Kreationismus, Evolution und Evolutionstheorien einfach erklärt

Eingeordnet in Sozialwissenschaften

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,78 KB

Kreationismus, Evolutionismus und Evolutionstheorien

Kreationismus (dogmatisch)

Henry M. Morris gilt als einer der Väter des sogenannten wissenschaftlichen Kreationismus. Diese Position besagt, dass die Erde von Gott kurz vor der Sintflut geschaffen wurde. Mit der Analogie des Uhrmachers argumentieren Befürworter, dass die Komplexität und Zweckmäßigkeit vieler Lebewesen so deutlich Zeichen von Design zeigen, dass diese Beobachtungen als starkes Argument für die Existenz Gottes gelten.

Evolutionismus

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat keinen Zweifel daran, dass sich alles Leben aus gemeinsamen Vorfahren oder anfänglichen Lebensformen entwickelt und sich im Laufe der Erdgeschichte verändert hat. Jede Art, fossile oder lebende, ist aus anderen, ihr vorangegangenen Formen entstanden. Evolution gilt daher als Tatsache.

Unterscheidung:

  • Fakten: Daten und Befunde, die in der Natur beobachtet werden.
  • Theorien: Wissenschaftliche Erklärungsmodelle, die diese Fakten interpretieren und erklären.

Lamarckismus

Grundgedanke: Notwendigkeit der Anpassung — Nach Lamarck verändern sich die körperlichen Eigenschaften von Tieren und Pflanzen, um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen.

  • Gesetz von Gebrauch und Nichtgebrauch: Der häufige Gebrauch eines Organs führt zu dessen Verstärkung; Nichtgebrauch führt zu Rückbildung.
  • Gesetz der Vererbung erworbener Eigenschaften: Erworbenen Merkmale werden an die Nachkommen weitergegeben.

Darwinismus

Kerngedanken nach Charles Darwin:

  • Variation: Individuen einer Population sind nicht identisch; es gibt natürliche Unterschiede zwischen ihnen.
  • Vererbung: Einige Varianten werden an die Nachkommen weitergegeben.
  • Kampf ums Dasein: Individuen stehen im Wettbewerb um begrenzte Ressourcen; nur wer überlebt und sich fortpflanzt, gibt Gene weiter.
  • Anpassung: Variationen, die vorteilhaft sind, erhöhen die Überlebens- und Fortpflanzungschancen der Träger.
  • Natürliche Selektion: Durch Selektion häufen sich vorteilhafte Eigenschaften in einer Population an; ungünstige Eigenschaften verschwinden. Nach vielen Generationen können diese Veränderungen zur Entstehung neuer Arten führen.

Diese Abschnitte fassen die zentralen Positionen und Begriffe zusammen, wie sie in Diskussionen über Ursprung und Wandel des Lebens häufig verwendet werden.

Verwandte Einträge: