Kultur und Gesellschaft im Mittelalter und der Renaissance
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Literarische Veranstaltungen
Die Literatur des Mittelalters thematisierte das Leben, kritisierte religiöse Glaubenssätze, die Sitten der Zeit sowie die Liebe. Es lassen sich folgende Strömungen unterscheiden:
- Epik: Vertreten durch vier bedeutende Werke des mittelalterlichen Epos.
- Mystische Literatur: Eine Reaktion auf die Feudalisierung und die Korruption innerhalb der Geistlichkeit.
- Satire: Im späten Mittelalter wurden gesellschaftliche Bräuche kritisiert, was die damaligen Krisen und Bedrohungen widerspiegelte.
- Lyrik: Repräsentiert durch Petrarca, einen bedeutenden italienischen Schriftsteller, der gemeinsam mit Dante und Boccaccio als Vorläufer der Renaissance gilt.
Entstehung der ersten Universitäten
Aus den Palastschulen Karls des Großen und den päpstlichen Schulen entwickelten sich die sieben freien Künste, die schließlich zur Gründung von Universitäten führten. Dies begann im Hochmittelalter, als sich Lehrer und Schüler zu Gemeinschaften zusammenschlossen, um eine Spezialisierung zu erreichen. Daraus entstanden feste Strukturen mit Dekanen, Rektoren, Professoren und Studenten. Die ersten Universitäten wurden in Bologna und Paris gegründet.
Wiederbelebung des städtischen Lebens und Aufstieg des Bürgertums
Das städtische Leben erlebte in Europa nach den Kreuzzügen eine Wiedergeburt. Alte Städte wurden neu besiedelt und neue Städte (Gemeinden) gegründet. Die Bewohner schlossen sich in Zünften oder Gilden zusammen.
Das Bürgertum festigte seine Stellung, indem es von den Königen Privilegien erhielt – entweder als Belohnung für die Unterstützung bei der Verteidigung oder nach Konflikten zwischen den Stadtbewohnern und dem Souverän.
Die Frühe Neuzeit
Die Frühe Neuzeit liegt zwischen dem Mittelalter und der Moderne und erstreckt sich vom 15. bis zum 17. Jahrhundert.
Leistungsmerkmale:
- Renaissance: Eine Übergangszeit, die im späten Mittelalter begann und eine neue Einstellung zum Leben und zur Kultur des Menschen prägte.
- Geografische Entdeckungen: Die Erweiterung des bekannten Horizonts.
- Die Reformation: Eine religiöse Revolution, deren Ursachen bereits in den letzten Jahren des Mittelalters lagen.
- Gegenreformation: Die Reaktion der katholischen Kirche auf die Herausforderungen der Reformation.
- Kapitalismus: Entstand durch die Handelsbeziehungen Europas mit dem Orient nach den Kreuzzügen.
- Das Bürgertum: Etablierte sich als eigenständige gesellschaftliche Klasse.