vollziehen kann, und dann tun die Priester dasselbe.
Kleidung
- Gewänder: Ursprünglich trug der Diakon ein Kleid mit einer gekreuzten Stola. Während der Feier tragen die Priester die priesterlichen Gewänder: Zuerst die Albe (das weiße Untergewand), die mit einer Stola und einer Kasel überzogen wird. Die Farbe ändert sich je nach liturgischem Jahr:
- Ostern – Violett
- Feierliche Feste – Weiß
- Weihnachten – Rot
- Im Jahreskreis – Grün
- Unbefleckte Empfängnis – Blau
- Himmelfahrt – Rosa
- Ring: Er symbolisiert den Bund, den man mit Gott eingeht.
- Litanei: Alle Heiligen werden angerufen und man betet für uns. Es wird daran erinnert, dass der Mensch aus Staub gekommen ist und wieder zu Staub zurückkehren wird. Dies wird die Gemeinschaft der Heiligen genannt; es ist der Glaube, dass es andere gibt, die vor uns gegangen sind und man nicht allein ist.
Gelübde
- Armut
- Gehorsam
- Keuschheit
Sie haben kein gesellschaftliches Leben mehr.
Ehe
Biblische Grundlagen: Eine Vereinigung von Mann und Frau. In der Zivilisation gab es diese Verbindung schon immer.
Menschliche Erfahrung: Die Liebe zwischen Mann und Frau. Das Paar verspricht sich vor der Kirche Liebe und Respekt vor Gott, sich selbst und die Liebe zu künftigen Kindern.
Weitere Feierlichkeiten
Diese sind weniger wichtig, aber die Menschen zeigen oft große Hingabe. In der Regel sind mehr Menschen anwesend, wodurch der Glaube der Menschen ausgedrückt wird.
Es gibt zwei Arten:
Öffentliche:
- Prozessionen
- Wallfahrten
- Gemeinsame Gebete (Romeo – hier interpretiert als gemeinschaftliche Gebetsform)
Private:
- Einzeln: Menschen wählen, allein zu beten.
- Kollektiv: Feier, die von einer Gruppe von Personen geleitet wird, die nicht durch das liturgische Jahr festgelegt ist. Eine Gruppe von Menschen trifft sich, um das Leben zu reflektieren: Sie sehen, wie das Wort Gottes ihr Leben richtet, und treffen eine Verpflichtung bis zum nächsten Jahr.