Krise der Spanischen Monarchie: Ursachen und Sturz von Isabella II. (1868)
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Phase: Die Präsidiale Republik und der Niedergang
Die Dritte Phase der Präsidialrepublik war geprägt von einem Staatsstreich, der die Gerichte und die zivile Regierung stürzte. Serrano übernahm die Führung, gestützt von der Armee, und rief die Partei des Präsidenten Alfonsino aus. Die Figur des Präsidenten gewann an Einfluss, während monarchische Propaganda an Prestige verlor. Die Republik wurde zunehmend mit Unordnung und nationaler Desintegration in Verbindung gebracht.
Autoritäre Tendenzen der Serrano-Regierungen
Die Regierungen unter Serrano wurden immer autoritärer:
- Auflösung von Arbeiterverbänden unter dem Vorwand, die öffentliche Sicherheit, die territoriale Integrität und die Ordnung zu gefährden.
- Verhängung des Belagerungszustands über das gesamte Land.
- Unterwerfung des Kantons Cartagena.
- Die Carlisten-Aufstände blieben eine ständige Bedrohung.
- Das öffentliche Defizit verschlechterte sich, was zu höheren Steuern und der Enteignung von Carlisten-Vermögen führte.
Die republikanischen Regierungen standen vor großen Problemen: die kantonalistische Unterwanderung, soziale Unruhen sowie anarchistische und carlistische Aufstände.
Krise und Fall der Monarchie
Politische Krise
Politiker wie O'Donnell und Narváez setzten auf starke politische Repression: Militärische Aufstände wurden brutal niedergeschlagen, und jegliche Forderung nach Reformen wurde unterdrückt. Die Gerichte erließen Dekrete, die zu einer Krise führten. Die spanischen Konservativen, die seit 1845 an der Macht waren, hatten die Probleme des Landes nicht gelöst und die Krone in eine schwierige Lage gebracht.
Die politische Repression und der fehlende legale Zugang zur Macht veranlassten die Progressiven, sich von Isabella II. abzuwenden und eine Plattform für Verschwörungen zu schaffen. Konservative und Isabella II. unterzeichneten den Pakt von Ostende. Isabella II. verlor die Unterstützung der Progressiven, die sich weigerten, an den zunehmend betrügerischen Wahlen teilzunehmen.
Die Demokraten verließen die Plattform und setzten auf die Erklärung der Republik. Die Demokraten diskutierten über die Monarchie oder den Beitritt zur Republik, wobei die städtische Klasse die Monarchie mit allgemeinem Wahlrecht oder die Republik forderte. Schließlich kam es zum Aufstand der Unteroffiziere in der Kaserne von San Gil.
Wirtschaftskrise
Die Finanzkrise führte zu einem Einbruch der Börse und machte Eisenbahnaktien und -investitionen unrentabel. Die Zeit intensiver Bautätigkeit für die Eisenbahnlinien war vorbei und nicht mehr rentabel.
Industrielle Krise: Die katalanische Industrie litt stark unter dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Die USA stellten den Export von Rohstoffen ein, was zu höheren Preisen führte, da die nicht aus den USA stammenden Rohstoffe nicht mehr verkauft werden konnten. Werkstätten und Fabriken schlossen, und die Arbeiter landeten auf der Straße.
Nahrungsmittelkrise: Missernten führten zu einer Verknappung von Weizen, was einen Preisanstieg zur Folge hatte, der Hunger und Gewalt verursachte.
Soziale Krise und die Revolution von 1868
Die steigende Arbeitslosigkeit führte zu Unzufriedenheit bei der Bourgeoisie gegenüber dem gemäßigten Regime der Krone.
Im August 1866 unterzeichneten Progressive, Demokraten und Republikaner den Pakt von Ostende. Nach dem Tod O'Donnells im Jahr 1868 schloss sich die Gewerkschaft an.
Die Revolution von 1868 begann in Cádiz unter der Führung von Admiral Topete (liberal), unterstützt von Prim und Serrano. Zuvor hatten revolutionäre Juntas parallel zur militärischen Verschwörung operiert. Die Revolution war der Schlusspunkt der Krise der gemäßigten Regierungen und der dreifachen Krise (sozial, wirtschaftlich und politisch) von Isabella II.
Das Ziel der Revolution war der Regierungswechsel, die Demokratisierung des politischen Systems mit allgemeinem Wahlrecht, nationaler Souveränität und weitreichenden Freiheiten, um die Entwicklung des Kapitalismus zu ermöglichen.