La Cosiata (1826) — José Antonio Páez und Venezuelas Entwicklung
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La Cosiata (1826) — Valencia und José Antonio Páez
La Cosiata (wörtlich: „unwichtige Sache“) oder die sogenannte Schildkröten-Revolution war eine Bewegung, die am 30. April 1826 in Valencia ausbrach. Sie wurde von José Antonio Páez angeführt. Ursprünglich verfolgte sie nicht die Absicht, Venezuela von Großkolumbien zu trennen, sondern forderte eine Änderung der Verfassung von Cúcuta und drohte mit der Abkehr von der Regierung in Bogotá, wenn die geforderten Reformen nicht erfüllt würden — wenn auch zunächst noch unter dem Schutz der Befreier.
Erste Präsidentschaft von José Antonio Páez
Sein Amtsantritt erfolgte 1830 zunächst vorläufig; er wurde in dieser Position von der verfassunggebenden Versammlung von Valencia bestätigt. Im Jahr 1831 wurde er zum verfassungsmäßigen Präsidenten für die Periode 1831–1834 gewählt. Zu Beginn seiner Regierung stand er einer Revolte im Osten gegenüber, die von José Tadeo Monagas geführt wurde und im Zusammenhang mit Umstrukturierungen in Großkolumbien entstand. Zu den Forderungen dieser Bewegungen zählten unter anderem die Wiederherstellung des Katholizismus als Staatsreligion sowie die Einrichtung militärischer und kirchlicher Gerichtsbarkeiten.
Zweite Präsidentschaft von José Antonio Páez
Die zweite Amtszeit Páez' war gekennzeichnet durch das Auftreten einer tiefen Wirtschafts- und Sozialkrise. Die ersten Opfer dieser Krise waren die ärmsten Teile der Bevölkerung, insbesondere die Bauern.
Übereinkommen von Ocaña (1828)
Das Übereinkommen von Ocaña war eine verfassunggebende Versammlung, die in der kolumbianischen Stadt Ocaña zwischen dem 9. April und dem 10. Juni 1828 stattfand. Ihr Ziel war die Reform der Verfassung von Cúcuta aufgrund der in Großkolumbien aufgetretenen Probleme. An den Beratungen nahmen Anhänger von Simón Bolívar und von Francisco de Paula Santander teil.
Erste Präsidentschaft von José Gregorio Monagas
Im Jahr 1850 fanden landesweite Wahlen statt, bei denen in der nationalen Abstimmung der Bruder des scheidenden Präsidenten favorisiert wurde. Im Februar 1851 trat General José Gregorio Monagas sein Amt an. Er unternahm nicht den folgenreichen Schritt, den manche vom Kongress erwarteten — die Abschaffung der Sklaverei. In der Geschichtsschreibung gilt er als einer der eher durchschnittlichen Präsidenten des 19. Jahrhunderts in Venezuela.
Veranstaltungen und internationale Abkommen
Venezuela und Brasilien unterzeichneten drei Abkommen:
- Grenzen
- Navigation
- Auslieferung
Die Grenzvereinbarung wurde jedoch nicht vom Kongress ratifiziert und blieb bis 1859 ausgesetzt.