Ländliche Räume: Umweltfaktoren, Demografie & Landwirtschaft

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Ländliche Umgebung 1

(unbebautes Gebiet im Land; traditionelle Aktivitäten: Landwirtschaft, Vieh- und Forstwirtschaft; heute: Wohnen, Industrie, Dienstleistungen, Freizeit und landschaftliche Konservierung)

Physikalische Faktoren und menschliche Einflüsse

Natürliche, physikalische Umweltfaktoren haben durch technischen Fortschritt an Bedeutung verloren, beeinflussen aber weiterhin:

  • Relief: hohe durchschnittliche Höhe und starke Neigung — fördert Erosion und erschwert Mechanisierung.
  • Klima: geringe und unregelmäßige Niederschläge, Sturm und Hagel, Frost und Trockenheit.
  • Boden: schlechte Qualität, erosionsgefährdet und weniger fruchtbar.
  • Traditionelle Agrarstruktur: Handarbeit, extensive Bewirtschaftung, rückständige Technologie, niedrige Erträge, Subsistenzproduktion.
  • Sozio-demografische Entwicklungen seit den 1960er Jahren: niedrige Geburtenraten, alternde Bevölkerung, zunehmende Betriebsgröße, technische Neuerungen sowie regionale Spezialisierung der Produktion.

Bevölkerung, Landflucht und Agrartransformationen

Die ländliche Bevölkerung übt häufig eine landwirtschaftliche Tätigkeit aus (es gibt viele kleine, teilweise alternde Betriebe; Unterschiede bestehen je nach Land). Die Landflucht in den 1960er bis 1970er Jahren (1960–1975) wurde durch Mechanisierung sowie durch die Abwanderung in Dienstleistungen, Industrie und Städte verstärkt. Ab Mitte der 1970er Jahre hat sich die Landflucht infolge der wirtschaftlichen Krise verlangsamt.

Demografische Trends sind: Bevölkerungsrückgang und Alterung in benachteiligten ländlichen Gebieten sowie Wiederbelebung und Verjüngung in dynamischen ländlichen Räumen in Stadtnähe.

Landwirtschaftliche Betriebe und Transformationen:

  1. Organisierter Raum: Grundstücke mit klaren Grenzen und Betriebe als Gruppen von Grundstücken.
  2. Jüngste Veränderungen in der Betriebsgröße: sehr kleine Betriebe mit geringem Einkommen versus große Betriebe mit höheren Einkommen, abhängig von den verwendeten Methoden; z. T. fördert die EU-Politik Vorruhestandregelungen.
  3. Regulierung: geringe Regelungen bezüglich des absoluten Landbesitzes, der direkt oder indirekt bewirtschaftet wird.
  4. Technische Systeme: seit den 1960er Jahren Transformationen durch Maschinen, Düngemittel usw.; Änderungen in den Anbausystemen führen zu einer Intensivierung der Produktion.

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