Kreuzvalidierung, Interpretation und Zuverlässigkeit psychologischer Tests
Kreuzvalidierung
Die Kreuzvalidierung ist ein Nachweis über die Zuverlässigkeit und Validität der Neuanwendung. Sie wird benötigt, wenn neue Muster definitiv getestet werden.
Interpretation bezogen auf die Regel
Die Genauigkeit der Punktwerte wird pro Testperson ermittelt, indem die Punktwerte der Gruppenmitglieder herangezogen werden. Der Test wird auf eine Stichprobe angewendet, die die Population repräsentativ abbildet. Ein fundamentaler Aspekt ist der Aufbau von Tabellen, die die möglichen Punktwerte in Beziehung zu anderen Werten mit signifikanter Bedeutung setzen. Dazu zählen:
- Prozentränge (Formel)
- z-Werte (Formel)
- Standardisierte Punktwerte
Interpretation bezogen auf das Kriterium
Die Domäne umfasst Fragen, die als repräsentativ für den Gegenstandsbereich gelten. Die Variation reicht von 0 bis 1 (total). Problem: Es ist zu bestimmen, ab wann eine Person die Thematik ausreichend beherrscht.
Übliche Standardskalen bei der Testnormierung
- Prozentrangbereiche (Formel PR)
- Typische Punktwerte (Formel z)
- Skala Mittelwert 50, beliebige Skalen
- IQ-Skala: Mittelwert 100, Standardabweichung 15
- T-Skala: Mittelwert 50, Standardabweichung 10
Prozentränge
Standardisierungsverfahren der Normierung werden bei Tests eingesetzt. Formeln zur Berechnung von Prozenträngen: fk = kumulierte Häufigkeit, fx = Häufigkeit des Wertes x.
- Ordnung der Punktwerte nach möglichen Ausprägungen
- Ermittlung der Häufigkeit jedes Punktwerts
- Berechnung der kumulierten Häufigkeiten
- Berechnung der Prozentränge mit der angegebenen Formel
Prozentränge drücken klar die Rangordnung der Punktwerte aus.
Typische Skalen
Die Umwandlung in Standardwerte ist häufig, um die Position von Personen zu interpretieren. Vorteil: Der Mittelwert ist immer 0 und die Standardabweichung 1. Die Vorzeichen zeigen an, ob eine Person über oder unter dem Mittelwert der Referenzgruppe liegt. Standardwerte haben jedoch den Nachteil, dass Dezimalzahlen und negative Werte entstehen, weshalb zusätzlich Prozentränge zur Darstellung der Position benötigt werden.
Typische Skalenwerte
Skalen, Mittelwerte und Standardabweichungen sind willkürlich festgelegt und werden aus Gründen der Zweckmäßigkeit gewählt (z-, IQ- und T-Skala).
Standardwerte
Prozentränge und z-Werte bestimmen, wie Ergebnisse auf der Normalverteilungskurve einzuordnen sind. Skalen mit metrischem Niveau ermöglichen die eindeutige Interpretation von Punktwerten, die aus Ordinalskalen stammen.
Validierung
Die Validierung umfasst die Ansammlung verschiedener Nachweise. Sie basiert auf empirischem Sinn oder Begründungen, etwa durch einen Indikator im besonderen Kontext.
Wichtige Aspekte der Validierung
- Zuverlässigkeit (Reproduzierbarkeit, Äquivalenz, Stabilität, Konsistenz der Punktwerte)
- Validität (Ob die Punktwerte, die ein Indikator liefert, erhebliche Aussagen für ein Kriterium oder Konstrukt erlauben)
Zuverlässigkeit
Klassifikationen, Reproduzierbarkeit, Rangordnungen und Quantifizierungen entstehen aus technischen Verfahren.
Klassische Methoden zur Schätzung der Zuverlässigkeit
Test-Retest-Methoden werden beschrieben, ebenso Halbierungsmethoden wie Spearman-Brown, Rulon und Guttman.
Alternative Methoden der Logik und Verfahren der Halbierung
Bei zwei Testhälften werden Punktwerte für jede Person aus der Matrix der Itemwerte definiert. Zwei Formeln kommen zum Einsatz: die Formel von Rulon bzw. Spearman-Brown sowie die Formel von Guttman. Dabei werden die Items in gerade und ungerade Nummern unterteilt und die beobachteten Differenzen der Punktwerte jeder Person berechnet, die rein zufällig sind. Diese Verfahren sind anwendbar, wenn keine reine Geschwindigkeitsprüfung vorliegt, sondern alternative Methoden zur Zuverlässigkeitsberechnung genutzt werden.
Cronbachs Alpha-Koeffizient
Alpha zeigt Konsistenz an, wenn gilt: 1) keine Komponenten-Dimensionalität, 2) hohe mittlere Korrelation der Items und ähnliche Zuwachsraten der Items. Die erste Bedingung ist notwendig, reicht aber nicht aus, um die Eindimensionalität sicherzustellen. 3) Es gibt verschiedene Bezeichnungen: interne Konsistenz, Reproduzierbarkeit der Items, Zuverlässigkeit, Äquivalenz. Alternative Methoden zur Berechnung der Zuverlässigkeit stehen ebenfalls zur Verfügung.