La Celestina: Analyse, Handlung und Themen von Fernando de Rojas
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La Celestina: Analyse und Interpretation
La Celestina: Ein Werk, das Fernando de Rojas zugeschrieben wird, einem Juristen jüdischer Herkunft. Es wird angenommen, dass er das Stück verfasste, beginnend mit dem ersten Akt.
Argument: Die unglückliche Liebe
Die Handlung dreht sich um die unglückliche Liebe des jungen Calisto und Melibea. Die Beziehung beginnt, als Calisto Melibea zufällig sieht und daraufhin die Kupplerin Celestina hinzuzieht, um seine Ziele zu erreichen.
Sobald Celestina ihr Ziel erreicht hat, wird sie von Calistos Dienern getötet, da diese den Lohn nicht teilen wollten. Die Diener werden öffentlich auf dem Platz hingerichtet, und die beiden Prostituierten, mit denen Celestina arbeitete, schwören Rache.
Das Schicksal greift ein: Calisto stirbt, als er von einer Leiter stürzt, während er versucht, Melibea zu sehen. Melibea, die den Tod ihres Geliebten miterlebt, beschließt, Selbstmord zu begehen.
Am Ende des Werkes beklagt Melibeas Vater seinen Tod und trauert über das Unglück.
Gattung und Form
Gattung: Das Werk kann weder als Roman betrachtet werden, da es nicht erzählt wird, noch ist es rein theatralisch, da es nicht aufgeführt werden kann. Es gilt als eine humorvolle Komödie, die in kleinen Kreisen oder Universitätsgruppen gelesen wird. Heutzutage gibt es einige Anpassungen, bevor es auf die Bühne gebracht wird.
Dramatische Rede
Das Buch besteht vollständig aus Dialogen und enthält Monologe, Dialoge, Metren, interne und Randbemerkungen.
Zentrale Themen
Themen:
- Liebe: Es gibt mehrere Behandlungsweisen. Im Fokus stehen:
- 1. Ansatz – Höfische Liebe als Parodie:
Calisto erscheint als Liebhaber, der die Schwierigkeiten nicht kennt oder nicht warten will, um sie zu überwinden.
- 2. Ansatz – Sexuelle Liebe:
Die körperliche Liebe und das Verlangen nach Vergnügen ohne Kompromisse dominieren. Sexualität wird geteilt und erscheint als eine grundlegende menschliche Eigenschaft.
- 3. Ansatz – Liebe als Wahnsinn:
Die Magie: Celestina wendet magische Rituale und Tränke an, um die Liebe zu beeinflussen. Der Tod: Er ist ein ständiges Thema, da alle Figuren gewaltsam sterben. Der Tod ist die endgültige Folge von Lust und Gier der Charaktere. Es ist ein Tod, der alle sozialen Schichten gleichstellt. Das Glück: Es entspringt dem klassischen Konzept der blinden Göttin, deren Rad sich zufällig dreht. Gier und das Verlangen nach Geld über alles.Die Liebe macht psychisch Kranke zu allem Möglichen, Verrücktes.
Charaktere
Charaktere: Sie sind nach sozialen Gruppen klassifiziert, obwohl jeder Charakter seine eigene Persönlichkeit besitzt.
Charaktere der Oberschicht:
- Calisto: Ein junger Mann, der von Instinkt und dem Wahnsinn der Liebe getrieben wird; dumm und egoistisch.
- Melibea: Junges Opfer von Calisto und Celestina, die gerade ihre Lust entdeckt, zu leben und zu genießen. Sie ist die Tragische und die Einzige, die ihr Schicksal selbst bestimmt.
Charaktere der Unterschicht (Randfiguren):
- Die Diener Calistos (Sempronius und Parmeno): Sie verhalten sich als untreue und unehrliche Diener, die ihre Unzufriedenheit über die Grobheit ihres Herrn zeigen.
Ihre Gier führt sie zu Mord und Tod.
- Celestina und die Prostituierten: Sie repräsentieren die Urinstinkte des Überlebens. Sie zeigen die härtere Wirklichkeit, sind eifersüchtig, rachsüchtig und nachtragend gegenüber der Oberschicht.
- Celestina: Ihre Größe und ihr Charakter gaben dem Werk seinen Namen. Sie widmete ihr Leben dem Verkauf von Sex und prahlte damit. Sie ist intelligent, scharfsinnig, weiß, wie man Menschen manipuliert, besitzt die Gabe der Rede und überzeugt damit. Sie ist egoistisch und gierig. Ihr Tod ist gewalttätig und führt zu weiteren Todesfällen.
Sinn und Zweck des Werkes
Sinn und Zweck des Werkes: Es hat eine zweideutige Bedeutung: Einerseits ist es moralisierend (über die Übel, die die Lust in der Liebe mit sich bringt), andererseits verteidigt es das Carpe Diem und die individuelle Freiheit.
Das Werk präsentiert eine pessimistische und desillusionierte Sicht auf das Leben. Die Welt wird (nach Ansicht des Autors) von Gier, Gewalt, Lust und Verrat beherrscht.
Struktur des Werkes
Struktur des Werkes: Das Werk ist in Akte unterteilt. Der erste Akt existierte vor der Ausarbeitung des gesamten Werkes. In einer ersten Version fehlten Handlungen, die später hinzugefügt wurden.