Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weitere medizinische Themen
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Krebs
Zellen beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren und sind zur gleichen Zeit in der Lage, sich zu spezialisieren und die entsprechenden gewebespezifischen oder organspezifischen Funktionen auszuführen. Die schnell wachsenden Zellen zerstören die gesunden Zellen um sie herum; sie sind bösartig. Dies ermöglicht Zellen die Metastasierung eines malignen Tumors durch das Eindringen in Gefäßwände oder das lymphatische System. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den entwickelten Ländern. Genetische Veranlagung kann Einfluss auf die Entwicklung von Krebs haben. Mögliche Ursachen sind z. B. Schnupftabak, UV-Strahlung und andere Risikofaktoren.
Impfstoff gegen Humane Papillomaviren (HPV)
Ein Impfstoff gegen humane Papillomaviren kann Gebärmutterhalskrebs verhindern. Er ist effektiv gegen mehrere HPV-Typen, die für Genitalwarzen und Tumoren im Zervixbereich verantwortlich sind. Die Immunisierung ist am wirksamsten, wenn die Person noch nicht mit Papillomaviren exponiert war (z. B. vor der ersten sexuellen Begegnung). Das humane Papillomavirus wird sexuell übertragen; viele Infektionen können spontan verschwinden, werden sie jedoch chronisch, können sie persistieren und zu Tumoren führen.
Krebsbehandlungen
- Chirurgie: umfasst die chirurgische Entfernung des Tumors.
- Strahlentherapie: besteht in der Anwendung konzentrierter Strahlendosen auf den Tumor, um diesen zu zerstören, wobei darauf geachtet wird, das verbleibende gesunde Gewebe so weit wie möglich zu schonen.
- Chemotherapie: Medikamente greifen Krebszellen an. Zytostatika hemmen das ungeordnete Wachstum von Zellen, stören die Zellteilung und töten schnell teilende Zellen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine Gruppe von Störungen des Herzens und der Blutgefäße. Dazu gehören Veränderungen des Herzmuskels, Erkrankungen der Herzklappen, Durchblutungsstörungen, Schlaganfälle und Bluthochdruck. Sie können zu einer eingeschränkten Versorgung wichtiger Organe wie Herz und Gehirn führen. Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung, übermäßiger Stress und Tabakkonsum.
Psychische Erkrankungen
Psychische Erkrankungen können durch Veränderungen in der Konzentration von Neurotransmittern verursacht werden, die Signale von einem Neuron zum anderen übertragen, oder durch Veränderungen in Zahl und Struktur von Neuronen in verschiedenen Bereichen des Gehirns.
Beispiele psychischer Erkrankungen
- Alzheimer: führt zu Gedächtnisverlust und Demenz im Alter.
- Schizophrenie: gekennzeichnet durch eine verzerrte Wahrnehmung der Realität; Betroffene können Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder das Hören von Stimmen erleben.
- Anorexie und Bulimie: Essstörungen mit gestörter Nahrungsaufnahme und oft mit einer verzerrten Körperwahrnehmung.
- Vigorexie (Muskelbildstörung): eine verzerrte Vorstellung des eigenen Körpers, die zu Unzufriedenheit und zwanghaftem Verhalten führen kann.
- Depression: eine tiefe, lang anhaltende Traurigkeit und oft verbunden mit Funktionsverlust im Alltag.
Bildgebende Verfahren
CT (TAC): erzeugt Bilder der Anatomie des Gehirns und wird verwendet, um den zerebralen Blutfluss zu beurteilen sowie Verletzungen und Hirntumoren zu diagnostizieren.
PET: beschreibt die metabolische Aktivität des Gehirns und wird zur Funktionsdiagnostik genutzt.
Knochendensitometrie (DXA): eine Technik mit geringen Röntgendosen, die zur Bestimmung der Knochendichte verwendet wird. Niedrige Knochendichte weist auf Osteoporose hin.
Arzneimittel und Selbstmedikation
Drogen (Arzneimittel) sind Stoffe oder Verbindungen, die heilende Eigenschaften besitzen oder zur Vorbeugung und Behandlung menschlicher und tierischer Krankheiten eingesetzt werden. Selbstmedikation bedeutet die Einnahme von Arzneimitteln ohne ärztliche Verordnung; dies kann Risiken bergen und sollte kritisch betrachtet werden.
Transplantation und Tod
Transplantate (Spenderorgane) haben jeweils eine begrenzte Haltbarkeits- bzw. Erhaltungszeit, insbesondere wenn der Spender bereits hirntot ist. Transplantate lösen eine Immunabwehr aus; deshalb werden häufig Medikamente verabreicht, die die Abwehrreaktion dämpfen. Der Prozess der Organtransplantation hängt nicht nur von der Verfügbarkeit von Organen ab, sondern umfasst viele medizinische, ethische und logistische Aspekte. Spendertiere werden in der Xenotransplantation eingesetzt. Techniken wie der Einsatz von Stammzellen werden erforscht, um Organe zu regenerieren oder zu züchten.
Tod nach dem Harvard-Kriterium: Der Tod wird erklärt, wenn im Elektroenzephalogramm dauerhaft keine Gehirnfunktion mehr nachweisbar ist. Das bedeutet, dass das Gehirn seine Funktionen irreversibel eingestellt hat, auch wenn Atmung oder Herzschlag noch künstlich aufrechterhalten werden können.
Pharmakologie, Informatik und Naturschutz
In der Pharmakologie und in computergestützten Disziplinen sind Wissenschaftler zunehmend in der Lage, spezifische Moleküle zu verfeinern und im Labor vollständig zu synthetisieren. Wirkstoffe können aus Pflanzen, Tieren und Meereslebewesen stammen; wenn Umweltzerstörung zum Verschwinden von Tier- und Pflanzenarten führt, besteht die Gefahr, dass potenzielle Heilmittel oder Medikamente verloren gehen.
Kontroverse Tierversuche und Alternativen
Tierversuche sind ethisch umstritten: Einerseits leiden Tiere oft für unser Wohl, andererseits gibt es Sicherheitsanforderungen, um Patienten nicht gefährlichen Stoffen auszusetzen. Als Alternativen werden Mikroorganismen, Zellkulturen oder Computersimulationen (in silico) genutzt.
Viagra
Viagra: Bei der Entwicklung suchten Simon Campbell und David Roberts nach einem Medikament gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden/Hypertonie. Dabei wurde entdeckt, dass das Präparat die Erektion erleichtert, was zur Entwicklung eines Medikaments gegen erektile Dysfunktion führte.