Kunststoffe und Werkstoffe: Verarbeitung und Eigenschaften

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Polymer-Umformprozesse

  • Extrusion: Kunststoffgranulat wird in einem beheizten Rohr geschmolzen, durch eine Düse gepresst und anschließend abgekühlt.
  • Spritzblasformen: Ein Rohr wird mittels Extruder geformt, in eine Form eingelegt und unter Druck aufgeblasen.
  • Spritzguss (Injection Molding): Granulierter Kunststoff wird in einem Zylinder geschmolzen. Sobald die Schmelze das Ende erreicht, wird sie in die Form gespritzt.
  • Schaumformen: Das Material wird in einer Form erhitzt. Der Kunststoff quillt auf und füllt das gesamte Volumen als schwammige Masse aus.
  • Vakuumformen: Eine erhitzte Kunststofffolie wird über eine Form mit kleinen Kanälen gelegt. Durch eine Vakuumpumpe wird die Luft abgesaugt, sodass sich die Folie an die Form anpasst.
  • Formpressen: Das Polymer wird in eine zweiteilige Form gegeben und unter Druck in die gewünschte Form gebracht.
  • Kalandrieren: Viskoses Material wird zwischen Walzen verteilt, bis es die gewünschte Dicke und Konsistenz erreicht.

Künstliche Holzwerkstoffe

  • Sperrholz (Contraplacats): Verleimte Platten aus natürlichem Holz.
  • Spanplatten (Agglomerate): Holzspäne, die mit Kunstharzen verklebt und gepresst werden.
  • Faserplatten (TableX und DM): Holzfasern, die unter Druck (nass oder trocken) ohne Lösungsmittel verarbeitet werden.
  • Leimholz (Enllistonats): Seitlich verleimte Nadelholzlamellen.
  • Furniere: Tangentiale Schnitte, die direkt vom Stamm gewonnen werden.
  • Kunststoffbeschichtete Platten: Platten mit einer Schicht aus synthetischen Harzen.

Einteilung der Polymere

  • Thermoplaste: Lineare oder verzweigte Struktur; können durch Erhitzen beliebig oft verformt werden.
  • Elastomere: Vernetzte Struktur; zeigen elastisches Verhalten ohne Bruch.
  • Duroplaste (Thermostabile): Stark vernetzte Struktur; härten aus und können nicht erneut verformt werden.

Additive für Polymere

  • Füllstoffe: Mineralien zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit und Zähigkeit.
  • Weichmacher: Reduzieren Härte und Sprödigkeit, erhöhen Duktilität und Zähigkeit.
  • Stabilisatoren: Erhöhen die Resistenz gegen UV-Strahlung und Oxidation.

Wichtige Kunststoffarten

  • Polyethylen (PE): Günstig, flexibel, zäh, elastisch und korrosionsbeständig. Verwendung: Taschen, Kabelummantelungen.
  • Polystyrol (PS): Isolierend, transparent, weniger feuchtigkeitsbeständig.
  • Polyethylenterephthalat (PET): Beständig gegen Zug, Torsion, Ermüdung, Feuchtigkeit, Säuren und UV-Strahlung. Verwendung: Getränkeflaschen.
  • Polypropylen (PP): Leicht, zäh, biegefest, hitze- und chemikalienbeständig. Verwendung: Lebensmittelbehälter, Gartenmöbel.
  • Polyurethan (PU): Isolierend, schäumbar. Verwendung: Dämmung für Kühlgeräte und Häuser.

Weitere Werkstoffe

  • Ton: Besteht aus Siliciumdioxid, Aluminiumoxid und Verunreinigungen.
  • Feuerfeste Materialien: Bestehen aus Aluminiumoxid, Silizium und Magnesium.
  • Beton: Mischung aus Portlandzement, Sand und Kies.

Eigenschaften von Textilfasern

Zugfestigkeit, Elastizität, Homogenität, Feuchtigkeitsaufnahme, Isolierfähigkeit, weicher Griff und chemische Beständigkeit.

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